Silent Bloodnight (Filmkritik)

Der Flatschacher See bei Feldkirchen: Mitten in der Nacht trifft sich die Dorfjugend hier, um nackt zu baden und anschließend hinter den Büschen ihren Spaß zu haben. Bei dem wilden Treiben werden sie von der geistig verwirrten Nina beobachtet. Nina wird von zwei Jungs in den Wald geführt und anschließend vergewaltigt. Sie stirbt dabei.

Ihr Vater, der sie bereits gesucht hat, überrascht die Jungs und fordert sogleich Blutzoll. Einen erwischt er gleich, dem Anderen folgt er ins Haus, wo bereits dessen Freundin auf ihn wartet. Sie wird zum nächsten Ziel des Mörders. Zur gleichen Zeit vergnügt sich gerade die junge Reporterin Sabrina mit ihrem Freund in dessen Auto, als sie das verängstigte Mädchen vorbeilaufen sehen.

Bereits am nächsten Morgen beginnt Sabrina, wie besessen, Nachforschungen anzustellen. Ihr Vater, der bei der Polizei arbeitet, hält das Ganze für Hirngespinste und ignoriert ihre Theorien. Als Sabrina die Halskette des Mädchens, das in der Vornacht an die Autoscheibe geklopft hatte, im See findet, bekräftigt dies ihre Vermutungen.

Sabrinas Freund Matt will ihr auch nicht glauben. Nebenbei hat er außerdem viel mit dem Pfadfinderlager zu tun, das er mit einigen Freunden organisiert. Sabrina hingegen geht ihren Nachforschungen nach, was sie alsbald selbst in große Gefahr bringt…

Kritik:

“Silent Bloodnight“ ist ein österreichischer Amateursplatterfilm der sich perfekt als Partyfilm eignet, aber leider einige Schwachpunkte aufweist. Der Film wurde auch in Englisch gedreht, um ihn international vermarkten zu können. Daher haben die Charaktere auch größtenteils englische Namen.

Der Film baut gekonnt eine gute Atmosphäre auf, auch Spannung kommt teilweise zustande. Die Morde passieren allesamt Nachts, was der Atmosphäre zu Gute kommt. Das Tempo bleibt geradlinig, steigert sich erst gegen Ende. Die Morde sind schön über die Laufzeit verteilt, und teilweise recht hart inszeniert. Als Hauptmordwerkzeug kommt ein Spaten zum Einsatz. Jedoch bedient sich der Killer auch eines Küchenmessers und einem Glass voller Bienen. Die Effekte sind recht gut gemacht, auch Blut fließt genügend. Da der Mörder keine Maske oder dergleichen trägt, und er eigentlich immer schön im Licht steht, ist von Anfang an klar, wer er ist. Jedoch werden erst im Verlauf des Films die Zusammenhänge klar und warum er mordet.

Anfangs ist die Handlung aufgrund der Szenenanordnung etwas verwirrend, so fragt man sich warum der Typ zur Polizei geht, und nicht vom gerade Gesehenen berichtet, sonder eine ganz andere Meldung abgibt. Diese Szene zum Beispiel, hätte man ruhig etwas vorreihen können.

Die jungen Darsteller agieren recht bemüht, dennoch wirken sie allesamt sehr amateurhaft, was zum Großteil auch ihren Dialogen und dem gezwungenen österreichischen Hochdeutsch zu verdanken ist. Man wollte anscheinend Untertiteln in Deutschland vorbeugen, was leider der Qualität geschadet hat. Die Hauptdarstellerin scheint ihre Dialoge stur auswendig gelernt zu haben. Charakterentwicklung gibt es leider keine. Nichtsdestotrotz sind die Schauspielerinnen allesamt was fürs Auge, wobei sie auch Mal hüllenlos agieren dürfen.

Fazit:

Somit kann ich “Silent Bloodnight“ als Partyfilm mit ein paar Bieren durchaus empfehlen. Das der Film keine sündteure Hollywoodproduktion ist sollte dem Betrachter aber bereits im Vorfeld klar sein.

2,5/5

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