The Lost Boys (Filmkritik)

Eine fisch geschiedene Mutter zieht mit ihren beiden Söhnen, Michael (Jason Patrick) und Sam (Corey Haim) zu ihrem Vater, um ein neues Leben zu beginnen. Sie bekommt einen Job in einer Videothek bei dem städtischen Rummelplatz.

Die städtische Idylle ist getrübt, da seit geraumer Zeit eine Rockerbande die Stadt terrorisiert. Außerdem verschwinden immer wieder Leute spurlos. Michael freundet sich mit der Rockerbande an, da er sich in eine Rockerbraut verliebt hat. Deren Anführer, David (Kiefer Sutherland) möchte, dass Michael ein Mitglied seiner Gang wird. Er lässt Michael Blut aus einer Flasche trinken, wodurch dieser zum Vampir wird.

In der Zwischenzeit erkundet Sam den örtlichen Comicbuchladen und trifft dort die Söhne des Ladeninhabers, die ihm ein Comic über Vampire empfehlen, und darauf bestehen, dass er es liest. Nach und nach bemerkt Sam, dass sich sein Bruder verändert. Michael trägt neuerdings bei Tag eine Sonnenbrille, der Hund knurrt ihn an und er fliegt durchs Wohnzimmer. Schnell wird dem Kleinen klar, dass sein großer Bruder ein Vampir ist. So wendet er sich an seine Freunde.

Währenddessen möchte David, dass Michael mit ihnen mordet. Doch der hat noch so viel Menschlichkeit in sich, um dem Blutdurst zu widerstehen. Am nächsten Tag machen sich die Brüder und Sams Freunde auf dem Weg, um die Vampire zu töten. Ihr Vorhaben misslingt, und de Blutsauger schwören Rache. Und schon bald bricht die Nacht herein…

Kritik:

Dieser temporeiche Vampirfilm vermag durchgehend zu unterhalten. Die Vampire halten sich anfangs noch sehr zurück. Man sieht sie nicht, nur das Opfer, das dann in die Luft gerissen wird. Erst nach einiger Zeit wird klar, dass die Rocker Vampire sind, und dann darf man ihnen einmal beim blutigen Mordwerk zusehen, indem sie eine Lagerfeuerparty überfallen. Hin und wieder kommt auch etwas Spannung auf.

Die Masken und Effekte sind gut und solide in Szene gesetzt, auch die Tode der Blutsauger überraschen durch ihre Härte und Kreativität. Die Musik bietet Rock und Pop der 80er und passt perfekt zum Film. Nach und nach baut sich auch die Spannung auf und die Atmosphäre verdichtet sich.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, werden vorgestellt und dürfen sich im Verlauf des Films auch entwickeln. Dabei wartet der ein oder andere noch mit einer Überraschung auf. Gelungen sind auch die Sets und die Ausstattung, so wirkt die Kleinstadt authentisch.

Kiefer Sutherland spielt den Anführer der Vampire mit gewohnter Routine, und verleiht seinem Charakter eine gewisse Coolness und vor allem Kultstatus. Jason Patrick überzeugt als großer Bruder, der Sam vor allem Unheil bewahren will, aber sich nach und nach immer mehr in den Vampir verwandelt, und nur schwer seinen Blutdurst unterdrücken kann. Corey Haim war als Sam auch die richtige Wahl, da er sich in den Charakter sichtlich eingelebt hatte, und eine ordentliche Performance bot. Auch die anderen Darsteller machen ihre Sache gut, nur der Oberboss der Vampire enttäuscht ein Wenig. Aber daran ist wohl eher das Drehbuch schuld.

Fazit:

Ein überaus gelungener Vampirfilm, der heute Kultstatus inne hat und selten erreicht wurde.

4/5

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4 Kommentare zu „The Lost Boys (Filmkritik)

      1. Findest du, dass sie so viel anders sind? Sutherland ist auf Motorrädern unterwegs, Lance Henriksen mit dem Wohnmobiel. Beides Vampirgruppen und einer, der nicht so wirklich dazu gehören will.

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      2. das ist richtig, doch das drumherum unterscheidet sich dann. lost boys ziehlt mehr in richtung komödie, während near dark den dunkleren weg geht, und mehr wert auf optische atmosphäre legt.

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