Secret Service(s) Filmkritik

Nicht mal an ihrem Geburtstag möchte Waldo etwas Zeit mit Hildegard verbringen. Der Workaholic reist zu einem Meeting, und die gute Hildegard sitzt zuhause. Frustriert ruft sie bei der Firma Secret Service(s) an, und bestellt sich einen Callboy.

Zur gleichen Zeit sperrt sich Hildegards neuer Nachbar, der Franzose Albert, aus seiner Wohnung aus, und wird prompt in Hildes Wohnung gezerrt. Noch bevor er erklären kann, dass er kein Callboy ist, steht auch schon der echte Secret Service(s) Mitarbeiter vor der Tür. Und das Chaos nimmt seinen Lauf…

Kritik:

Vlado Priborsky steigert in seinem vierten Werk nicht nur die Laufzeit, sondern auch die Qualität. Nachdem er sich bei seinen vorherigen Filmen dem Drama, Thriller und Horror verschrieben hatte, versucht er sich nun am schwierigsten Genre: der Komödie. Und der Versuch klappt auf ganzer Linie.

Auch wenn die Handlung, geschrieben von Vlado Priborsky, Edgar Moor und Bastian Zach recht simpel ist, gelingt es dem Team, den Zuschauer zu fesseln und bis zum Schluss nicht mehr los zu lassen. Der ganze Film spielt sich vor und in Hildegards Wohnung ab. Nach der kurzen Einführung gehts auch schon rasant los. Ein Gag jagt den nächsten, und dem Zuschauer wird nicht mal eine kurze Verschnaufpause gegönnt. Und auch beim Abspann gibts noch genug zu lachen, denn Priborsky zeigt hier einige Outtakes.

Der Humor erinnert an klassische französische und amerikanische Komödien. Schon Edgar Moors animierter Vorspann, mit französischem Text, gibt diese Richtung vor. Und die wird dann auch beibehalten. Es wird nicht experimentiert, und Priborsky verzichtet zum Glück auf, den heute leider beliebten, Fäkalhumor, was den Film auf jeden Fall aufwertet.

Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Films tragen die sympathischen Darsteller bei. Allen voran Verena Leitner, die schon in David Ungers Komödie “Schlimmer gehts’s nimmer!“ überzeugen konnte. In Secret Service(s) neigt sie zu leichten Overacting, was aber voll und ganz zu ihrer Rolle passt, und somit eher als positiv gewertet werden kann. Außerdem punktet sie mit ihrer Mimik und Gestik.

Weiters spielen mit Jasmin Devi und Manfred Sarközi wieder bekannte Gesichter aus Pribosrkys früheren Filmen mit. Auch die beiden überzeugen in der Komödie. Mit einem Running-Gag (Isch bin Albert, isch bin neu hier) überrascht der Franzose Albert, gespielt von Alexander E. Fennon, und sorgt so für einige Lacher. Auch er überzeugt durch Mimik und Gestik.

Die Kamera fängt das Geschehen ohne wacklige Bewegungen ein, und auch der Schnitt ist perfekt gesetzt. So ist der Film zwar rasant, aber nicht hektisch in Szene gesetzt. Positiv überrascht auch die Musik, die stets zu dem gezeigten passt.

Fazit:

Vlado Priborsky beweist, dass er auch die Komödie beherrscht, und liefert mit Secret Services einen kurzweiligen, rasanten Film mit hohem Niveau. Wir dürfen schon auf seine nächste Arbeit gespannt sein.

4,5

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