Freitag der 13. Teil 2 (Filmkritik)

Monate nach ihren Erlebnissen in Camp Crystal Lake wird Alice noch von Alpträumen gequält. Sie kann ihr Trauma nicht verarbeiten. Denn Jason sinnt auf Rache, und die bekommt er auch.

Einige junge Leute verbringen die nächsten zwei Wochen in einem Ausbildungscamp für Ferienlagerbetreuer. Dieses befindet sich an einem beschaulichen See, unweit vom Camp Crystal Lake entfernt. Am Lagerfeuer erzählen sie sich die Geschichte von Jason. Seine Leiche wurde nie gefunden und der Erzähler vermutet, dass er noch lebt. Doch die Kids tun dies als Blödsinn ab, doch sie werden beobachtet.

Am nächsten Abend fährt der Ausbildungsleiter mit einigen seiner Schüler in die nächste Stadt, bevor der Kurs am nächsten Tag richtig los gehen wird. Die Zurückgebliebenen sollen aufs Camp aufpassen. Nun bietet sich die Gelegenheit für Jason an, die Kids zu dezimieren, und das tut er auch ziemlich motiviert. Als zwei der Kids von der Stadt zurückkommen, sind alles im Camp tot, und Jason ist noch hier, denn er hat seine Arbeit noch nicht beendet…

Kritik:

Ein Jahr nach dem Erfolg von Freitag der 13. übernahm Steve Miner den Regiestuhl und stellt uns nun erstmals Jason vor. Er lässt die Camper die Theorie aufstellen, dass er gar nicht ertrunken sei sondern überlebt hatte. Sonst wäre es ja schwer zu erklären, wie aus dem Geist eines kleinen Jungen ein ausgewachsener Mann hätte werden können. Miner baut auch eine Beziehung zum ersten Teil auf, indem er Alice nochmal kurz auftreten lässt und auch in einer Rückblende den Grund ihres Traumas erzählt.

Dann werden auch schon die neuen Charaktere vorgestellt, die im Camp daneben ihre Ausbildung zu Betreuungskräften machen wollen. Auf die Hauptrollen wird näher eingegangen, der Rest ist nur für den Bodycount förderlich. Die Darsteller sind austauschbar. Nachdem Miner gemerkt hatte, dass er zuviele Protagonisten hat und nicht genug Zeit um Jason alle umbringen zu lassen, lässt er einen Teil in die nächste Stadt fahren.

Nach der Einführung und dem Erzählen der hauchdünnen Story des Films geht dieser auch schon quietschvergnügt und fröhlich ans Wert. So hangeln wir uns von Mordszene  zu Mordszene, die teils blutig sind und auch teils im Off passieren. Dies verdanken wir der Zensur durch Paramount, um ein R-Rating zu bekommen. Jason rennt hier mit einem Erdäpfelsack am Kopf herum, was ihn nicht wirklich bedrohlich wirken lässt.

Es gelingt dem Film nicht, die Atmosphäre des Vorgängers wieder entstehen zu lassen. Natürlich spielt sich wieder fast alles in einem Camp ab, doch durch die vielen Protagonisten und die Szenen in der Stadt wird auch die Spannung auseinander gerissen. So kommt sie zwar gelegentlich auf, aber durch die Morde am Fließband bleibt sie eher im unteren Bereich.

Fazit:

Wie so oft kommen die Fortsetzungen nicht an das Original heran. Miner erzählt die Geschichte weiter, und verlegt den Ort des Geschehens auf die andere Seeuferseite. Jason hat ein kleines Häuschen im Wald und einen Erdapfelsack am Kopf. Der Bodycount ist höher als beim Vorgänger, die Morde selbst sind eigentlich gut in Szenen gesetzt, doch Atmosphäre und Spannung bleiben aus.

2,5/5

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