Filmserie: Slumber Party Massacre

Die Slumber Party Massacre Filme sind wieder Mal ein gutes Beispiel wie die deutsche Zensur mit Horrorfilmen umgegangen ist. So wurde der erste gleich ganz verboten und erschien bis dato nicht in deutscher Sprache. Teil 2 wurde arg verstümmelt. So bleibt nur der US Import. Und der hat sich ausgezahlt.

Meine Filmserie behandelt die ersten beiden Teile. Der Dritte steht noch auf meiner Liste. Danach kamen weitere Titel, aber unter dem Namen Sorority House Massacre oder Cheerleader Massacre. Diese hab ich mal ausgelassen.

Die ersten beiden sind gut. Sie zählen zu den wenigen Horrorfilmen, wo eine Frau Regie geführt hat. Interessantes Detail am Rande: Eine bekennende Feministin hat das Drehbuch geschrieben, und dann hopsen ständig halb nackte Frauen durchs Bild. Sie hat wahrscheinlich den fertigen Film nie gesehen.

Die Morde sind gut gemacht, der Killer verwendet dazu meist einen riesigen Bohrer, was man auch zweideutig auslegen kann.

Trishs Eltern verreisen, und sie nutzt die Gunst der Stunde, um eine Pyjamaparty mit ihren Freundinnen vom Schulbasketballteam zu veranstalten. Jungs werden natürlich nicht eingeladen. Das hindert diese aber nicht daran auch bei der Party aufzukreuzen. Und so feiern die Teens, betrinken sich und bestellen eine Pizza.

Was die jungen Leute aber nicht wissen, ist dass am Morgen Russ Thorn, ein wahnsinniger Serienmörder, aus der Psychiatrie entflohen ist, und sie schon bei der Schule beobachtet hat. Als dann der Pizzabote mit rausgerissenen Augen bei der Tür rein fällt, wird ihnen schnell klar, dass sie in Gefahr sind. Doch da ist es bereits zu spät. Das Licht geht aus und die Telefone sind tot. Plötzlich steht Russ Thorn mit einem riesigen Drillbohrer im Haus und holt sich einen nach dem Anderen…

Kritik:

Kaum zu glauben: eine bekennende Feministin hat das Drehbuch zu diesem Film geschrieben. (Ob die den fertigen Film gesehen hat?) Und Amy Holden Jones beweist, dass auch Frauen Slasherfilme drehen können.

Der Film bietet einen recht hohen Bodycount, wobei sich die Effekte zu Beginn eher zurückhalten. Da geschehen die Morde noch im Off. Gegen Ende steigert sich der Härtegrad beträchtlich, und man darf dem Driller Killer genau beim Werken zusehen. Dabei werden schon mal Manche durchbohrt. Das Tempo wird durchgehend hoch gehalten. Alle paar Minuten stirbt jemand, so kommt es zu keinen Längen. Außerdem dauert der Film nur 75 Minuten. Spannung wird dabei auch erzeugt.

Zwar weiß man schon von Anfang an, wer der Killer ist, und wie er aussieht, jedoch schadet der Umstand dem Film keineswegs. Der Mörder hat hier auch kein Motiv. Er tötet aus Spaß an der Freude.

Fürs Auge ist der Film auf alle Fälle was, bedenke man nur die Duschszene. Die Protagonisten sind hier genauso dumm wie in den meisten anderen Slashern, so ist das Geschehen auch leicht vorhersehbar. Außergewöhnlich ist beim “Slumber Party Massacre“, dass es einen Rollentausch gibt. Hier sind die Frauen die Starken und die Jungs eigentlich nur Luschen. Dafür mag wohl auch die zuvor erwähnte Feministin verantwortlich sein.

Die Darsteller wirken bemüht. Ihre Darbietung ist zwar nicht Oscarreif, dennoch überzeugen sie in ihren Rollen. Leider hat es der Film nie geschafft im deutschsprachigen Raum veröffentlicht zu werden, woran die deutsche Zensurbehörde sicher nicht ganz unschuldig war.

Fazit:

Ich kann diesen Film uneingeschränkt empfehlen, und hoffe auf eine deutschsprachige Veröffentlichung.

4/5

Courtney hat das Massaker des ersten Teiles überlebt. Ihre Schwester liegt seit jener Nacht im Koma. Auch Courtney hat die Geschichte nicht unbeschadet verkraftet. Sie wird Nacht für Nacht von Alpträumen geplagt. Dennoch versucht sie ihr Leben normal weiterzuleben. Sie spielt mit ein paar Freundinnen in einer Rockgruppe, und lernt auch einen neuen Freund kennen.

Die Band fährt am Wochenende mit ihren Freunden zu einem Ferienhaus, wo sie ohne Erwachsenenaufsicht zügellos feiern können. Und das nutzen die Teens natürlich vollends aus. Courtney wird leider auch hier von ihren Alpträumen verfolgt, so dass sie schön langsam glaubt verrückt zu werden. Plötzlich werden ihre Träume Realität, und der Killer steht in Rockermontur und E-Gitarre samt Drillbohrer vor ihr. Für die Partygäste gibt es kein Entkommen…

Kritik:

Teil 2 der Reihe, wieder unter der Regie einer Frau, schlägt eine komplett andere Richtung als der Vorgänger ein. War dieser ein ernster Slasher, geht die Fortsetzung eher in Richtung Funsplatter.

Die Effekte sind um Einiges härter als bei Teil 1, auch darf man schon zu Beginn ein paar davon bewundern. Courtneys Alpträume bestehen Anfangs noch aus Rückblenden, werden aber im Verlauf des Films kreativer. Es dauert rund 50 Minuten bis der Killer auftaucht, aber dann geht’s richtig los. Das Tempo, sowie der Blutgehalt steigern sich enorm.

Dass sich der Film selbst nicht ernst nimmt, merkt man sobald der Elvis Verschnitt als Killer auftaucht und zu singen beginnt. Er wirft auch mit bekannten Phrasen aus diversen Songs um sich.

Die Protagonisten weisen auch in dem Teil die klassische Teenieslasherdummheit auf, und rennen dem Mörder direkt ins Messer, Bohrer in diesem Fall. Die Darsteller wirken bemüht, fallen aber auch weder positiv noch extrem negativ auf.

Fazit:

Der perfekte Film für eine alkoholgetränkte Pyjamaparty.

3,5/5


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