Pokémon Meisterdetektiv Pikachu (Filmkritk)

Nachdem Tim erfahren hat, dass sein Vater im Dienst als Polizist gestorben ist, reist er nach Ryme City um sich um die Verlassenschaft zu kümmern. Diese Stadt ist ein von Howard Clifford erschaffenes Utopia, wo Menschen und Pokemon friedlich Seite an Seite leben. Es gibt hier keine Kämpfe und Pokemon werden nicht gejagt. Tim war früher auch total von Pokemons begeistert und wollte als Trainer an Wettbewerben teilnehmen, doch als sein Vater, nach dem Tod seiner Mutter in diese Stadt gezogen ist, und immer mehr Zeit den Pokemons anstatt seinem Sohn widmete, wollte er mit diesen nichts mehr zu tun haben. Vater und Sohn hatten sich entfremdet, doch liebte der Vater seinen Sohn nach wie vor.

Und das erzählt ihm auch der Vorgesetzte seines alten Herrn auf der Polizeiwache, der ihn zuvor angerufen hatte, um ihm zu sagen, dass sein Vater und dessen Pokemonpartner gestorben sind. Tims nächster Weg führt ihn in die Wohnung, wo er am Stiegenaufgang eine nervige, junge Reporterin abwimmeln kann. In der Wohnung trifft er auf Pikachu, der Partner seines Vaters, der nun gar nicht so tot aussieht. Pikachu hat sein Gedächtnis nach dem Unfall verloren, ist aber davon überzeugt, dass Tims Vater noch lebt. Und da er sich als Detektiv verdient, überredet er Tim ihm zu helfen. Doch zuvor sind beide schockiert, dass sie sich gegenseitig reden hören können….

Kritik:

Zuerst vorweg: ich kenne weder die Computerspiele, noch Comics oder Zeichentrickserien der Pokemon. Dennoch hat mir der Film gefallen, ich weiß nicht wie es eingefleischten Fans dabei geht, vielleicht sind sie vom Film enttäuscht. Ich kann euch hier nur schreiben, was ich als Laie von der Verfilmung halte. Gelegentlich schnappt man ja was im Internet vom Pokemon Universum auf, aber ich weiß leider nicht wie die Viecher alle heißen, jedenfalls sind sie alle eigentlich recht süß. Ok, Pikachu sag sogar mir was, aber heißt sein Menschenfreund nicht Ash oder so? Und in den Spielen geht es, glaub ich mal, um Kämpfe zwischen den Pokemons, so Mortal Combat mit süßen Viechern. Tja die sind in der Stadt, wo sich das Ganze abspielt verboten, doch werden sie kurz angesprochen.

Hier geht es um einen Jungen, der Pokemons eigentlich gar nicht mag, nachdem er denkt sein Vater hätte diese ihm vorgezogen und ist in diese Stadt gezogen, nachdem die Mutter verstorben war. Er bleib bei der Oma, hätte aber auch beim Papa bleiben können, was er damals nicht wollte. Und nun kommt er in die Wohnung und merkt, dass seinem Vater eigentlich doch viel an ihm gelegen ist. Und so macht sein Charakter im Verlauf des Films eine Entwicklung durch, ändert seine Meinung über den alten Herrn und möchte nun auch den Fall aufklären.

Dazu spornt ihn Pikachu an, der überaus gelungen und recht witzig von Ryan Reynolds gesprochen wird. Gelegentlich erinnert er an eine Plüschversion von Deadpool. Ich kann jetzt natürlich nicht sagen ob sich Pikachu anders verhält als in den Spielen, oder was es sonst noch alles aus dem Universum gibt. Hier gefällt er mir. Auch die anderen Pokemon sind überzeugend und teils witzig dargestellt. So sorgt auch die Ente Anton, die bei Stress zu explodieren neigt für einige Lacher.

Die Atmosphäre in der Stadt mit den herumwuselnden Pokemons wirkt harmonisch. Und doch hat man sich auch die Mühe gemacht unterschiedliche Viertel der Stadt darzustellen. So gibt es neben, auf Hochglanz polierte, Geschäftsviertel auch Gegenden der einfachen und unteren Schichten. Man hat gut auf die Details geachtet. Der Score passt gut zu den gezeigten Bildern und trägt so auch positiv zur Atmosphäre bei.

Action und Spannung gibts natürlich auch, wo verschiedene Pokemons zum Einsatz kommen und so ihre Eigenheiten oder Spezialfertigkeiten zur Schau stellen. Zum Beispiel verwandelt sich ein schläfrig gelangweilt aussehender Fisch zu einem wasserspuckenden Drachen.

Die Geschichte selbst ist gut durchdacht und baut die Pokemons gut darin ein. Zunächst gilt es Tim zu überzeugen seinen Vater zu finden, nebenbei kommet noch ein interessanter Handlungsaspekt dazu, der die Detektivarbeit vorantreibt. Die ein oder andere Wendung passt sich gut ins Geschehen und zum Glück werden wir mit Liebesschnulzen verschont. Dass es nicht viel Sinn gemacht hätte, 100 Minuten Pokemonkämpfe in einer Arena zu zeigen, sollte eigentlich klar sein, was aber wahrscheinlich eingefleischte Fans stören könnte. So finde ich die uns vorgesetzte Geschichte durchaus interessant.

Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet und ihnen wird auch Zeit gewidmet um sich vorzustellen und zu entwickeln. Bei Tim, gespielt von Justice Smith, der schon in Jurassic World 2 einen Auftritt hatte, ist dies recht gut gelungen. Auch die junge Reporterin Lucy, die von Kathryn Newton verkörpert wird, hat eine tragende Rolle im Film. Ihr Pokemonbegleiter ist die besagte Ente. Des Viech is irgendwie cool.

Fazit:

Der erste Pokemon Realfilm ist durchaus gelungen und stets unterhaltsam. Witzige Momente wechseln sich mit Action ab und die Handlung wird ohne großartige Längen interessant erzählt. Die Charaktere sind sehr sympathisch und die Pokemon süß.

4/5

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