Silent Hill (Filmkritik)

Die kleine Sharon schlafwandelt. Ihre Mutter, Rose, macht sich große Sorgen, da das Kind im Schlaf auch von einem Ort Namens Silent Hill spricht. Also beschließt sie, mit ihrer Tochter dort hin zu fahren. Doch diesen Ort zu finden gestaltet sich alles Anderes als einfach. Noch dazu ist ihr Mann damit nicht einverstanden, und da er sie nicht aufhalten konnte, lässt er ihre Kreditkarten sperren.

Das hindert Rose aber nicht daran, den richtigen Hinweis zu finden. Auf der Flucht vor einer Motorradpolizistin kommt sie schließlich nach Silent Hill, wo sie sogleich einen Unfall hat. Als Rose wieder zu sich kommt, ist ihre Tochter verschwunden. So geht sie in die Stadt hinein, um nach Sharon zu suchen. Im Nebel glaubt Rose ihr Kind zu sehen, und folgt ihr in einen dunklen Keller hinab.

Plötzlich ertönt eine Sirene. Das beklemmende Kellergewölbe verwandelt sich in einen Vorhof zur Hölle. Blutrünstige Kreaturen lechzen nach Rose. Währenddessen macht sich ihr Mann auf den Weg, um sie zu suchen. Dabei bringt er einiges über die Geschichte des Ortes in Erfahrung. Rose hingegen trifft erneut auf die Polizistin, nicht ahnend, dass diese eine wertvolle Verbündete werden wird…

Kritik:

Ein weiterer Beitrag zum Genre der Spieleverfilmungen, diesmal aber ein durchwegs gelungener. Da ich das Spiel nicht kenne, bin ich unbelastet an den Film ran gegangen. Vorab sollte erwähnt werden, dass die Handlung in verschiedenen Dimensionen spielt.

Rose und die Polizistin schlittern in die vom Dämonen erschaffene Parallelwelt, die grandios in Szene gesetzt wurde. Die halb verfallene Stadt ist in Nebel und Ascheregen gehüllt, die nur nach und nach die nächsten Gebäude enthüllen, so wie auch die Handlung Häppchenweise die Vergangenheit der Stadt offenbart. Die in Nebel getauchte Stadt, sowie die düsteren Gebäude und Kellergewölbe bieten somit auch einiges an Spannung, wenn Rose nur mit einem Feuerzeug, oder einer Taschenlampe sie durchstreift. Die Produzenten ließen dazu eine Stadt in Kanada herrichten, wo sie viel Wert aufs Detail legten.

Aber die ganze Pracht der Optik entfaltet sich wenn die Sirene ertönt. Finsternis breitet sich aus, die Umgebung verfällt, als würden Jahrzehnte vergehen, und dann kommen sie. Die Kreaturen, die allesamt aus dem Computerspiel entstammen, und auch via PC im Film erstellt wurden sind bis ins Detail fein säuberlich ausgearbeitet. Sie wirken recht bedrohlich und hypen die Spannung noch eine Spur weiter nach oben. Man fiebert mit Rose richtig mit. Dabei wird auch das Tempo gesteigert, und so vergehen die 2 Stunden fast im Flug. Und für eine 16er Freigabe bietet der Film dann auch noch einige brutale Szenen, vor allem gegen Ende. Die Filmmusik trägt zur Spannung bei und ist gut gewählt.

Roses Mann hingegen verbleibt in der aktuellen Dimension. Er sucht sie in der  verlassenen Stadt. In einer Szene glaubt er sie zu spüren, ihr Parfum zu riechen, was ein kleiner Hinweis ist, dass die Dimensionen nicht ganz so weit auseinander sind und Rose eigentlich zur selben Zeit durch den Raum schreitet. Nicht desto Trotz bremsen die Szenen mit Sean Bean den Film leider ein wenig, dennoch erfährt man in den Szenen einige relevante Informationen über die Stadt, um die Ereignisse in Roses Dimension besser zu verstehen.  Mit der Einführung der Dorfgemeinschaft verliert der Film wieder an Tempo, dafür steigert sich noch mal die Brutalität, und auch die Handlung schreitet voran.

Die Darsteller überzeugen durch die Bank. Sogar die Nebenrollen spielen routiniert. Besonders gut hat mir dabei die eine, wie eine Hexe wirkende, Frau, der eine tragende Rolle im Film zugedacht ist, gefallen.

Fazit:

Ein wirklich gelungener Film, an dem mich nur der Bremser (Sean Bean) und der Tempoverlust gegen Ende stören.

4/5

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s