Avengers: Endgame (Filmkritik)

Die Helden haben versagt. Beim Infinity War ist es Thanos gelungen die halbe Bevölkerung des Universums mit nur einem Fingerschnipp auszulöschen. Und während er seinen Triumph in seinem Garten genießt, trauert das Universum um ihre Verlorenen. Mittendrin schwebt Iron Man in einem Raumschiff ohne Energie und ohne Nahrungsvorräte. Nachdem er seine Abschiedsbotschaft für Mrs. Pepper aufgenommen und sich mit seinen Schicksal abgefunden hat, werden er und Nebula von Captain Marvel gerettet und auf die Erde gebracht.

Wieder gesammelt, eilen sie zum Vergeltungsschlag gegen Thanos. Sie wollen ihm den Handschuh mit den Infinity Steinen abnehmen und alles ungeschehen machen. Doch sie kommen zu spät. Thanos hat die Steine zerstört, denn die Verlockung der Macht war für ihn zu groß. Somit sind unsere Helden ein weiteres Mal gescheitert und kehren zur Erde zurück.

Fünf Jahre sind vergangen, die einstigen Helden sind nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Captain Marvel ist aufgebrochen um im Universum für Frieden zu sorgen, Banner hat sich mit Hulk arrangiert und Thor frönt dem Bier und Computerspielen. Doch plötzlich kehrt Antman aus der Quantenebene zurück, in welcher er nur wenige Stunden gefangen war. Nun tut sich eine neue Möglichkeit auf um die Geschichte zu ändern: Zeitreisen. So trommeln die Avengers ihre Mitglieder zusammen und reisen zurück in der Zeit um die Infinity Steine zu holen, bevor Thanos sie bekommt…

Kritik:

Nach nunmehr 22 Filmen stellt Avengers: Endgame den Abschluss des Marvel Filmuniversums dar, welches damals mit Iron Man seinen Anfang nahm. Über die Jahre fügten sich die einzelnen Superheldenfilme zu den Avengers zusammen, deren letzter Höhepunkt in einer Niederlage bei Infinity War bestand. Danach folgten noch Ant Man 2 und Captain Marvel um die Rahmenbedingungen für Endgame in die Wege zu leiten. Eines hat Marvel aber relativ unklug gemacht. Sie hauten den Spiderman 2 Trailer raus, und hatten so indirekt verraten, dass eh alles gut ausgehen wird. Naja das tut es dann auch zumindest fast, aber ich möchte nicht zu sehr spoilern.

Die Grundstimmung im Film ist bedrückt und düster, dem trägt auch das relativ dunkel gehalten Bild bei. Die Helden sind gebrochen, leiden an ihrer Niederlage und den Verlusten ihrer Liebsten. Ein letzter Versuch gegen Thanos vorzugehen scheiterte und nach fünf Jahren haben sich einige aufgegeben oder ein neues Leben aufgebaut. Die Welt ist noch immer verwüstet, was eigentlich unlogisch ist, den gekämpft wurde damals nur in Wakanda. Nichtsdestotrotz trägt die Szenerie zur bedrückenden Endzeitstimmung bei.

Neue Hoffnung kommt mit der Rückkehr von Antman auf, und so raufen sich die Avengers erneut zusammen um eine Lösung zu finden, in die Vergangenheit zu reisen und so alles ungeschehen zu machen. Bis es so weit ist, dauert es etwas, doch dann nimmt der Film endlich etwas Fahrt auf. Die Reisen an gewisse Punkte aus vergangenen Filmen gestalten sich durchaus witzig, actionreich und technisch sehr gelungen. Die Chemie zwischen den Charakteren stimmt wieder und obwohl die Gangart des Films etwas ernster ist, bleibt genug Zeit für sarkastische Kommentare und witzige Szenen.

Doch alles in Allem scheint das Ganze zu groß für die in Relation gesehen kurze Zeit von drei Stunden zu sein. Die einzelnen Stationen werden kurz und knackig abgehandelt, doch hätten sie Potential für mehr gehabt. Natürlich drängt die Zeit um die Mission abzuschließen und auch der Feind bereitet schon sein Einschreiten vor. Denn schließlich warten wir ja schon über zwei Stunden auf eine epische Schlacht, wie wir sie von Infinity War gewohnt sind. Die gibts dann auch, doch der Hauptfokus von Endgame liegt klar bei der Verlustverkraftung und der Schöpfung neuer Hoffnung.

Technisch gibts eigentlich nichts auszusetzen und auch die Action ist wieder sehr cool. Beim Endkampf geht dann alles recht schnell und den vielen Helden werden nur wenige Sekunden bzw. jeweils eine Aktion gewidmet. Die musikalische Untermalung passt sich der betrübten Grundstimmung an, selten wird mal ein cooles Stück angespielt und entfacht dann doch seine Wirkung.

Zu den Schauspielern brauch ich nicht viel schreiben, wir kennen sie doch schon von den anderen Filmen, und es gelingt ihnen recht gut ihre Charaktere weiterzuentwickeln, auch wenn jedem Einzelnen doch recht wenig Zeit gewidmet wird. So erleben wir auch hier wieder freudige Höhen und traurige Tiefen. Und so endet die Geschichte um Iron Man Captain America und Co. Doch weitere Filme sind schon am Start bzw. in Planung. Schaun wir mal wies mit Spiderman und den Guardians of the Galaxy weiter geht.

Fazit:

Avengers: Endgame schließt eine Serie von gesamt 22 Superheldenfilmen fulminant ab. Klar war ja schon vor dem Film, dass sie wieder die Welt retten werden, doch der Preis ist hoch. Bis dahin unterhalten uns drei Stunden nostalgische Begegnungen, einige witzige Szenen und natürlich eine Alles entscheidende Schlacht.

4/5

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