The Abandoned – Die Verlassenen (Filmkritik)

Mary wurde als Baby von einem britischen Ehepaar adoptiert. 40 Jahre später kehrt sie nach Russland zurück, um herauszufinden, wer ihre leiblichen Eltern waren, die vor 40 Jahren verstorben sind. Marys Anwalt übergibt ihr die Unterlagen des alten Familiensitzes, der nun ihr gehört.

Also beschließt sie, dort hin zu fahren, und erhofft sich, Antworten zu finden. Ein Fahrer bringt sie zu dem Anwesen, das mitten in der Wildnis auf einer Insel in einem Fluss gebaut wurde. Als ihr Fahrer im Wald verschwindet, erkundet Mary die Insel auf eigene Faust. Beim Haus angekommen, merkt sie schließlich, dass etwas nicht stimmt. Doch da ist es bereits zu spät…

Kritik:

Viel gibt die Handlung nicht her, aber das reicht aus um einen spannenden Horrorfilm zu kreieren. Zu Beginn erzählt Marys Tochter die Geschichte ihrer Mutter. Nach der kurzen Einleitung ist Mary bereits auf dem Weg zu ihrem Anwalt in Russland. Sie stellt klar, dass sie kein Interesse an Immobilien hat, und nur etwas über ihre Eltern herausfinden will.

Schon auf dem Weg zum Haus wird sie von einem Alptraum aus dem Schlaf gerissen, der den Zuschauer bereits auf das noch Kommende vorbereitet. Im Haus begegnet Mary nicht nur ihrem Bruder, sondern ihrer eigenen Vergangenheit und Zukunft. Mit der Zeit wird der Film immer komplexer, und man hat das eine oder andere “Aha-Erlebnis“.

Besonders in der ersten Hälfte kann der Film mit einer dichten Atmosphäre und nervzerreißender Spannung überzeugen. Das verfallene Haus trägt seinen Teil dazu bei. Während Mary das Haus erforscht stößt sie auf Gestalten, die sie zu Tode erschrecken. Nach und nach kommt sie, mit Hilfe ihres Bruders, auf das Geheimnis ihrer Familie, und den Zweck ihrer Anwesenheit in dem Haus.

Bei der zweiten Hälfte spitzt sich die Lage weiter zu. Jedoch lässt hier der Spannungsbogen wieder deutlich nach. Als Entschädigung wird der Film etwas brutaler. Die Effekte sind sehr gut gelungen. Blut gibts jedoch nur am Ende, also sollten sich Gorehounds nicht zu viel erwarten. Der Film ist eher was für Gruselfans. Und hier kann er wirklich überzeugen, wenn auch die Handlung dann etwas suspekt wird.

Fazit:

Grusel und Mysteryfans werden bei “The Abandoned“ ausreichend bedient. Atmosphäre und Spannung sind hervorragend. Splatterfans könnten allerdings enttäuscht werden.

4/5

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