Sasori Vo. 3 – Den of the Beast (Filmkritik)

Matsu, die im Gefängnis als Sasori berüchtigt ist, ist in Tokio untergetaucht. Im Zug wird sie von einem ehrgeizigen Polizisten erkannt, der diese Begegnung mit einem Arm bezahlen muss. Sasori kann ihm entkommen und trifft in der Stadt auf die Prostituierte Yuki, die ohne Erlaubnis der Yakuzza anschaffen geht.

Matsu will ihr damaliges Leben wieder aufnehmen und beginnt als Näherin zu arbeiten. In ihrer Wohnung wird sie von ihrem Nachbarn, einem Yakuzza bedrängt. Nachdem sie dessen Freundin aufgestachelt hat, bringen seine Kollegen Matsu zu ihrem Boss. Dessen Geschäftspartnerin kennt Sasori noch aus dem Gefängnis.

Sie hat die Qualen, die sie wegen Matsu erleiden musste, nicht vergessen, und zahlt es ihr nun mit barer Münze zurück. Sasori, die mittlerweile von der Polizei in ganz Tokio gesucht wird, gelingt die Flucht, und fortan haben die Yakuzza einen Grund zur Furcht, denn sie wird sich an ihren Peinigern rächen…

Kritik:

Mit dem dritten Teil der Reihe beendet Shunya Ito seine “Sasori“ Reihe. Er knüpft die Handlung an den Vorgänger an, schlägt jedoch eine andere Stilrichtung ein, wobei das Konzept diesmal wieder aufgeht. An den grandiosen Erstling des Regisseurs kommt dieser Teil jedoch nicht ran.

Ito konzentriert sich neben Sasori auch auf Yuki, und im späteren Verlauf des Films auf Katsu, die Gangsterbraut. Sasori findet in Yuki wieder eine Freundin. Diese befindet sich nach einem Schicksalsschlag an der untersten Ebene der Gesellschaft. Yukis Bruder ist nach einem Unfall geistig behindert. Sie geht anschaffen, um ihn zu obsorgen. Da sie sich gegen ihn nur schwer zur Wehr setzen kann, duldet sie es, dass ihr Bruder sie schwängert. Ito bringt hier das Thema der Inzucht in seinen Film ein, wodurch sich dieser von seinen Vorgängern unterscheidet.

Katsu tritt erst in der Mitte des Filmes auf die Bildfläche. Sie hat sich nach ihrer Haftentlassung nach oben gearbeitet. Sie kennt Sasori, und erschrickt fast zu Tode als sie sie zu Gesicht bekommt. Der letzte Abschnitt des Filmes ist Katsu und ihrem schizophrenen Verfall gewidmet. Sasori selbst hat eine Entwicklung durchgemacht. Sie spricht mehr und hilft sogar selbstlos den Schwachen.

Ito wechselt bei Teil 3 nicht nur das Genre, sondern verzichtet auch größtenteils auf seine Stilmittel, die seinen Erstling hervorheben konnten. Bild und Farbkompositionen kommen hier nur sehr spärlich vor, und werden im Verlauf des Filmes komplett weg gelassen. Der Film baut dadurch eine komplett andere Atmosphäre auf.

Der Gewaltgrad hat sich im Vergleich zum direkten Vorgänger etwas gesteigert. Diese Szenen sind gut positioniert und teilweise auch blutig in Szene gesetzt. Anders als bei den Vorgängern findet der Rachefeldzug bereits im Mittelteil des Films statt. Das Finale wird Katsus Verfall gewidmet, welcher sehr gut gespielt ist.

Fazit:

Ito gelingt mit “Sasori 3“ ein würdiger Abschluss seiner Trilogie. Jedoch sollten weitere Fortsetzungen folgen.

4/5

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