World Trade Center (Filmkritik)

Der 11. September 2001 – ein ganz normaler Tag. So scheint es jedenfalls am Morgen. Die Polizisten John McLoughlin (Nicolas Cage) und Will Jemano (Michael Pena) verabschieden sich von ihren Familien und begeben sich zum Arbeitsplatz.

Stunden später werden sie in die Zentrale gerufen. Ein Flugzeug sei in das World Trade Center gestürzt. War es ein Unfall, oder gar ein Anschlag? Niemand weiß es zu dem Zeitpunkt. Die Einsatzkräfte wissen nur, dass sie die Leute in dem Turm evakuieren müssen. John, der jahrelang im WTC gearbeitet hat, soll den Einsatz leiten.

Er begibt sich mit einigen Freiwilligen unter den ersten Turm, um Sauerstoffflaschen zu holen, und anschließend mit der Evakuierung zu beginnen, als plötzlich ein weiters Flugzeug in den zweiten Turm fliegt. Die brennenden Türme beginnen einzustürzen. John und seine Männer können sich noch in einen der Fahrstuhlschächte retten, werden dort aber auch verschüttet…

Kritik:

Die Vorkommnisse am 11.9.2001 haben die Welt verändert. War es ein Terrorakt, von radikalen Islamisten geplant, um in der westlichen Welt ein Denkmal zu setzen? Oder war die Aktion gar vom CIA geplant worden, um Buschs Kriegstreibereien voran zu treiben, und die Waffenindustrie anzukurbeln, deren Aktionäre größtenteils die Republikaner sind? Denn die haben auf jeden Fall davon profitiert.

Im World Trade Center waren normalerweise zwischen 50.000 und 60.000 Menschen. Doch an jenem Tag befanden sich nur wenige (entbehrliche) in den Türmen. Wo waren die alle? Mittagspause? Jedenfalls starben bei dem Anschlag 2.749 Menschen. Nur 20 Leute konnten in den Trümmern lebend geborgen werden. Die beiden Polizisten John und Will waren unter den 20.

Oliver Stone nahm sich des Themas an, und holte mit Nicholas Cage einen erstklassigen Schauspieler ins Team. World Trade Center ist Stones ruhigster, meiner Meinung nach schlechtester Film. Es beginnt wie die klassische Heldengeschichte. Ruhiger Anfange, Katastrophe und eine Hand voll selbstloser Helden, die sich ins Geschehen stürzen, um die Menschen zu retten. Doch dann, die Wende. Die Helden werden verschüttet und müssen nun selbst auf Hilfe warten.

Um Abwechslung in die stillstehende Handlung zu bringen, blendet nun Stone auf die Familien der beiden Hauptcharaktere, und zeigt deren Verzweiflung beim endlosen Warten auf Nachricht. Zwischendurch werden noch Rückblenden aus glücklichen Familientagen eingeblendet. Viel mehr passiert auch nicht. Und wenn man die zwei Stunden abgewartet hat, werden die beiden endlich gerettet. Beendet wird das Ganze mit jeder Menge Pathos und einer Feier um die Überlebenden zu ehren, und der Verstorbenen zu gedenken. Kurz gesagt, der Film ist Anfangs interessant, wird dann aber so derartig langweilig.

Die beiden Hauptdarsteller bemühen sich das Beste aus ihrer Rolle rauszuholen, doch lässt es das Drehbuch nicht zu. Sie liegen unter Trümmern und versuchen sich durch Konversation wach zu halten. Für diese Rolle braucht man keinen Nicolas Cage, das hätte jeder Anfänger geschafft. Cage kann hier auch keine Wunder bewirken. Die übrigen Darsteller wirken sehr bemüht, können durch ihre beschränken Rollen aber auch nicht viel beitragen.

Fazit:

Der Film schildert die wahren Begebenheiten aus Sicht von zwei verschütteten Polizisten. Viel mehr gibt deren Story auch nicht her.

1,5/5

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s