Wilderness (Filmkritik)

In einem Gefängnis für jugendliche Straftäter nimmt sich ein Junge das Leben. Daraufhin werden seine Zimmergenossen, mitsamt dem Neuzugang und einem Aufseher, auf eine einsame Insel gebracht, wo sie Teamwork lernen sollen. Der Aufseher hält einige Aufgaben und Mutproben für seine Gefangenen bereit.

Bei ihren Streifzügen bemerken sie, dass sie doch nicht ganz alleine auf der Insel sind. Eine Gruppe junger Frauen campt hier. Und nachdem die Revierfrage geklärt wurde, trennen sich ihre Wege wieder. Doch als sie eine Leiche finden, raufen sich die beiden Gruppen widerwillig zusammen.

Kurze Zeit später erkennen sie, in welcher Gefahr sie sich befinden. Ein Unbekannter greift aus dem Hinterhalt mit einer Armbrust an, und sein Rudel Schäferhunde erledigt den Rest. So verlieren die Gruppen ihren Aufseher und sind nun auf sich allein gestellt. Ein Kampf ums nackte Überleben beginnt…

Kritik:

Die Handlung ist nichts Neues, einsame Insel, Leute, die dort campen, ein Mörder, kein Entkommen. Dennoch kann “Wilderness“ überzeugen. Eine Gruppe aus Menschen verschiedensten Charakters steht einem übermächtigen Killer gegenüber. Und dabei versuchen sie gar nicht erst zusammen zu arbeiten, wie es in einem 08/15 Film sicher der Fall wäre.

So unterschiedlich die Charaktere auch sind, sie bleiben ihren jeweiligen Klischees treu und entwickeln sich in deren auch weiter. Nur einer bricht im Verlauf des Films aus seiner Rolle aus und sorgt somit für die Auflösung des Ganzen. Die Jungdarsteller spielen überraschend gut und können in ihren Rollen überzeugen.

So kommt der Hautdarsteller, Callum, gerade ins Gefängnis, als sich die Lage dort schon zuspitzt. Der selbst ernannte Chef unter den Häftlingen terrorisiert mit seinem “Schoßhündchen“ die Schwächeren der Gruppe. Einer seiner Opfer wird mit dem Druck nicht fertig und nimmt sich schließlich das Leben. Und so werden die Jungs auf eine Insel geschickt, wo sie ihren Charakter bilden, oder ändern sollen.

Das gelingt ihnen dann im Verlauf des Films auch größtenteils. Der schweigsame Neue kristallisiert sich als egoistischer Held heraus, der Möchtegern-Anführer verkraftet die Entwicklung des eigenen Individuums seines Untergebenen nicht. Und die Anwesenheit der Mädchen macht die Sache nicht einfacher. Als sie dann auch merken, dass sie nicht zusammenarbeiten können, versuchen sie es auch nicht mehr. Nur die Angst vor dem Mörder lässt sie beisammen bleiben.

Und diese Angst ist durchaus berechtigt. Der Killer ist ihnen immer einen Schritt voraus. Er greift aus dem Hinterhalt an, und seine abgerichteten Schäferhunde erledigen die Drecksarbeit. Hierbei wird mit Blut nicht gespart. Abgetrennte Körperteile und aufgerissene Körper runden das Gesamtbild noch ab. Neben ein paar kreativen Morden bietet der Film auch eine hervorragende Atmosphäre und ab der zweiten Hälfte auch etwas Spannung und Tempo.

Fazit:

Mit interessanten Charakteren und einigen gut in Szene gesetzten Morden kann sich “Wilderness“ etwas von der Masse abheben.

4/5

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