World War Z (Filmkritik)

Für Gerry Lane und seine Familie begann der Tag wie jeder andere. Nach dem Frühstück werden die Kinder zur Schule gebracht. Doch auf dem Weg dorthin geschieht das Unfassbare. Massenpanik breitet sich aus, Zombies fallen über Menschen her und verwandeln diese binnen Sekunden in Untote. Die Stadt ist im Ausnahmezustand, für Gerry gilt nun seine Familie raus zu bringen.

Und da Gerry ein ehemaliger UN Agent ist, hat er noch Freunde in der Behörde, die ihn aus dem Krisengebiet ausfliegen und zum mobilen Stützpunkt auf einen Flugzeugträger bringen. Dort wird ihm das Ausmaß der Katastrophe klar. Sie sind überall, die ganze Welt ist betroffen. Die Hoffnung wird immer geringer. Nun liegt es an Gerry, nach einer Lösung zu suchen…

Kritik:

Brad Pitt in einem Zombiefilm? Ja, warum denn eigentlich nicht? Und wenn man schon einen „großen“ Star dabei hat, sollte man das Ganze auch groß aufziehen, und so ist gleich die ganze Welt davon betroffen. Eine Pandemie sozusagen. SARS und H1N1 haben nicht funktioniert, als werden nun Zombies auf die Menschheit losgelassen. Der Ursprung des Ganzen? Nun ja, den weiß eigentlich niemand genau, was dem Film eigentlich recht gut tut. Es bleiben Fragen offen.

Und einige Vermutungen werden in den Raum geworfen, so ließ zum Beispiel Nordkoreas Führung allen Menschen die Zähne ziehen, damit sie als Zombies niemanden beißen können, oder Israel baut eine Mauer, als hätte es von der nahenden Pandemie gewusst. Versöhnlicherweise werden dann auch noch alle Palästinenser rein gelassen. Aber widmen wir uns wieder dem Film selbst. Wenn auch der Umstand, dass der Held fast immer ein ausgedienter Spezialagent, oder Soldat ist…

Nach der kurzen Einleitung geht auch schon die Action los. Schnelle, hektische Schnitte sollten wohl die Dramaturgie der Zombieszenen steigern, sorgen aber eher für Kopfschmerzen. Der 3D Effekt tut sein nämliches dazu, und dabei wäre er nicht unbedingt notwendig gewesen. Gelegentlich gibt es ein paar Schockmomente, welche sich aber in Grenzen halten. Atmosphäre kommt in den Eröffnungsszenen gar nicht auf. Die Massenszenen sind doch ein wenig beeindruckend. Und gelegentlich warten die Zombies mit ungewollt komischen Szenen auf. Gut dargestellt sind die panischen Leute bei den Hamsterkäufen, und Polizisten die sich nicht mehr um das Gesetz scheren

Da wirds dann gegen Ende des Films schon um Einiges besser. Beklemmende Spannung und eine dichte Atmosphäre sorgen für richtiges Horrorfilmfealing. Apropos Gewalt: die musste für die Kinoauswertung weichen. Somit gibt es so gut wie gar kein Blut zu sehen und einige Schnitte sind offensichtlich.

Getragen wird der Film von Brad Pitt, der den charismatischen Agenten sehr gut rüber bringt. Die anderen Charaktere verblassen relativ schnell, wird ihnen doch nicht mal ein bisschen Tiefe verliehen. Dramaturgisch kann noch Gerrys Frau überzeugen. Natürlich dürfen die kleinen Kinder auch hier nicht fehlen. Was wäre denn schon eine richtige Zombieapokalypse, wenn da nicht zwei oder drei hilfsbedürftige Kinder im Weg rumstehen würden…

Was bleibt ist eine relativ gute Idee, das Ganze auf die Welt auszubreiten, die amerikanische Regierung dazinzuraffen und auch einen funktionierenden Zusammenhalt inkl Hilmfsbereitschaft unter den Überlebenden zu  zeigen. Utopie und Dystopie zugleich. Und da die Menschheit gerne zur Hysterie neigt, trifft World War Z den Nerv genau.

Fazit:

Alles in Allem ein solider Zombieactionfilm mit einem stets gut agierenden Hauptdarsteller, sowie einigen netten neuen Ideen. Spannend wirds ersts gegen Ende des Films.

2/5

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Ein Kommentar zu „World War Z (Filmkritik)

  1. Der Film war nix… Viel Gerenne und am Ende eine schnell hin geschusterte Lösung… Wir machen uns alle krank und dann sind wir sicher vor den Zombies… Sterben wir eben an der Krankheit, da es keine funktionierende Infrastruktur mehr gibt…

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