The Hamiltons (Filmkritik)

Nach dem Tod der Eltern hatten es die Hamiltons nicht leicht. Sie mussten die Farm verkaufen und zogen etliche Male um. Der Älteste, Sam, versucht die zerrüttete Familie zusammenzuhalten. Doch stellt sich dieses Unterfangen als sehr schwierig heraus.

Der Hauptgrund für die vielen Umzüge ist zweifellos die Leidenschaft der Zwillinge. Sie suchen sich junge Menschen aus der Nachbarschaft aus, die sie dann gewaltsam in den Keller verfrachten. Im Keller zeigen die Hamiltons ihr wahres Gesicht. Für die Opfer gibt es kein Entrinnen.

Doch der 14jährige Francis will aus dieser “Familientradition“ ausbrechen. Er verurteilt die Taten seiner Geschwister. Und als er sich einem Sozialarbeiter anvertrauen will, ist das dunkle Familiengeheimnis in Gefahr. Die Situation eskaliert…

Kritik:

Die Eröffnungsszene täuscht einen spannenden Horrorthriller vor. Kurz darauf ist die Spannung komplett weg und Francis stellt mittels Handkameradoku seine Familie vor. Diese Bilder sind zum Glück nur ein kleiner Bestandteil des Films. Hier nimmt sich der Film viel Zeit um auf die Sorgen des pubertierenden Jungen einzugehen. Er rebelliert gegen seine älteren Geschwister, mag nicht zur Schule gehen und entdeckt ansatzweise das Gefühl der Liebe.

Dabei wird der Film jeden Tempos beraubt. Doch die heimliche Leidenschaft der Familie bringt dann wieder etwas Schwung in die Sache, oder besser gesagt, in den Keller. Denn dort warten zwei junge Frauen auf ihre Hinrichtung. Gute Ansätze werden sogleich zunichte gemacht. Die Mädels hängen da einfach nur rum, und versuchen nicht mal zu entkommen. Man hat ihnen anfangs keinerlei Persönlichkeit verliehen. Erst als sich die Eine mit Francis anfreundet entwickelt sie ihren Charakter.

Die wenigen Morde geschehen dann aber im Off. Die Kellerszene ist dabei atmosphärisch gut umgesetzt. Der Zuseher kann sich selbst ausmalen was mit der Frau passieren wird. Danach nehmen Spannung und Atmosphäre allerdings wieder rapide ab und der Film tümpelt in Richtung Finale. Hierbei gibt es dann eine Wendung, welche die Handlung wieder interessant macht.

Die Darsteller agieren dabei auf Sitcom-Niveau. Keiner kann wirklich überzeugen. Aber extrem Negativ fällt auch niemand auf. Dem jungen Hauptdarsteller nimmt man allerdings die 14 Jahre auch nicht mehr ganz ab.

Fazit:

Bis zur Wendung erinnert der Film an einen müden Abklatsch von diversen Genrevertretern. Dennoch rettet das Ende nicht über die Längen hinweg.

2/5

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