Sleepless (Filmkritik)

Eine junge Frau wird bestialisch ermordet. Die Polizei findet am Tatort ihren verängstigten Sohn vor. Kommissar Moretti verspricht dem Jungen, den Täter zu finden.

17 Jahre später: Der Fall wurde vor Jahren aufgeklärt und der Serienkiller, der als Zwergenmörder in die Kriminalgeschichte einging, beging Suizid. Kommissar Moretti ist mittlerweile im Ruhestand. Der Junge, Jacomo, zog nach Rom, um die grausige Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Plötzlich beginnen die Morde von neuem. Die Polizei ist der Meinung, dass es sich um einen Nachahmungstäter handelt. Jacomo reist nach Turin um sich seiner Vergangenheit zu stellen. Gemeinsam mit Kommissar Moretti versucht er den Fall auf eigene Faust zu lösen. Dabei begeben sich die beiden selbst in höchste Gefahr…

Kritik:

Dario Argento lieferte mit “Sleepless“ einen soliden Krimi ab. Der Film erfindet das Genre zwar nicht neu, bietet aber eine interessante, aber nicht neue, Handlung, Spannungsmomente und ein paar exzellente Morde. Unterlegt ist das Ganze mit einem hervorragenden Goblin-Soundtrack. Dieser ist auch schon das Beste an dem Film.

Kurz nach dem Intro kündigt der Killer seine Rückkehr an, indem er zwei junge Frauen ermordet. Auch der Junge aus dem Vorspann kehrt an den Ort des Geschehens zurück, denn er hat noch eine Rechnung mit dem Mörder offen. Er ermittelt auf eigene Faust, denn die Polizei tappt weiterhin im Dunkeln. Allzu glaubwürdig wirkt er dabei aber nicht gerade.

Überzeugend hingegen sind einige der Morde. Einige Wenige sind zwar eher zurückhaltend, die anderen bieten gut gemachte Effekte und etwas Blut. Diese Szenen sind gut auf den ganzen Film verteilt, so dass nie Langeweile aufkommt. Die Spannung steigt somit des Öfteren kurzfristig an, und arbeitet sich nicht nur auf das Ende zu. Goblin trägt hier viel dazu bei.

Mit der Rückkehr von Kommissar Morettis Erinnerungen beginnt sich auch der Fall schön langsam aufzuklären. Jedoch darf man bis zuletzt raten, wer nun der Mörder ist. Argento versucht den Zuseher anfangs noch auf eine falsche Fährte zu führen. Mit der Zeit werden auch Nebencharaktere interessant und wichtig für den weiteren Handlungsverlauf. Am Ende wird der Fall dann aufgeklärt. Leider wird kein stichhaltiges Motiv geliefert. Dennoch wird versucht, die Zusammenhänge zu erklären, was teilweise auch gelingt, aber größtenteils weitere Fragen aufwirft.

Die Darsteller sind durchschnittlich. Einzig Max von Sydow kann teilweise überzeugen. Ansonsten fällt keiner positiv oder negativ auf. Die Charaktere sind Genretypisch gestaltet, und agieren auch dementsprechend.

Fazit:

Für Gorehounds sicher nicht uninteressant, bietet der Film auch für Krimifans ordentlich Stoff. Dennoch siedelt sich das Werk eher im Durchschnitt an.

3,5/5

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s