Texas Chainsaw Massacre – The Beginning (Filmkritik)

August 1939: In einem Schlachthaus, irgendwo in Texas, bringt eine Frau ein entstelltes Kind zur Welt. Kurzum wird das Neugeborene in den Müll geworfen und von Mutter Hewitt gefunden, und mit auf ihre Farm genommen. Dort wächst der Junge, den sie Thomas nennt auf, und beginn schließlich im Schlachthaus zu arbeiten.

Juli 1969: Das Gesundheitsamt schließt das Schlachthaus, und Tommy verliert seinen Job. Doch bevor er die Firma verlässt, bringt er noch seinen ehemaligen Chef um. Es dauert nicht lange, bis der Sheriff des kleinen Ortes, den die Einwohner nach Schließung der Firma fluchtartig verlassen, an die Haustür der Hewittfarm anklopft, und nach Tommy verlangt. Da er nicht zuhause ist, erklärt sich sein Onkel bereit, mit dem Polizisten auf die Suche nach dem Jungen zu gehen.

Schließlich finden sie ihn auf der Straße, mit einer Kettensäge in der Hand. Als der Sheriff mit ihm reden will, wird er von Tommys Onkel erschossen, der sich nun selbst zum Sheriff ernennt. Da es aber um die Leiche schade wäre, wird sie mitgenommen und fürs Abendessen verkocht.

Währenddessen bereiten sich die beiden Freunde Eric und Dean darauf vor, mit ihren Freundinnen zum Army Sammelpunkt zu fahren, denn die beiden werden in den Vietnamkrieg eingezogen. Eric ist von vorn herein begeistert, und erwartet auch dieselbe Euphorie von seinem besten Freund. Dean jedoch möchte mit dem Krieg nichts zu tun haben, und will mit seiner Bailey nach Mexiko flüchten.

Und so machen sie sich auf den Weg quer durch Texas. Nach einem Halt bei einer Raststätte werden die Vier von einer Bikerin verfolgt. Abgelenkt, übersieht Eric eine Kuh, das Auto überschlägt sich und seine Freundin Chrissie wird raus geschleudert. Die Motorradfahrerin geht zum Wrack, doch bevor sie sich versieht, kommt der Sheriff und erschießt sie. Er packt die Leiche und die drei verletzten Teens in seinem Wagen, und fährt mit ihnen direkt zur Schlachtbank, der Farm der Hewitts. Nun liegt es an Chrissie, ihre Freunde zu retten …

Kritik:

Bereits 1974 überraschte Tobe Hooper mit seinem schockierenden Meisterwerk. Dieses zog 3 mehr oder weniger schlechte Fortsetzungen nach, bis sich 2003 Produzent Michael Bay an ein Remake wagte, das Horrorfans überraschte. Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch dieses Remake eine Fortsetzung erfahren würde. Hier entschied man sich allerdings für die Vorgeschichte.

Und so wohnen wir Tommys Geburt bei, und erfahren während der Opening-Credits Bruchstücke aus seiner Jugend. Wie sehr er sich selbst gehasst haben muss, als er sich das entstellte Gesicht zerschnitt, eine Maske aus Tierhaut formte und sich diese drüber zog. Und als er seinen Arbeitsplatz verliert, scheint es für ihn, als nimmt man ihm seinen Existenzgrund. In seiner Verzweiflung ermordet er seinen Chef.

Zu allem Überdruss unterstützt ihn sein Onkel, der sich selbst zu Sheriff Hoyt erklärt, bei seinen Taten und ermutigt ihn sogar zu weiteren Gräuel. Der Sheriff hat seine Familie vollends im Griff. Kein Mitglied hinterfragt seine Absichten, nicht mal als er der Familie selbst schadet. Sie nehmen es einfach so hin.

Die vier Teens folgen von Anfang bis zu ihrem Ende ihrer Linie. Sie werden kurz vorgestellt, und interagieren untereinander hervorragend. Die vier Jungschauspieler überzeugen in ihren, nicht wirklich anspruchsvollen, Rollen. Eine Charakterentwicklung ist jedoch nicht auszumachen. Sie dienen rein als Opfer für die Gorehounds unter den Zusehern. Und für die zahlt sich auch das Warten im Mittelteil aus.

Nach dem interessanten Beginn, und dem Unfall wird der Film erstmal etwas langsamer. Der Sheriff darf die beiden Burschen drillen, und Chrissie ist auf dem Weg zum Haus. Erst gegen Ende dreht der Film (in der Unrated Fassung) voll auf. Hierbei kommt Leaterhfaces Kettensäge anständig zum Einsatz, und die Kamera hält voll drauf. Das Tempo, sowie die Spannung steigen drastisch bis zum überraschenden Showdown an.

Fazit:

Natürlich ist vom Charme des Originales nach dem xten Aufguss nichts mehr übrig. Betrachtet man allerdings diesen Film uns seinen direkten Vorgänger als eigenständige, für die Massen produzierte, Reihe, vermag sie doch zu überzeugen, und vor allem zu unterhalten.

4/5

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