A Nightmare on Elm Street – Remake (Filmkritik)

Dean wird von Alpträumen geplagt. Er erzählt seiner Schulfreundin Kris davon. Als er in einem Cafe einschläft, erwischt ihn Freddy und Dean schlitzt sich mit einem Messer den Hals auf. Kris steht machtlos daneben. Doch Dean war nicht der Einzige, der von Freddy träumte. Auch Kris und ihre Freunde werden von ihm verfolgt. Und als Kris in der folgenden Nacht von Freddy erwischt wird, sperrt die Polizei ihren Freund als Verdächtigen ein.

Währenddessen forscht Nancy nach, wer Freddy Krueger ist und warum er Kids in ihren Träumen tötet. Doch ihre Eltern hüten ein dunkles Geheimnis. Die Kinder waren gemeinsam auf einer Vorschule, wo Freddy als Gärtner arbeitete und sich an den Kindern verging. Die Eltern hatten ihn gelyncht.

Kritik:

Viele Jahre war es still um Freddy Krueger. Einen hatte er mit Jason, doch einen eigenen Film gab es länger nicht. Und so war die Freude groß, als ein neuer Nightmare Film angekündigt wurde. Die Enttäuschung kam gleich danach, denn es sollte ein Remake werden. Einen Klassiker neu zu verfilmen ist immer ein schwieriges Unterfangen, denn die Erwartungen sind hoch, aber im Endeffekt kommt selten ein Remake an das Original ran.

Dabei macht Samuel Bayer Einiges richtig. Es gelingt ihm eine stimmungsvolle Atmosphäre herzustellen und auch etwas Spannung kommt auf. Die Morde sind durchaus blutig und sehr gut in Szene gesetzt. Erfreulicherweise werden Verletzungen wieder in die Realität übertragen. Die für die Serie üblichen grauslichen Effekte bleiben hier aus. Also keine Köpfe in Freddys Körper und elends lange Arme und Zungen. Würde Freddy einfach den Mund halten, wär er um Vieles Angst einflößender. Englund war für die Rolle leider nicht mehr zu haben, doch sein Nachfolger macht seine Sache halbwegs gut.

Die Handlung ist ja im Prinzip bekannt, wurde aber im Mantel geändert. So war Freddy kein Kindermörder, sondern ein Kinderschänder. Die Schauplätze konzentrieren sich nicht auf sein Haus, er hat ja in der Vorschule gewohnt. Die Sache mit Festhalten und Aufwachen ist auch hier der Plan um Freddy los zu werden. Außerdem hat Bayer ein paar Szenen aus dem Original nachgedreht. Leider kommt er nicht an die Vorlage ran. Die Kids forschen nach, nutzen das Internet um Mitschüler zu finden, was gut ist, denn der Film wurde an die heutige Zeit angepasst.

Die Charaktere sind gut durchdacht und auch die Eltern spielen wieder eine Rolle. Die Darsteller fallen aber nicht weiter auf. Der einzig halbwegs bekannte Kellan Lutz stirbt schon zu Beginn. Freddy wird von Jackie Earle Haley gespielt, was natürlich gewöhnungsbedürftig ist. Seine Darstellung bleibt im Vergleich zu Englund sehr emotionslos. Freddy redet wie ein Wasserfall, was dann auch dem Film die Spannung raubt, aber zumindest erspart er uns pseudolustige Kommentare.

Fazit:

Remakes haben es nicht leicht. A Nightmare on Elm Street punktet mit einer gelungenen Adaption der Geschichte, atmosphärischen Sets, etwas Spannung und blutigen Morden. Leider schwächelt er durch Freddys ständiges Gerede und wirkt teilweise so als ich will aber kann nicht. Es sind schon wieder neun Jahre vergangen, und Fortsetzung gab es bis jetzt keine. Angeblich möchte Englund noch einmal Freddy spielen. Na hoffen wir mal das Beste.

3,5/5

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