Der Sternwanderer (Filmkritik)

Der König von Stormhold (Peter O’Toole) liegt im Sterben, und somit ist es an der Zeit, einen Nachfolger zu bestimmen. Wie es die Familientradition verlangt, erbt der letzte überlebende männliche Nachkomme den Thron. Da sich aber seine Söhne mit dem Ermorden ihrer Brüder zu viel Zeit gelassen hatten, und der König es nun selbst mit dem Sterben sehr eilig hat, schickt er einen magischen Rubin in den Himmel. Jener Sohn, der den Stein findet und zum Palast zurückbringt, wird König. Der Rubin fliegt hoch in den Himmel, und reißt einen Stern vom Nachthimmel.

Währenddessen plagen den jungen Kaufmanngehilfen Tristan (Charlie Cox) im benachbarten Städtchen Wall ganz andere Sorgen. Er ist hoffnungslos in Victoria verliebt. Sie hat ihre Hand allerdings schon einem Anderen versprochen. Um seine Liebe zu beweisen, verspricht ihr Tristan den Stern zu bringen, der gerade eben vom Himmel gefallen ist. Dieses Versprechen vermag Victoria dann doch ein wenig zu beeindrucken, und so stellt sie ihm ein Ultimatum von einer Woche, bevor sie dem Antrag des Nebenbuhlers annimmt.

Und so macht sich Tristan auf dem Weg nach Stormhold. Jedoch scheitert sein Versuch bereits beim Mauerwächter, der seit 80 Jahren niemanden aus der Stadt durch den kleinen Durchgang gelassen hat. Eigentlich fast niemanden. Tristans Vater war vor 18 Jahren im fernen Königreich, und offenbart nun seinem Sohn dessen Herkunft. Er gibt dem Jungen den Brief seiner Mutter, mitsamt einer babylonischen Kerze, mit der Tristan am schnellsten reisen kann.

Und so macht sich Tristan ein weiteres Mal auf dem Weg, um den Stern zu finden und Victoria seine Liebe zu beweisen. Doch anstatt eines Sternes findet er eine junge Frau, Yvaine (Claire Danes) im Bademantel vor, die von ihrer derzeitigen Situation gar nicht begeistert ist. Jetzt fangen Tristans Probleme erst richtig an. Drei Hexen möchten den Stern für sich beanspruchen, um mit seiner Hilfe die ewige Jugend zu erneuern. Ihre Anführerin (Michelle Pfeiffer) geht über Leichen, um den Stern zu finden. Und die noch lebenden Prinzen begeben sich auf die Jagd nach dem Rubin, welchen Yvaine bei sich trägt. Und so beginnt für Tristan ein Abenteuer, das sein Leben verändern wird …

Kritik:

Der Sternwanderer führt den Zuseher in eine atemberaubende Fantasywelt, die fast alles beinhaltet, was der Genrefan erwartet. Die Umsetzung hält sich nur indirekt an die Literaturvorlage, dennoch vermag der Film mit hervorragenden Charakteren, grandiosen, wenn auch aus dem Computer stammenden, Landschaftsaufnahmen, einer guten Mischung aus Fantasy und Lovestory, sowie jeder Menge Magie und Zauberei zu überzeugen.

Auf die Effekte wurde sehr viel Wert gelegt, so wirken sie zu keiner Zeit übertrieben oder billig. Und wie es sich für einen Fantasyfilm gehört, lässt die Hexe des Öfteren ihre Magie für sich arbeiten. Hierbei steigern sich das Tempo, sowie die Spannung, was dann in beeindruckenden Bildern gipfelt, und der Hexe langsam, aber sicher die Jungend raubt. Um diese wieder zurück zu gewinnen, muss sie den Stern finden.

Und so begleiten wir Tristan, die mordlustigen Prinzen und die böse Hexe auf ihrer Reise durch diese Welt. Im Verlauf des Filmes treffen sie immer wieder auf hervorragende Nebencharaktere, die auch für jede Menge Humor sorgen. Eben diese Details sorgen für einen positiven Nebengeschmack. Seien es jetzt die Geister der verstorbenen Prinzen, oder die wilden Luftpiraten, sie alle wissen zu begeistern.

Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet und besetzt. Der eher unbekannte Hauptdarsteller Charlie Cox verblasst neben Größen wie Michelle Pfeiffer und Robert DeNiro. Auch Peter O’Toole vermag bei seinem kurzen Auftritt zu überzeugen. Manche Charaktere durchleben im Laufe des Films eine interessante Entwicklung.

Fazit:

Und so vergehen die 130 Minuten wie im Flug. Fantasy, Humor und Liebesgeschichte wechseln immer im rechten Moment, sodass der Film auch für ein breiteres Publikum zugänglich ist.

4,5/5

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3 Kommentare zu „Der Sternwanderer (Filmkritik)

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