Prinz Eisenherz (Filmkritik)

England zur Zeit König Atrus. Die Tafelrunde hat Frieden ins Land gebracht, so ist nun Zeit für andere Sachen, wie Ritterturniere. Bei eben einen Solchen wird der Ritter Sir Gwen schwer verwundet. Um seine Ehre nicht zu verlieren, muss er gegen Prinz Arn noch zu einem letzen Duell antreten. Da er aber nicht auf die Beine kommt, leiht sich sein Knappe Eisenherz die Rüstung und gewinnt gegen den Prinzen.

Zur selben Zeit brechen Wikinger im Auftrag der Hexe Morgan Le Fey in den Thronsaal ein und stehlen Excalibur. Doch als sie in Thule ankommen und das Schwert König Slygon übergeben, fällt es in den Steinboden, und bleibt drin stecken. Nur ein wahrer König kann es herausziehen. Morgan Le Fey schickt die Wikinger erneut aus, um Sir Gwen zu entführen, denn sie glaubt, er könne es herausziehen.

In der Zwischenzeit schickt König Artus seine Recken aus, um gegen die Schotten Krieg zu führen, da er der Meinung ist, sie hätten sein Schwert gestohlen. Eisenherz soll in Sir Gwens Rüstung die Verlobte Prinz Arns nachhause geleiten. Da sie jedoch in einem Wald überfallen werden, lüftet sich sein Geheimnis. Als Sir Gwen von Eisenherz Verspätung erfährt, reitet er ihnen nach.

Eisenherz liefert die Verlobte bei ihrem Vater ab, und macht sich auf dem Weg nach Schottland, um den Krieg zu verhindern. Sir Gwen und die zuvor abgelieferte Verlobte folgen ihm, werden aber von den Wikingern gefangen genommen. Eisenherz folgt ihnen nach Thule, wo er auf einen Mann trifft, der ihm seine wahre Herkunft offenbart. Eisenherz ist der Thronfolger des wahren Königs von Thule, der vor Jahren von König Slygon gestürzt wurde. Eisenherz muss nun seine Freunde retten, Excalibur zurückbringen, und Thules Krone wieder zurückerobern…

Kritik:

Diese Comicverfilmung versucht eine sehr umfangreiche Geschichte in nur 90 min zu erzählen. Leider nimmt er sich keine Zeit, um auf die Charaktere einzugehen. Sie werden nicht vorgestellt, dürfen sich auch kaum entwickeln.

Auch der interessante Anfang, der in früheren Verfilmungen fast wichtigster Bestandteil des Ganzen war, wurde einfach weggelassen. Dazu zählt der Sturm auf Thule, die Ermordung des Königs und Eisenherz’ Flucht. Schade, denn gerade seine Herkunft ist wesentlich für die Geschichte. Den ganzen Film über wird man darüber im Dunkeln gelassen, und dann, fast zum Schluss erzählt ihm ein alter Mann die Ereignisse.

Dafür bietet der Film aber ein ordentliches Tempo, situationsbezogenen Witz und durchschnittliche Darsteller. Die aber nicht viel Zeit für ihre Rollen haben. Doch die kurze Zeit die ihnen verbleibt nutzen sie mehr oder weniger gut.

Die Rolle des Warwick Davis (Zwerg) hätte man getrost weglassen können. Er ist einfach nur eine Witzfigur. Stephen Moyer als Eisenherz macht einen recht soliden Eindruck. Joanna Lumley als Morgan Le Fey wirkt routiniert. Eine besonders gute Idee sind die Comicbucheinblendungen, die die Geschichte weitererzählen. Es wird das Buch gezeigt, die Kamera folgt, wie der Leser des Comics den Bildern, die sich bewegen.

Die Kämpfe im Film sind nicht allzu aufregend. Richtige Schlachten gibt es nicht, auch der Kampf um Thule am Ende wird von vier Menschen geschlagen. Die anderen Wikinger warten nur draußen. Das ist etwas enttäuschend. Blut ist so gut wie keines zu sehen. Ein paar Logiklöcher gibt’s dann auch noch. Wie zB. kommen Feuerwerkskörper ins Wikingerschloss? Oder die gepanzerten Krokodile. Die Kulissen und Kostüme wurden anständig gestaltet. Es wurde auch viel Wert aufs Detail gelegt.

Fazit:

Für diese umfangreiche Geschichte ist der Film viel zu kurz geraten. Man könnte aus dem Stoff bei weitem mehr machen. Vor allem weil viele interessante Charaktere vorkommen, die zwar Comickennern ein Begriff sein mögen, aber denen im Film viel zu wenig Zeit gelassen wurde. Die Kämpfe sind enttäuschend.

2/5

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