Scared – Endstation Blutbad (Filmkritik)

Eine Uni, irgendwo in Thailand. Zur Freude der Studenten hat ein neues Semester begonnen, und das so genannte “Frischfleisch“, also die Erstsemester haben frisch begonnen. Nebst seltsamen Aufnahmeritualen steht auch eine Klassenfahrt auf dem Programm.

Da sie aber bei der normalen Straße nicht weiterfahren dürfen, machen die Studenten Rast bei einem Restaurant. Dort treffen sie auf einen Typen, der ihnen von einem geheimen Pfad erzählt. Eben dieser Pfad führt dann auch über einen wackelige Brücke, die just in dem Moment einstürzt, als der Bus gerade drüber fährt.

Der Großteil der Kids kann sich ans Ufer retten, wo sie ziellos durch den Wald irren, auf der Suche nach Hilfe. Einige von ihnen kommen dann bei seltsamen Unfällen ums Leben, die Anderen gehen weiter und stoßen auf ein kleines, verlassenes Dorf. Aber so verlassen ist dieses Dorf nicht, denn es geht ein Mörder um, der Einen nach dem Anderen tötet. Aber ganz kampflos geben die Studenten dann doch nicht auf…

Kritk:

Die Thailänder haben hier einen Slasher mit viel verspieltem Potential geschaffen. Er weist einige Logiklöcher auf, manche Themen, wie der Geist zu Beginn, werden angesprochen, sind aber für den weiteren Verlauf des Films nicht wirklich relevant.

Quält man sich durch die erste Viertel Stunde mit Studentenritualen, und den Versuch, eine Rahmenhandlung aufzubauen, wird man mit einigen schönen Morden belohnt. Denn stürzt erstmals der Bus von der Brücke, gewinnt der Film ordentlich an Tempo. Der Bodycount ist angemessen, und die Todesarten wurden wirklich gut umgesetzt. So darf man einige Pfählungen, die allerdings durch “Final Destination“ mäßige Unfälle passieren, oder ein paar andere blutige und teils kreative (Telefonzelle) Todesarten bewundern.

Selten aber doch wird ein wenig Spannung aufgebaut. Der Mörder versteckt sich anfangs noch; erst am Ende erfährt man, wer die Kids getötet hat. Der Film ist teilweise auch leicht vorhersehbar, und die Kids verhalten sich teils wirklich dumm. Da dürften die 80er Slashermovies Vorbild gewesen sein.

Die Schauspieler kannten das Drehbuch nicht. Der Regisseur informierte sie am Morgen des Drehtages über die weitere Handlung. Daher konnten sie sich nicht vorbereiten, und wirken recht natürlich, aber doch professionell. Wirklich herausragend ist dabei keiner. Sie sind eigentlich eh nur da, um auf irgendeine Art und Weise ums Leben zu kommen. Verstecken braucht sich aber dennoch keiner der Darsteller, sie sind alle was fürs Auge.

Einzig bei zwei Charakteren (das Mädchen, das von seiner Mutter verabschiedet wird, und der Junge, der im Bus angehimmelt wird) wird versucht, so was wie eine Einführung zu machen. Seltsamerweise überleben die Beiden dann auch.

Der Film wäre nahezu sehr gut, wäre da nicht der stumpfsinnige, sowie überflüssige Schluss.

Fazit:

Ein Temporeicher Slasher mit einigen guten Morden, aber leider einem Ende, das den Film ruiniert.

3/5

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