Sasori Vol. 4 – Grudge Song (Filmkritik)

Matsu, wiegt sich in Sicherheit und glaubt, endlich ein neues Leben beginnen zu können. Doch wird die mehrfache Mörderin und Ausbrecherin noch immer von der Polizei gejagt. Matsu wird bei der Flucht verwundet, und von dem Lichttechniker eines Theaters, Kudo, gefunden.

Da Kudo vor einigen Jahren, bei einer Studentendemonstration von der Polizei misshandelt wurde, hilft er Matsu und versorgt ihre Wunden. Matsu verliebt sich in ihren Retter, und glaubt, endlich Beständigkeit gefunden zu haben. Doch die Polizei schläft nicht. Sie verhaften Kudo.

Unter Folter verrät Kudo seine neue Freundin, und wieder wird Matus Herz von einem Mann gebrochen. Doch soll es noch schlimmer kommen. Im Gefängnis wartet der Galgen auf Sasori…

Kritik:

Nachdem Shunya Ito seine “Sasori“ Reihe abgeschlossen hatte, ergriff Yasuharu Hasebe das Regiezepter und erzählte Matsus Geschichte weiter. Dabei versucht er an die Vorgänger anzuschließen, bringt aber auch seinen eigenen Stil mit ein. Er kann sich jedoch nicht völlig verewigen, da einige Szenen doch an Itos Handschrift erinnern.

So wechselt zum Beispiel bei Rückblenden die Farbe, und eine Schlüsselszene gegen Ende des Films erstrahlt im eignen verklärten Licht. Diese wenigen Szenen werten das Werk unheimlich auf, denn ansonsten ist der Film ein normales Drama ohne weitere stilistische Höhepunkte. Hasebe wagt es nicht zu experimentieren, worunter das Sasoriflair etwas leidet. Es gibt auch bei der Musik keinerlei Höhepunkte.

Der Film tümpelt in den ersten beiden Drittel eher spannungsarm dahin, und schafft es hier auch nicht eine Atmosphäre aufzubauen. Matsus Liebe zu Kudo gestaltet sich zu emotionslos. Hasebe kriegt hier nicht die Kurve. Zu sehr beschränkt er sich auf die Anprangerung der gewalttätigen Polizeiverhörmethoden.

Neben dem klassischen Thema Rache, nach welcher hier drei Charaktere verlangen, kommt im letzten Drittel die Thematik Todesstrafe hinzu. Sasori sitzt in der Todeszelle und Regisseur Hasebe möchte mit diversen Aussagen seiner Protagonisten zu Diskussionen anregen. Anders als bei den Vorgängern, wird das Gefängnis von Frauen geleitet. Quälereien kommen seitens der Wärterinnen nur auf psychischer Ebene vor, da die Inhaftierten die Treppen zum Galgen putzen dürfen.

Meiko Kaji spielt auch in Teil 4 die wortkarge Sasori, wirkt aber eher lustlos. Ihr Charakter scheint im Film etwas unterzugehen. Die beiden Männer drängen sich dabei zu sehr in den Vordergrund. Kaji blüht erst am Ende wieder richtig auf.

Fazit:

Sasori ereilte das gleiche Schicksal wie viele andere Serien. Nachdem sie von Regisseur Ito sehr gut abgeschlossen wurde, entschied man sich für eine weitere Fortsetzung, die allerdings nicht mit der Originalserie mithalten kann.

2/5

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