Rest Stop (Filmkritik)

Nicole brennt mit ihrem Freund Jess durch, um nach Hollywood zu fahren und eine Karriere zu starten. Von ihren Eltern will sie anfangs gar nix wissen, aber als sie nach einiger Zeit mal zuhause anrufen will, überredet sie Jess, es nicht zu tun.

Als sie bei einer Raststation halten und Nicole von der Toilette zurückkehrt, ist ihr Freund samt Auto verschwunden. Die Raststation ist Menschenleer, ein Wohnwagen steht am Parkplatz, verschlossen. Bald bricht die Nacht herein. Plötzlich fährt ein gelber Jeep vor, und wirft Nicoles Handy, ohne Akku, beim Fenster raus.

Die von Angst erfüllte Nicole bricht in die, auf dem Rastplatz befindliche, Polizeihütte ein, und versucht mit dem Funkgerät um Hilfe zu rufen. Doch anstatt der erwarteten Hilfe kommt der Jeep zurück. Für Nicole beginnt der Kampf ums überleben…

Kritik:

“Rest Stop“ ist die erste “Raw Feed“ Produktion. Abgesehen von den Effekten, kann das Werk aber nicht überzeugen.

Das erste Drittel gestaltet sich fast schon langweilig. Nicht mal die Erotikszene kann das Tempo antreiben. Danach wird’s etwas spannend, aber leider auch mysteriös, was man sich hätte sparen können. Jedenfalls merkt man hier, dass die “Akte X“ Macher am Werk waren. Außerdem versucht man etwas TCM Atmosphäre einzubringen, was eigentlich überhaupt nicht gelingt.

Sobald der Film mal spannend zu werden droht, wird die Stimmung durch Logiklücken und Drehbuchschwächen, die zu lachen animieren, zunichte gemacht. Die Ansätze sind zweifelsohne vorhanden, nur wurde nichts draus gemacht. Und wenn ein ganzes Haus durch ein paar Liter brennendes Benzin komplett in die Luft fliegt, kann sich der Zuseher das Lachen nicht verhalten.

Die stümperhaften Charaktere tragen auch ihren Teil dazu bei. Anstatt wegzulaufen, bleibt die Protagonistin sitzen, und wartet auf den Mörder. Sie agieren höchst unrealistisch. Neben dem klassischen Mörder, der hilflosen Frau darf natürlich auch die verrückte Familie nicht fehlen. Tja die gibt’s hier auch, aber es wird ihr keine tragende Rolle zugedacht. Die Szene mit der Familie entpuppt sich als recht unnötig.

Gut gemacht wurden allerdings die Effekte. Vom roten Saft gibt’s reichlich. Aber nicht in der deutschen Fassung. Außerdem hat man sich auch “Hostel“ zum Vorbild genommen, so quält der Mörder seine Opfer mit diversen Werkzeugen. Aber ein paar gute Effekte machen noch lange keinen guten Film aus.

Die Hauptdarstellerin spielt die meiste Zeit alleine. Sie weiß nur teilweise zu überzeugen. In manchen Szenen spielt sie hervorragend, anderorts wiederum wirkt sie wie eine Anfängerin. Ihr Charakter entwickelt sich nur sehr schleppend. Leider kann sie sich ihre Erlebnisse nicht aneignen, und so agiert sie genau so wie zu Beginn des Filmes. Die übrigen Darsteller entstammen anscheinend alle einer Seifenoper, und genau mit dieser Theatralik agieren sie auch.

Fazit:

“Rest Stop“ artet leider zu einem fast schon lächerlichen, und daher spannungsarmen Vertreter des Genres aus. Die Ansätze sind hervorragend, jedoch werden sie nicht umgesetzt.

1,5/5

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