Filmserie: A Nightmare on Elm Street

Natürlich darf diese Kultserie im WoM nicht fehlen.
Wes Craven schrieb 1984 mit seinem Nightmare on Elm Street Horrofilmgeschichte. Er schuf ein spannendes Werk mit einer dichten Atmosphäre, in dem ein vom Mob gelynchter Kindermörder in die Träume der Jugendlichen eindringt um sich an deren Eltern zu rächen.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und ebnete die Türen für mehrere Fortsetzungen. Leider ließ die Qualität nach und das Original blieb bis heute unerreicht. Freddy driftet immer mehr ins Komische ab und der Blutgahalt nahm auch stark ab.

Der sechste Teil sollte die Reihe dann begraben, war aber ein totaler Reinfall. So nahm Craven selbst für eine weitere Fortsetzung das Ruder in die Hand und verlegte die Geschichte nach Hollywood, wo die Hauptdarstellerin aus seinem ersten Film von Freddy in der Realität verfolgt wird.

Dann wurde es wieder ruhige um Fred Krueger, doch die Fangemeinde verlangte nach mehr. Schließlich durfte er auf einen Killer einer anderen Serie treffen: Jason

2010 blieb auch Freddy nicht von der Remakewelle verschont. Doch wurde seine Geschichte ein wenig verändert.
Ob und wie es weiter geht ist fraglich. Robert Englund sagte vor kurzem in einem Interview, dass er wieder Freddy spielen möchte.

Es gab auch mal eine Fernsehserie, wo Freddy kleine Geschichte, wie der Cryptkeeper präsentierte, selbst aber nicht mitspielte.

1, 2 Freddy kommt vorbei
3, 4 verschließ bloß deine Tür
5, 6 nimm dein Kruzifix
7, 8 schlaf nicht ein bei Nacht
9, 10 nie mehr schlafen gehn

Tina wacht schweißgebadet aus einem Alptraum auf. Sie wurde von einem finsteren Mann mit verbranntem Gesicht, im rot/grün gestreiften Pulli, bewaffnet mit einem Messerhandschuh gejagt. Nachdem sie aufgewacht war, bemerkt sie, dass ihr Nachthemd vier Schnitte hat. Ihre Mutter rät ihr, die Fingernägel zu schneiden. Total verängstigt bitte sie ihre Freunde in der folgenden Nacht bei ihr zu schlafen. Entsetzt stellen sie fest, dass sie alle den selben Alptraum haben und in höchster Gefahr schweben, denn erwischt Freddy einen im Traum, stirbt derjenige auch in der Realität. Und so wird Tina von Freddy zerfetzt.

Natürlich glauben ihnen die Erwachsenen nicht, aber die Alpträume gehen weiter. Tinas Freund wird verdächtigt, sie ermordet zu haben. Erst als er im Gefängnis stirbt, erzählt Nancys Mutter von Fred Krueger. Er war ein Kindermörder, der in der Nachbarschaft wütete. Die Polizei konnte ihn nicht fassen, so beschlossen die verängstigten Eltern die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Sie lynchten ihn, und nun will er Rache. Doch mittlerweile hat Nancy einen Weg gefunden Freddy aus ihrem Traum in die Realität zu bringen, denn hier ist selbst er verwundbar….

Kritik:

1984 schrieb Wes Craven Horrorfilmgeschichte. Er schuf eine Ikone und erreichte in kürzester Zeit Kultstatus. Dabei bringt er den Horror in unsere Träume, die eigentlich seit je her als sicherer Hafen um vor der Realität zu flüchten angesehen werden. Düster und mit seit dem in der Reihe nicht mehr erreichter dichter Atmosphäre startet der Film mitten in einem Alptraum und hält diese Linie konstant bis zum Schluss durch. Die Szenerie der Alpträume ist finster und Angst einflößend.

Die Spannung wird im Verlauf des Films weiter gesteigert und es gibt keine Längen. Die Alpträume werden Realität und spiegeln sich in sehr gut gemachten Effekten wieder. Dazu bietet der Film zwei der besten Morde der Horrorfilmgeschichte. Was Teil eins besser macht als die Fortsetzungen ist die Tatsache, dass Verletzungen in die Realität übertragen werden. So wird Tina nicht nur im Traum zerfetzt, sondern wird von Freddy im Raum herumgewirbelt und das Blut spritzt im ganzen Schlafzimmer herum.

Robert Englund war die perfekte Wahl als Freddy Krueger, so spielte er später auch in einigen anderen Filmen den Bösewicht. Er verkörpert den rachsüchtigen Kindermörder düster und brutal. Ohne viel Gerede stellt er den Kids nach, um sie kaltblütig zu ermorden. Leider änderte sich dies im Verlauf der Filmreihe dramatisch und Freddy verkam zu einer Witzfigur. Doch im ersten Teil ist er wie er sein soll, Furcht einflößend. Seine Geschichte wird erst im späteren Verlauf des Films erzählt, bis dahin wissen wir nicht, warum er die Kids jagt und tötet.

Auch die vier Kids machen ihre Sache gut und verkörpern ihre Charaktere durchaus routiniert. In seiner ersten großen Filmrolle sehen wir Johnny Depp einen der besagten Filmgeschichtemorde sterben. Heather Langenkamp etablierte sich als Heldin, konnte aber weiterhin keine großartigen Filmerfolge verbuchen. Sie spielt das anfangs verängstigte Mädchen, das sich im Verlauf des Films entwickelt und Freddy Paroli bietet recht gut.  Jedenfalls sehen zwar alle Darsteller älter als ihre Rollen aus, nerven aber keinesfalls herum, wie es oft in anderen Horrorfilmen der Fall ist.

Fazit:

A Nightmare on Elm Street ist ein überaus gelungener Horrorfilm, der mit wenig Budget eine dichte Atmosphäre schuf und mit einen Furcht erregenden Killer und blutigen Morgen zu überzeugen weiß.

5/5

Kurz nachdem eine neue Familie ins Haus in der Elm Street 1428 gezogen ist, wird Sohn Jesse von Alpträumen geplagt. Wären die ständig stänkernden Mitschüler nicht schon genug, offenbart ihm Freddy, dass er ihn für seine Zwecke braucht. Da der Kindermörder anscheinend in der Traumwelt zu schwach ist, soll der Teenager für ihn morden.

Es wird für Jesse immer schwieriger sich gegen Freddy zu wehren und so vereinnahmt ihn dieser immer mehr. In seinem Zimmer findet er Nancys Tagebuch und erfährt so, wer Freddy ist. Doch es ist zu spät, nun kann ihn nur noch seine Freundin retten…

Kritik:

Bereits ein Jahr nach dem Erfolg von A Nightmare on Elm Street wurde die erste Fortsetzung nachgeschoben. Wes Craven distanzierte sich schon während der Dreharbeiten vom Film und Teil 2 floppte. 30 Jahre später hat er aber noch immer seine treue Fangemeinde, denn Nightmare 2 ist einer der wenigen Horrorfilme mit schwulem Subtext. War es in den 80ern undenkbar dies offen auszusprechen bzw. im Film zu zeigen, ist es doch unübersehbar, dass hier die Geschichte eines schwulen Teenagers erzählt wird, der mit sich selbst im Unreinen ist.

Regisseur und Hauptdarsteller, offen schwul, etablierten mit Jesse den ersten „Scream Prince“ der Horrorgeschichte. Und obwohl er im Film offiziell eine Freundin hat, die ihn auch liebt, steht er mehr auf seinen Mitschüler, geht im Traum in eine Schwulenbar, wo er seinen masochistisch veranlagten Sportlehrer trifft und hopst den halben Film über in Unterhose oder zumindest oben Ohne durchs Bild. Besonders wegweisend ist die Szene, wo Freddy aus Jesse rauskommt, so lässt sich her quasi das Outing assoziieren.

Mit Morden hält sich der Film eigentlich bis zum Poolmassacker zurück, davor wird lediglich der Sportlehrer bestraft. Die Effekte sind wieder durchwegs gelungen, so treffen wir auch in der Realität auf alptraumhafte Wesen. Doch die Spannung ist eher im unteren Bereich angesiedelt. Regisseur Jack Sholder bemüht sich zwar, was vereinzelt gelingt, doch gibts auch einige Längen durchzustehen. Atmosphäre kommt in machen Szenen auch auf, doch erreicht sie nie die Klasse des Vorgängers. Und die Tatsache, dass Freddy hier nicht Kids in ihren Träumen tötet, tut dem Film auch nicht gerade gut.

Die Darsteller sind größtenteils austauschbar. Robert Englund stellt Freddy nochmal als düsteren Alptraum dar, hat aber hier schon etwas Text. Zum Glück zieht er seine Rolle hier noch nicht ins Lächerliche Mark Patton überzeugt als Jesse, konnte aber im Filmgeschäft nicht wirklich Fuß fassen. Kim Meyers gelingt ihre Darstellung der Lisa als unerschrockene Heldin, welche sich vor Jesses neuem Selbst nicht abschrecken lässt.

Fazit:

A Nightmare on Elm Street 2 versagt zwar als direkte Fortsetzung des Klassikers, macht aber im Vergleich zu den weiteren Filmen der Serie noch Einiges richtig. So wird uns hier eine düstere, aber vor allem indirekte, Coming Out Story präsentiert, die den Alptraum des Prozesses hervorhebt.

3/5

Nachdem Kirsten in einem Alptraum von Freddy attackiert und verletzt wurde, weist sie ihre Mutter in eine Anstalt für suizidgefährdete Jugendliche mit Schlafstörungen ein. Just in dem Moment beginnt dort Nancy Thompson als neue Psychiaterin und kann auch gleich einen Draht zu Kirsten aufbauen, da sie weiß wovon das Mädl träumt. Auch die anderen Kids werden Nacht für Nacht von Freddy gejagt. Denn sie sind die letzten der Elm Street Kinder.

Doch außer Nancy glaubt niemand der Angestellten den Jugendlichen. Nancys Vorschlag traumstoppende Medikamente zu verabreichen wird abgelehnt. Nach und nach fallen die Kids Freddy zum Opfer. Da bemerkt Nancy, dass Kirsten die Fähigkeit besitzt, Andere in ihren Traum zu holen. Nun beschließen die Kids sich zu wehren, denn in ihren Träumen können sie sein, wer immer sie wollen. Und so stellen sich die Traumkrieger gegen Freddy…

Kritik:

Nachdem Teil 2 gefloppt war, wurde der Regiestuhl an Chuck Russel übergeben. Dieser bringt Freddy Krueger zurück in die Alpträume der Kids. Es gelingt ihm diese mit gut durchdachten Sets recht atmosphärisch und düster zu gestalten. So besuchen wir in den Träumen Freddys verfallenes Haus, vor dem Kinder spielen und den für die Serie berühmten Reim aufsagen. Die Ausstattung der Sets ist sehr detailliert und verspielt. Auch die Krankenanstalt wirkt kühl und ungastlich. Die Musik passt sich gut ins Geschehen ein.

Die Effekte sind überaus gelungen und Freddy ist bei seinen Morden durchaus kreativ. So wird ein Junge zu einer Marionette gemacht und ein Mädchen kommt ins Fernsehen. Blutfontainen gibts zwar nicht, aber die Effekte sind dank guter Handarbeit wieder was fürs Auge. So kommt hier auch gelegentlich Stop Motion Technik zum Einsatz.

Dass sich die Serie nun nicht mehr allzu ernst nimmt, ist spätestens mit dem Auftritt der Traumkrieger klar und Freddy beginnt hier schon mit Kommentaren um sich zu werfen. Einige davon erreichten durchaus noch Kultstatus (It’s Prime Time Bitch) Aber gerade der Aspekt mit den wehrhaften Kids hält dem Teil noch heute seine treue Fangemeinde.

Hier tritt auch erstmals die Nonne auf, die von Freddys Mutter erzählt. Dieser Aspekt wird im weiteren Verlauf der Serie noch etwas vertieft. Die Charaktere an sich sind gut ausgearbeitet und recht unterschiedlich. Und selbst wenn die meisten nur für den Bodycount da sind, haben sie auch jeder eine eigene Geschichte zu erzählen, die wir über ihre Träume und Kriegerfiguren kennen lernen. Und natürlich lässt sich Freddy in seinem eigenen Reich nicht vorführen.

Wie schon erwähnt macht er langsam aber sicher den Wandel vom Angst einflößenden Killer zur Sprüche klopfenden Lachnummer. In Teil drei ist dies zum Glück noch nicht so schlimm und es gelingt Englund noch den Kids das Fürchten zu lehren. Mit Heather Langenkamp wurde die Heldin des kultigen ersten Teiles in die Geschichte eingebaut, und sie wertet den Film unheimlich auf. Patricia Arquette und Laurence Fishburne wirken hier auch in einer ihrer frühesten Rollen mit.

Besonders Kreativ waren mal wieder die Deutschen bei der Übersetzung des Filmtitels. So wurde aus Dream Warriors, Freddy Krueger lebt…

Fazit:

Freddy ist zurück in den Alpträumen der Elm Sreet Kids und so erwirkt Teil drei dank gelungener Atmosphäre und abwechslungsreichen Morden wieder einen leichten Aufschwung in der Reihe. Die Dream Warriors haben bis heute ihre treue Fangemeinde.

3,5/5

Nachdem Kirsten und ihre Freunde Freddy besiegt hatten, scheint sich ihr Leben normalisiert zu haben. Sie besuchen wieder die Springwood Highschool und finden neue Freunde. Doch es dauert nicht lange bis sie wieder von Alpträumen geplagt werden. Freddy ist zurück und rächt sich an den ehemaligen Traumkriegern. Im letzten Moment überträgt Kirsten ihre Kraft, andere in ihre Träume zu holen, an ihre Freundin Alice.

Und so nutzt Freddy nun Alice um an die Träume ihre Freunde ran zu kommen. Dies gelingt ihm auch recht gut und selbst ihr Bruder fällt Freddy zum Opfer. Nun liegt es an Alice Freddy zu besiegen…

Kritik:

Er ist wieder da. War klar, nachdem der Vorgänger wieder erfolgreicher war. Wie und warum Freddy Krueger von den Toten aufstehen konnte erfahren wir nicht. Anscheinend fanden die Drehbuchautoren auch keine geeignete Erklärung. Jedenfalls ist seine Rückkehr durchaus noch sehenswert. Der alte Schrottplatz wirkt düster und dreckig. Ein Hund pisst Feuer und Freddys Gebeine setzen sich wieder zusammen. Doch dann macht er den Mund auf und versaut es.

Dahin ist die Stimmung und von Spannung keine Spur mehr. Freddy mordet munter drauf los. Die Schauplätze der Träume sind diesmal recht abwechslungsreich gestaltet. Sein altes Haus rückt sehr an den Rand. Manche Orts sind zwar durchaus stimmungsvoll gestaltet, doch es kommt einfach keine Spannung auf. Die Kids werden nicht durch dunkel Gänge gejagt, Freddy redet wie ein Wasserfall. Der berühmte Kinderreim kommt hier auch fast nicht vor.

Tricktechnisch darf man sich aber nicht beschweren, die Effekte sind gelungen. Auch wenn manche heute etwas angestaubt wirken, gab es hier noch gute alte Handarbeit. Mit Blut wird gespart. Auch werden Verletzungen nicht mehr in die Realität übertragen. Freddy sammelt hier die Seelen der Kids, welche mit deren Köpfen auf seinem Körper dargestellt werden. Wirkt zwar etwas peinlich, ist aber für die Endszene wichtig.

Musikalisch hat man sich hier eher an MTV orientiert. Irgendwie passt die Musikauswahl gar nicht. Es kommt dabei keine Stimmung auf. Der Dream Master wird zwar erwähnt, doch so richtig ausgebaut wird dieser Aspekt nicht. Unseren deutschen Nachbarn ist anscheinend kein kreativer Zusatztitel eingefallen, so haben sie The Dream Master einfach weg gelassen.

Die Charaktere sind eigentlich nur da um den Bodycount zu erhöhen. Sie haben keine Geschichte und entwickeln sich nicht, abgesehen von Alice. Die Überlebenden aus Teil 3 haben nur einen kurzen Auftritt zu Beginn des Films. Patricia Arquette wollte nicht mehr dabei sein und so wird Kirsten von Tuesday Knight verkörpert. Fällt für die kurze Zeit ihrer Rolle eh nicht wirklich auf.

Fazit:

A Nightmare on Elm Street 4 leistet einen Beitrag für die MTV Popkultur, der aber gröber nach hinten los geht. Weder Atmosphäre, noch Spannung kommen bei den fast schon zusammenhanglosen Szenen auf und Freddy etabliert sich schön langsam als Lachnummer.

2/5

Alice wird wieder von Alpträumen geplagt, doch diesmal scheint Freddy darin nicht vorzukommen. Sie befindet sich im Traum in einer Irrenanstalt und die Insassen wollen sie vergewaltigen. In der Realität hat sie soeben die High School abgeschlossen und genießt ihr Leben mit ihrem Freund. Doch ihre Träume werden zusehends intensiver, und dabei schläft sie diesmal gar nicht. Im Traum begegnet sie immer wieder der Nonne Amanda, die dann Freddy gebiert. Doch auch die Nonne ist noch da und fordert Alice auf, sie aus ihrem Gefängnis zu befreien.

Nachdem ihr Freund von Freddy getötet wurde, und Alice einen Nervenzusammenbruch hatte, erfährt sie, dass sie schwanger ist. Nun wird ihr klar, dass es nicht ihre Träume sind, die Freddy herbeirufen, sondern die ihres ungeborenen Kindes. Nun muss Alice in Freddys Welt gehen um Amanda zu finden und dem Schrecken ein Ende zu setzen…

Kritik:

Teil fünf gelingt es teilweise wieder etwas an der Atmosphäre zu schrauben, Spannung bleibt jedoch trotzdem aus. Die Irrenanstalt punktet mit ihrem dreckigen Flair und wir befinden uns auch wieder in Freddys Haus. Doch diese kurzen Szenen retten den Film leider auch nicht. Erst gegen Ende wenn wir die verlassene Anstalt besuchen um Amanda zu finden, wird die Atmosphäre wieder besser. Die Musik passt sich diesmal auch gut in den Film ein.

Die Tricktechnik lehnt sich an den Vorgänger an und die Effekte sind durchaus solide. Freddy ist bei den Morden wieder kreativ, doch der Blutgehalt ist genauso wie beim Vorgänger recht gering. Leider zerstört er die Atmosphäre mit seinen lästigen Sprüchen. Und der Traum des Comicfans erinnert dann auch ein Wenig an Teil 3.

Die Tatsache, dass die Träume nun auch von einem ungeborenen Kind ausgehen ist an sich kreativ und dient auch dazu Freddys Hintergrundgeschichte zu erzählen. Wir sind seiner Mutter ja schon in Teil 3 begegnet. Im vierten spielte sie keine Rolle und nun wird der Fokus auf sie gelegt, was eigentlich eine gute Entscheidung war. Auch begegnen wir Alice Kind im Traum, welches ihr Vorwürfe macht, sie wolle es nicht.

Zu Beginn werden noch kurz die Charaktere vorgestellt und dienen dann wieder mehr oder weniger als Kanonenfutter. Doch diesmal fügen sie sich etwas besser in die Geschichte ein und auch die Eltern der Kids spielen wieder eine Rolle, in der sie sich Sorgen machen. Die Darsteller sind austauschbar und lassen keine allzu großen Überraschungen zu.

Fazit:

Teil 5 kann das Niveau durch eine interessante Geschichte und einen Anflug an Atmosphäre wieder etwas steigern.

3/5

Zehn Jahre sind vergangen und Freddy hat fast alle Kinder und Jugendlichen von Springwood getötet. Den letzten überlebenden Jungen schickt er in die Welt hinaus, um Nachschub zu holen. John Doe landet in einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche, kann sich aber nicht mal an seinen Namen erinnern. Ein Zeitungsausschnitt in seiner Tasche weist auf Springwood hin. So beschließt die Betreuerin Maggie mit dem Jungen dort hin zu fahren.

Als sie dort ankommen bemerken sie zunächst, dass sich drei weitere Kids im Auto versteckt hatten und dass alle Einwohner von Springwood ziemlich verrückt sind. Während Maggie und John nach Antworten suchen, versuchen die anderen drei Kids aus der Stadt zu fahren. Doch Freddy ist ihnen schon auf den Fersen und lockt sie zu seinem Haus. Nun muss sich Maggie ihrer eigenen Vergangenheit stellen und Freddy endgültig vernichten. Da kommen ihr die Traumdämonen gerade recht gelegen.

Kritik:

Mit Freddy’s Finale wollte man nun das Franchise endgültig begraben und es hätte ein würdige Abschluss werden sollen. Doch sie habens verkackt. Dabei fängt es doch gar nicht mal so schlecht an. John wird von Freddy gejagt und schließlich fort geschickt. Und die verrückten Eltern in Springwood tragen auch positiv zur Atmosphäre bei. Aber Spannung gibts keine.

Am Tiefpunkt angekommen sind wir als Freddy zur Spielekonsole greift um einen Jungen durchs Haus hüpfen zu lassen. Dabei ist die Sache mit dem Hörgerät Mord noch halbwegs erträglich. Zu den gewohnten Effekten kommt dann noch der 3D Effekt dazu, doch nicht der ganze Film wurde in 3D gedreht. Wenn Maggie im Film die Brille aufsetzt, kann man dies bei der DVD Version ebenfalls tun und das Ende durch grün/rote Augen betrachten. Wobei etwas lächerlich die Tatsache im Film ist, dass 3D Brillen Maggie schützen sollen.

Die Charaktere sind gut gewählt und diesmal erfahren wir auch ein Wenig aus ihrer Vergangenheit. Und man konzentrierte sich hier auch auf Freddy’s Vergangenheit. So wird er unter anderem auch als Kind sowie auch als Familienvater gezeigt, was eigentlich gar nicht mehr wirklich zur Reihe passen mag. Und so oft verprügelt wie hier, wurde er auch noch nie. Aber irgendwie gehört es ihm auch, denn seine Kommentare machen ihn nun endgültig zur Lachnummer.

Und um der Geschichte den Gnadenstoß zu geben, wurden hier auch noch die Traumdämonen eingeführt, von denen nie zuvor die Rede war. Noch dazu sehen sie wie Kaulquappen aus. Und die Lebensgeschichte geht überhaupt nicht mit den Infos aus den vorherigen Teilen konform. Zum Abschluss gibts noch ein paar Szenen aus den vorherigen Filmen.

Fazit:

Wir sind am Tiefpunkt. Das Finale verspielt alles Potential, präsentiert eine waghalsig zusammenkonstruierte Geschichte und einen überaus nervenden Freddy.

1/5

Heather besucht mit ihrem Sohn ein Filmset in Hollywood, wo ihr Mann gerade an den Spezialeffekten zum neuen Nightmare Film arbeitet. Plötzlich macht sich Freddy’s neue Messerhand selbstständig und bringt seinen Arbeitskollegen um. Schweißgebadet wacht sie mitten in einem Erdbeben auf. Schon am nächsten Tag ist sie Gast einer Talkshow und trifft dort auf Robert Englund. Die Fans sind total verrückt nach Freddy und so beschließt das Studio einen weiteren Teil zu drehen. Wes Craven arbeitet schon seit einigen Monaten am Drehbuch und die Produzenten fragen Heather ob sie noch einmal die Nancy spielen will.

Doch dann beginnt ihr Sohn von Freddy zu träumen und als sein Stofftierdino die markanten Schnitte aufweist, macht sich Heather große Sorgen. Als ihr Mann am Nachhauseweg beim Fahren einschläft und tödlich verunglückt, ist sich Heather sicher, Freddy ist real…

Kritik:

Wes Craven, der uns den genialen ersten Teil bescherte, wollte der Serie einen würdigeren Abschluss spendieren, als es Teil sechs versucht hatte. Dazu packte er die Geschichte in die Realität und ließ die Darsteller sich selbst spielen, während sie an einem neuen Nightmare Film arbeiten. Und Wes Craven selbst erklärt, wenn die Story stirbt, wird das Böse freigesetzt. Und nachdem sich die wichtigsten Charaktere im Film eh selbst spielen, gibts über die nicht viel zu sagen. Sie arbeiten in Hollywood, haben Kindermädchen, werden von Erdbeben aus dem Schlaf gerissen und denken nicht mal im Traum daran, dass ihre Filme wahr werden können. Doch das sieht Freddy etwas anders.

So ist er nun wieder hinter Heather und ihrer Familie her. Mit ihrem kleinen Sohn wird ein neuer Aspekt in die Reihe eingebaut, denn bisher alpträumten nur Teenager von Freddy. Und Heather muss nun um das Wohl ihres Kindes fürchten. Natürlich glaubt ihr kein Außenstehender und es wird ihr vorgeworfen, ihre brutalen Filme seien schlecht für ihren Sohn. Zum Glück nervt der Kleine nicht, wie es oft bei Filmkindern der Fall ist.

Die Träume selbst spielen sich meist in der realen Umgebung ab, so träumt Heather nicht von Freddys Haus aus den vorherigen Filmen, sondern wird von ihm in ihrem Heim oder im Krankenhaus gejagt. Dank diesmal gut passender musikalischer Untermalung und durchaus düsteren Einstellungen gelingt es wieder eine gute Atmosphäre aufzubauen. Auch etwas Spannung kommt auf und die eher gering gehaltenen Morde passen sich gut in die Handlung ein. Verletzungen werden wieder in die Realität übertragen. Erst am Ende finden wir uns in Freddys Reich, was in dem Fall auch das Filmset ist. Und zum Glück hält er diesmal seinen Mund und spart sich die blöden, unlustigen Kommentare beim Morden.

Fazit:

Wes Craven, der Freddy Krueger ins Leben gerufen hat, spendiert ihm hier einen gelungenen Abschluss. Die Tatsache dass die Handlung in die Realität verlegt wurde und die Darsteller sich selbst spielen tut dem Film gut. Atmosphäre und Spannung sind wieder da und bleiben auch dem Film über.

4/5

Dean wird von Alpträumen geplagt. Er erzählt seiner Schulfreundin Kris davon. Als er in einem Cafe einschläft, erwischt ihn Freddy und Dean schlitzt sich mit einem Messer den Hals auf. Kris steht machtlos daneben. Doch Dean war nicht der Einzige, der von Freddy träumte. Auch Kris und ihre Freunde werden von ihm verfolgt. Und als Kris in der folgenden Nacht von Freddy erwischt wird, sperrt die Polizei ihren Freund als Verdächtigen ein.

Währenddessen forscht Nancy nach, wer Freddy Krueger ist und warum er Kids in ihren Träumen tötet. Doch ihre Eltern hüten ein dunkles Geheimnis. Die Kinder waren gemeinsam auf einer Vorschule, wo Freddy als Gärtner arbeitete und sich an den Kindern verging. Die Eltern hatten ihn gelyncht.

Kritik:

Viele Jahre war es still um Freddy Krueger. Einen hatte er mit Jason, doch einen eigenen Film gab es länger nicht. Und so war die Freude groß, als ein neuer Nightmare Film angekündigt wurde. Die Enttäuschung kam gleich danach, denn es sollte ein Remake werden. Einen Klassiker neu zu verfilmen ist immer ein schwieriges Unterfangen, denn die Erwartungen sind hoch, aber im Endeffekt kommt selten ein Remake an das Original ran.

Dabei macht Samuel Bayer Einiges richtig. Es gelingt ihm eine stimmungsvolle Atmosphäre herzustellen und auch etwas Spannung kommt auf. Die Morde sind durchaus blutig und sehr gut in Szene gesetzt. Erfreulicherweise werden Verletzungen wieder in die Realität übertragen. Die für die Serie üblichen grauslichen Effekte bleiben hier aus. Also keine Köpfe in Freddys Körper und elends lange Arme und Zungen. Würde Freddy einfach den Mund halten, wär er um Vieles Angst einflößender. Englund war für die Rolle leider nicht mehr zu haben, doch sein Nachfolger macht seine Sache halbwegs gut.

Die Handlung ist ja im Prinzip bekannt, wurde aber im Mantel geändert. So war Freddy kein Kindermörder, sondern ein Kinderschänder. Die Schauplätze konzentrieren sich nicht auf sein Haus, er hat ja in der Vorschule gewohnt. Die Sache mit Festhalten und Aufwachen ist auch hier der Plan um Freddy los zu werden. Außerdem hat Bayer ein paar Szenen aus dem Original nachgedreht. Leider kommt er nicht an die Vorlage ran. Die Kids forschen nach, nutzen das Internet um Mitschüler zu finden, was gut ist, denn der Film wurde an die heutige Zeit angepasst.

Die Charaktere sind gut durchdacht und auch die Eltern spielen wieder eine Rolle. Die Darsteller fallen aber nicht weiter auf. Der einzig halbwegs bekannte Kellan Lutz stirbt schon zu Beginn. Freddy wird von Jackie Earle Haley gespielt, was natürlich gewöhnungsbedürftig ist. Seine Darstellung bleibt im Vergleich zu Englund sehr emotionslos. Freddy redet wie ein Wasserfall, was dann auch dem Film die Spannung raubt, aber zumindest erspart er uns pseudolustige Kommentare.

Fazit:

Remakes haben es nicht leicht. A Nightmare on Elm Street punktet mit einer gelungenen Adaption der Geschichte, atmosphärischen Sets, etwas Spannung und blutigen Morden. Leider schwächelt er durch Freddys ständiges Gerede und wirkt teilweise so als ich will aber kann nicht. Es sind schon wieder neun Jahre vergangen, und Fortsetzung gab es bis jetzt keine. Angeblich möchte Englund noch einmal Freddy spielen. Na hoffen wir mal das Beste.

3,5/5

Freddy hat ein Problem. Einst war er der Schrecken der Elm Street, doch heute erinnert sich niemand mehr an ihn. Seine Macht schwindet, aber arbeitslos möchte er auch nicht sein. So durchforstet er die Hölle nach einem brauchbaren Mittel zum Zweck und trifft dabei auf Jason. Freddy schleicht sich in seine Träume ein, erweckt ihn wieder zum Leben und schickt ihn in die Elm Street 1428.

Dort trifft er auf besoffene und rumvögelnde Teenager. Er bringt eine Jungen im Schlafzimmer um und ein Polizist vermutet, dass Freddy zurück ist. Dies hören die anderen Kids und öffnen somit Freddy wieder die Tür zu ihren Träumen. Währenddessen hört Will Rollins, der wegen Alpträumen damals in eine Nervenheilanstalt eingeliefert wurde, von dem Vorfall und bricht aus um seinen Freunden zu helfen.

Je mehr Kids Jason umbringt, desto stärker wird Freddy. Doch Jason ist nicht bereit das Feld zu räumen, denn er findet Gefallen an seiner neuen Spielwiese. Das passt Freddy nun gar nicht und es kommt zum Kampf der Giganten…

Kritik:

Die Fans wollten es, die Fans haben es bekommen. Und es sollte nun ein für alle Mal geklärt werden, wer der bessere Killer ist. Ronny Yu lässt hier zwei Horrorikonen aufeinander treffen und ruft zum blutigen Duell. Doch er stand auch vor einer großen Herausforderung, denn die Fans waren anspruchsvoll, und es sollte die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden, die die Serien an die Wand gefahren hatten. Aber es sollten auch die Stärken der Vergangenheit genutzt werden.

Die Geschichte selbst ist schon mal gelungen. Jason ist in der Hölle gefangen, seine Übernatürlichkeit hat man auf die Unsterblichkeit reduziert, was schon mal eine gute Entscheidung war. Den lächerlichen Weltraumfilm hat man zum Glück ignoriert. Jason geht wieder munter drauf los und erfreut sich an seinem Hobby. Seine Beziehung zur Mutter wurde gut eingebaut, allerdings hat man ihm Angst vorm Wasser angedichtet, aber wahrscheinlich hätte sonst die Verbindung zu Freddy, der von der Angst seine Kraft schöpft, nicht ganz gepasst.

Freddy blendet zum Glück Teil 6 und 7 aus. Also er wurde nicht von den Traumwürmern in die Hölle gezerrt und in Hollywood hat er auch nicht vorbei geschaut. Zum Glück darf er wieder düster und etwas Angst einflößend wirken. Er redet zwar nicht wenig, spart sich aber pseudolustige Kommentare auf. Die Träume sind erfreulicherweise sehr atmosphärisch gestaltet und Freddy verwandelt sich darin auch wieder in diverse Kreaturen.

Also stiftet Freddy Jason zu Morden in der Elm Street an, damit die Kids Angst bekommen und Freddy wieder in ihren Alpträumen wüten kann. So holt sich Jason ein Opfer nach dem Anderen, nimmt dabei Freddy welche weg. Die Morde fallen erfreulicherweise recht brutal und blutig aus. Die handgemachten Effekte sind dabei gut in Szene gesetzt worden. Spannung kommt auch auf und das Tempo wird generell recht hoch gehalten.

Aber es wird auch den Charakteren genug Zeit gegeben, um sich vorzustellen und zu entwickeln. Der Fokus liegt nicht nur auf ein paar Kids, auch die Polizisten und Eltern spielen eine Rolle. Natürlich gibts wieder jede Menge Charaktere, die nur für den Bodycount da sind. Einige dürfen zuvor noch kurz mit den Silikontitten wackeln, rumvögeln und kiffen. Doch die Kids spielen im Film auch eine tragende Rolle.

Und schließlich treffen unsere beiden Helden aufeinander, wo sie sich erfreulicher Weise nichts schenken. Wer das Duell gewinnt verrate ich nicht, denn vielleicht hat wer den Film noch nicht gesehen. Der Kampf ist blutig und actionreich gestaltet. Jeder kann ordentlich austeilen und muss auch einstecken. Somit ist das Finale überaus gelungen.

Fazit:

Lang erwartet und dann doch realisiert. Freddy VS. Jason macht einfach Spaß. Die Geschichte ist interessant und gut erzählt, Atmosphäre und Spannung passen, die Morde sind blutig gestalte und die anderen Charaktere passen auch gut in die Szenerie. Hoffen wir mal, dass es mit den beiden oder mit andren Helden unserer Horrokindheit weiter gehen wird. Bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt.

4/5

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s