Herr der Ringe – Die Gefährten (Filmkritik)

Im zweiten Zeitalter Mittelerdes lässt Sauron mit Hilfe des Herrschers der Elben 19 Ringe der Macht schmieden. (3 für die Elben, 7 für die Zwerge und 9 für die Menschenkönige) Doch sie alle werden von Sauron betrogen. Heimlich schmiedet er den einen Ring, der es vermag, alle anderen zu beherrschen.

Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden

Bei der letzten Schlacht des zweiten Zeitalters gelang es Isildur, mit dem abgebrochen Heftstück des Schwertes Narsil, Sauron den Finger, an dem der Ring steckte, abzuschlagen. Der dunkle Tyrann schien besiegt zu sein. Der Elbenherrscher Elrond verlangte von Isildur, den Ring im Feuer des Schicksalsberges zu vernichten. Doch der Mensch war schwach. Er behielt den Ring und zog von dannen.

Doch der Ring verriet Isildur, dieser wurde von einer Horde Orks getötet. Und Geschichte wurde Legende, und was nicht in Vergessenheit geraten hätte dürfen, ward vergessen.

Jahrhunderte später fand der Ring zum Geschöpf Gollum. Er vernebelte seine Sinne, Gollum wurde von allen verstoßen, die er liebte, und zog sich in eine verlassene Orkhöle zurück, und hütete den Ring wie einen Schatz.

Dann geschah etwas, womit der Ring nicht gerechnet hatte. Er fiel in die Hände eine Hobbit. Bilbo Beutlin war nun der neue Ringträger. Er sollte mit ihm noch viele Abenteuer erleben.

An seinem 111ten Geburtstag beschließt Bilbo seiner Heimat den Rücken zu kehren, und sein Hab und Gut an seinen Neffen Frodo weiterzugeben. Dazu gehört auch der eine Ring, obwohl es Bilbo schwer fällt, ihn aus der Hand zu geben.

Nach kurzen Nachforschungen bemerkt Gandalf, womit es sein Freund Frodo nun zu tun hat. Er beauftragt den jungen Hobbit, in Begleitung seines Freundes Sam, mit dem Ring nach Bree zu gehen, wo sie sich im “Gasthaus zum tänzelnden Pony“ wieder treffen sollten. Gandalf reitet zu seinem Ordensvorsteher Saruman, um ihn um Rat zu bitten.

Doch die Reise der Hobbits ist gefahrvoll. Denn sie werden von den Nazgûl, den 9 Ringgeistern, verfolgt. Auf dem Weg nach Bree schließen sich noch Merry und Pippin den Helden an. Im Gashaus angekommen, warten sie vergeblich auch Gandalf. Der Waldläufer, Aragorn, nimmt sich der Hobbits an und führt sich nach Bruchtal.

Nach einem Zwischenfall auf der Wetterspitze, bei dem Frodo schwer verletzt wird, kommen sie nun schließlich in Bruchtal an. Nachdem der junge Hobbit genesen ist, ruft Elrond den Rat ein, um zu beschließen, was mit dem einen Ring geschehen soll. Jemand muss den Ring nach Mordor bringen, und in die Flammen des Schicksalsberges werfen.

Frodo meldet sich für diese Mission. Er wird begleitet von den anderen drei Hobbits, Gandalf dem Grauen, dem Zwerg Gimli, dem Elb Legolas, und den beiden Menschen, Aragorn und Boromir. Gemeinsam machen sich die Gefährten auf, den Ring nach Mordor zu bringen, immer verfolgt von Sarumans Spähern und Handlangern …

Kritik:

Lange Zeit galt JRR Tolkiens Meisterwerk als unverfilmbar. Zu komplex sei die Buchreihe. Umfasst sie doch auch mehrere Tausend Jahre Hintergrundgeschichte, die mehr oder weniger essentiell für die Gestaltung Mittelerdes ist. 1978 versuchte sich Ralph Bakshi die Geschichte mit einem Zeichentrickfilm zu erzählen. Da ihm aber das Geld ausging und das halbe Werk nicht genug einspielte, wurde die Geschichte nie zu Ende erzählt.

Es sollten wieder etliche Jahre ins Land streichen bis sich Peter Jackson der Sache annahm. Eigentlich hätte man ihm so ein epochales Werk gar nicht zugetraut, kannte man ihn bislang eher aus dem Horrorgenre mit Werken wie Bad Taste oder Braindead. Doch wir sollten uns alle täuschen.

Gemeinsam mit seiner Frau und einem Autorenteam arbeiteten sie die Bücher von Anfang bis Ende durch und entwickelten ein Drehbuch. Dabei mussten leider einige Passagen und Charaktere aus den Büchern weichen, wie zum Beispiel Tom Bombadil und sein ganzer Wald. Dennoch konnte Jackson die Geschichte sehr gut einfangen. Nicht zuletzt wegen der hervorragenden Ausstattung und Wahl der Locations.

So wurde die Filmreihe in Neuseeland gedreht, wo die natürliche Landschaft schon Einiges an Flair bietet. Die Gestaltung dergleichen, sowie die Gebäude wurden sehr detailverliebt und daher auch Vorlagengetreu gemeistert. Auch die Kleidung und die Waffen sind sehr gelungen. Hervorragend ist auch die Filmmusik, die eigens komponiert wurde. Jackson hat die drei Filme gleich am Stück drehen lassen, was offensichtlich die richtige Entscheidung war.

Der erste Teil führt uns in die fantastische Welt ein und stellt die Charaktere vor. Diese wurden sehr gut vom Buch übernommen und auch die Wahl der Besetzung ist sehr gelungen. Alle wurden gut ausgearbeitet und entwickeln sich auch, wie sie es in der Vorlage tun.

Die Stimmung im Film entwickelt sich analog zur Geschichte, so starten wir im grünen und unbeschwerten Auenland. Je weiter die Reise der Gefährten geht, desto düsterer und bedrohlicher wird die Szenerie. Dies gipfelt dann in den Minen Morias, wo Gemeinschaft auf eine harte Probe gestellt wird und zerbricht. Doch diese Entwicklung ist durchaus notwendig für den weiteren Verlauf der Geschichte.

Fazit:

Der Auftakt von Herr der Ringe läutet ein epochales Filmerlebnis ein und stellt eine würdige Verfilmung der Vorlage dar.

5/5

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