Sasori Vol. 2 – Jailhouse 41 (Filmkritik)

Nachdem sie ihre Rache vollzogen hatte, wurde Matsu wieder verhaftet und in Einzelhaft gesteckt. Unter ihren Mithäftlingen wurde sie als Sasori zur Ikone des Widerstandes. Doch viele der Frauen verachten sie, und der Gefängnisdirektor lässt seinen ganzen Zorn an ihr aus, da er sie für den Verlust seines Auges verantwortlich macht.

Nach einem Zwischenfall mit einem Regierungsbeamten, werden die Frauen zur kollektiven Zwangsarbeit verurteilt. Der Direktor will Sasoris Ansehen schaden, und schickt Männer los, die sie vor den Augen der anderen vergewaltigen. Schweigend erträgt sie die Schmach. Doch die Aktion hat die gewünschte Wirkung. Bei der Rückfahrt gehen die Insassinnen auf Matsu los.

Als die Wärter nach dem Rechten sehen wollen, gelingt den Frauen die Flucht. Ihr Weg führt sie durch eine karge Vulkanlandschaft, in deren Einsamkeit sie sich mit ihren Taten auseinandersetzen. Doch die Ruhe währt nicht lange, denn die Wärter sind den sieben Frauen bereits auf den Fersen…

Kritik:

Shunya Ito knüpft seine Fortsetzung direkt an den erfolgreichen ersten Teil an. Der Film ist scheinbar bemüht, die Qualität des Vorgängers zu erreichen, jedoch scheitert dieses Vorhaben, und so kann “Sasori 2 – Jailhouse 41“ nicht überzeugen.

Das Gefängnis selbst ist nur im ersten Drittel des Filmes der Schauplatz des Geschehens. Hier liegt Sasori in Einzelhaft, und der Direktor verspricht ihr, dass sie nie wieder frei kommt. Er ist von seiner Rache an Matsu besessen. Dementsprechend selten sind auch genretypische Qualen, und Erotik.

Der Film entwickelt sich nach der Flucht zu einem Drama, wobei sich die Frauen mit ihrer Vergangenheit und ihren Verfolgern herumschlagen müssen. Doch geschieht die Tatbewältigung nur angedeutet, und wird nicht näher beleuchtet. Die Rädelsführerin erzählt von ihrem Kindsmord, wobei sie die nötige Dramatik in die Szene einbringt. Dann blendet der Film in eine surreale Szenerie über, wo die Taten der Frauen mit Hilfe eines Liedes erzählt werden.

Diese und einige andere Szenen erinnern an die Bildsprache und Symbolik des Vorgängers, die auch Teil 2 etwas hervorheben. Diese Stilmittel wurden gut eingesetzt und kennzeichnen Schlüsselszenen des Films. Die Atmosphäre schwächelt ein wenig im Vergleich zum Vorgänger, denn das Flair des Jailhousefilms ist fast komplett weg, und das Fluchtdrama, an sich, bleibt nur durch die gut dosierten Stilmittel und die Musik auf einem erträglichen Level.

Weniger interessant macht es noch die Tatsache, dass Sasori bereits im Vorgänger ihren Rachedurst gestillt hatte, und hier fast nur eine Statistenrolle einnimmt. Sie spricht im ganzen Film nur zwei Sätze, mehr hat sie auch nicht nötig, ihre Augen erledigen den Rest. So dient zunächst ihre Rolle als Katalysator der Aggressionen der übrigen Protagonisten. Erst am Ende wendet sich der Film wieder Matsu zu.

Die Spannung hält sich bei dem Werk eher in Grenzen, hin und wieder erreicht sie eine kleine Spitze, fällt aber gleich wieder ab. Ein paar Morde stellen weitere Höhepunkte der Handlung dar, und erzwingen oft eine Wendung im Vorgehen der Protagonisten.

Fazit:

Ito versucht mit der Fortsetzung den Level des ersten Teiles zu halten, scheitert aber leider bei der Umsetzung.

3,5/5

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