Shoot ’Em Up (Filmkritik)

Mr. Smith wartet auf dem Bus und verspeist genüsslich eine Karotte. Da kommt eine hochschwangere Frau daher gerannt, dicht gefolgt von einem bewaffneten Mann, der sie töten will. Smith ergreift, ohne die näheren Umstände zu kennen, die Initiative und beschließt kurzerhand der Frau zu helfen.

Die Hilfeleistung artet alsbald in einer wilden Schießerei aus, und zu allem Überdruss bekommt die Frau auch noch ihr Kind. Im Kugelhagel stirbt die junge Mutter, und Smith flüchtet mit dem Neugeborenen. Er will das Kind so schnell wie möglich wider loswerden. Dabei merkt er aber, dass es die Mörder der Frau auch auf das Baby abgesehen haben.

Und so sucht er seine Stammnutte, Donna, auf, um sie zu bitten, das Kind an sich zu nehmen. Diese lehnt aber, ohne lange nachzudenken, ab und schickt Smith weg. Kurz darauf tauchen die Gangster bei Donna auf und suchen nach Smith. Dieser lässt nicht lange auf sich warten, und flieht mit Frau und Kind.

Da er nun endlich wissen will, warum es die Männer auf das Kind abgesehen haben, beginnt Smith Nachforschungen anzustellen. Immer auf der Flucht, kommt er schließlich auf das Geheimnis. Die Chancen stehen schlecht, und Smith muss einen Weg finden, Donna und das Kind zu schützen …

Kritik:

Dass Michael Davis in seinem ersten Kinofilm “Crank“ nacheifert, ist offensichtlich. Benutzt er doch die gleichen Zutaten. Eine rücksichtslose, coole Sau als Hauptdarsteller, einen Haufen Möchtegerngangster und jede Menge Action, sowie schwarzem Humor. Handlung und Charaktere wissen dabei zu begeistern.

So wird zu Beginn der Karottenliebhaber Mr. Smith (Clive Owen) vorgestellt. Viel weiß man nicht über ihn. Im Laufe des Filmes wird ein wichtiges Ereignis seiner Vergangenheit hervorgehoben. Smith ist ein mittelloser, aus der Bahn geworfener Mann, der recht leicht auszuckt, wenn seine Mitmenschen sich rücksichtslos verhalten. Und so beschließt er auch kurzerhand der schwangeren Frau zu helfen, ohne zu wissen, warum sie verfolgt wird.

Auf seiner Flucht geht er zur einzigen Person, bei der er sich geborgen fühlt. Der Hure Donna (Monica Bellucci). Dabei weiß er gar nicht, was er ihr damit antut, sie zu bitten, sich ums Kind zu kümmern. Hat sie doch ihr eigenes Baby schon vor der Geburt verloren. Dennoch reißt Smith sie ins Abenteuer. Doch die Lage scheint fast aussichtslos, denn ihnen gegenüber steht eine Armee von Gangstern.

Diese, angeführt von dem gefallenen FBI Profiler Hertz, ahnen Anfangs gar nicht, mit wem sie sich angelegt haben. Und so sterben unzählige von ihnen wie die Fliegen. Dabei wird das Tempo stets hoch gehalten, und vermeintliche Verschnaufpausen alsbald zunichte gemacht. Hauptaugenmerk des Filmes liegt bei der Action, und diese wurde hervorragend inszeniert. Neben blutigen Schießereien und gut choreographierten Stunts, kommt der schwarze Humor auch nicht zu kurz. Selten um eine Meldung verlegen, greift Smith auch zu außergewöhnlichen Waffen, und so kommt auch des Öfteren eine seiner geliebten Karotten zum Einsatz.

Im Verlauf des Filmes kommt Smith auch hinter die Beweggründe der Gangster, und beschließt die Sache zu regeln und zu veröffentlichen. Nach und nach legt der Mann, der alles hasst, seine Prinzipien ab, und entdeckt so was wie Liebe und Zuneigung.

Fazit:

“Shoot ’Em Up“ ist ein kurzweiliger Actionfilm mit einigen guten Ideen und sehr gut agierenden Hauptdarstellern. Er eignete sich außerdem perfekt als Partyfilm.

4,5/5

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