Scarface (Filmkritik)

1980 lässt Cartro die Kubanischen Grenzen für kurze Zeit öffnen, damit die Leute mit Verwandten in den USA dorthin auswandern können. Allerdings schafft Castro so auch den ganzen Abschaum aus seinem Land raus. Einer der Flüchtlinge ist Antonio Montana, der in Kuba bereits einige Jahre im Gefängnis verbracht hatte.

In den Staaten angekommen, wandert er sogleich mit seinen Freunden in ein Auffanglager für illegale Einwanderer. Durch einen, mit einer Gefängnisrevolte verschleierten, Auftragsmord, bekommen Tony und seine Freunde die Green Card und einen Job in Miami. Tony findet an seinem neuen Beruf, als Tellerwäscher, keinen Gefallen, und begrüßt den nächsten Kontakt mit den Gangstern, die ihm die Green Card besorgt haben.

Nach kurzen Verhandlungen bekommen die Exilkubaner den Auftrag eine Drogenlieferung von einem Kolumbianer abzuholen. Dabei kommt es allerdings zu Komplikationen und einer von Tonys Freunden wird von dem Dealer mit einer Kettensäge ermordet. Tony kann das Blatt noch rechtzeitig wenden, erschießt die Mörder und liefert dem Oberboss den Koks ab.

Dieser ist von Montana begeistert, und gibt ihm eine Fixanstellung in seiner Organisation. So arbeitet sich Tony langsam nach oben. Doch er will mehr. Mehr Macht, mehr Geld, und die Frau des Chefs. Schließlich beginnt er selbst mit den Bolivianern zu verhandeln, löst sich vom Boss los, heiratet dessen Frau und baut sein eigenes Imperium auf.

Aber, wer hoch steigt, fällt tief…

Kritik:

Und das weiß der Film gekonnt zu vermitteln. Man begleitet den charismatischen Tony Montana auf dem Weg an die Spitze, genauso wie man an seinem Absturz teilhaben darf. Je weiter er aufsteigt, desto schneller entgleitet ihm sein Glück aus den Händen. Seine Mutter verstößt ihn, seine Frau verachtet Tony.

Als er in die Staaten kam, hatte er nur ein Ziel: Reich werden, damit es seiner Familie besser geht. Aber Tonys Mutter kennt ihren Sohn und weiß, dass er sein Geld nicht ehrlich verdient, fragt ihn sogar, wem er dafür töten musste. Sie verstößt ihren Sprössling und jagt ihn aus dem Haus.

Aber das war nicht der erste Schicksalsschlag in Tonys Leben. Er musste mit ansehen, wie einer seiner besten Freunde mit einer Kettensäge zerstückelt wird. Die Verzweiflung wird vom Hass abgelöst, und er entwickelt sich zum kaltblütigen Killer, der alles tun wird, um an die Spitze zu kommen. Doch der Weg dorthin ist steinig. Korrupte Polizisten und sein Ex Boss versuchen Tony daran zu hindern. Aber jeder, der sich dem Kubaner in den Weg stellt, wird beseitigt.

Kurz dürfen wir Montanas Glanz an der Spitze miterleben. Die Geschäfte laufen sichtlich gut, die Banken waschen sein Geld, er heiratet. Alles scheint perfekt. Aber Tony verändert sich. Er kann nur noch ans Geschäft denken, fürchtet um sein Leben, seine Frau wird von den Drogen abhängig, weil sie seine Art nicht mehr erträgt.

Gegen Ende ist Tony sichtlich von seinem Leben gezeichnet. Immer tiefer zieht ihn der Sumpf des Verderbens hinunter, bis zum blutigen Showdown.

“Scarface“ wechselt gekonnt zwischen ruhigen, bedrückenden und gut dosierten Actionszenen. Wobei die Musik immer hervorragend eingesetzt wurde. Die Action begrenzt sich nicht nur auf Schusswechsel und blutige Shootouts, sondern auch die besagte Kettensäge kommt zum Einsatz. Hierbei wird das Tempo angehoben, das durch die ruhigen Szenen, die vor allem zu Beginn Überhand nehmen, eher gebremst wird.

Al Pacino ist die perfekte Besetzung für Tony Montana. Er spielt gekonnt seine Charakterzüge aus. Vor allem beim grandiosen Showdown zeigt er sein ganzes Können. Ein Film steht und fällt mit seinem Hauptdarsteller. Dank Pacino zählt “Scarface“ zu den besseren Vertretern des Mafiafilmgenres. Aber auch Michelle Pfeiffer, als Montanas unglückliche, sich in Drogen und Alkohol flüchtende Frau, soll hier nicht vergessen werden. Sie hat gegen Ende einige hervorragende Szene, die ihre Verzweiflung deutlich machen, die sie in den Rausch flüchten lässt.

Fazit:

“Scarface“ bietet nebst hervorragenden Schauspielern eine interessante Geschichte, kaltblütige Actionszenen und auch eine dramatisch bedrückende Grundstimmung.

Somit kann ich den Film uneingeschränkt empfehlen.

4,5/5

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