Princess Aurora (Filmkritik)

Eine Frau beobachtet auf der Toilette eines Kaufhauses, wie eine andere Frau ihre Stieftochter verprügelt. Daraufhin ermordet sie die Gewalttäterin und zieht von dannen. Als die Polizei den Tatort begutachtet, vermutet Detektiv Ho einen Racheakt, jedoch kennt er weder den Täter noch das Motiv. Und so tappt er mit seinem Kollegen vorerst im Dunkeln. Auch die Befragung des kleinen Mädchens vom Tatort führt zu nichts. Am Überwachungsvideo erkennt Ho ein bekanntes Gesicht, seine Ex Frau.

Als die nächsten Morde geschehen, und am Tatort jeweils ein Aufkleber von einer Comicserie, namens Prinzessin Aurora zurückbleibt, ist klar, dass sich ein Serienmörder herumtreibt. Ho hegt schön langsam den Verdacht, dass sich seine Ex Frau auf einen Rachefeldzug befindet. Darum steckt er auch in der Krise, denn er will seinen Kollegen nichts von seiner Ex erzählen, doch deren Rache hat gerade erst angefangen…

Kritik:

Dieser Rachethriller startet eigentlich als ganz normaler Krimi. Erst im weiteren Filmverlauf wird das Motiv, und somit auch der Grund für die Morde klar, Rache. Und die Mörderin verfolgt geradlinig ihr Hauptziel, auch wenn sie dabei selbst zerbricht.

Anfangs wartet der Film mit einem sehr gut gemachten Mord auf, dann entstehen allerdings einige Längen. Erst ab der Hälfte schlägt er die vorgegebene Richtung ein, und spielt seine Stärken aus. Besonders die, mit hervorragender Musik unterlegte, Ouvertüre kurz vor dem Showdown macht die visuelle Qualität des Machwerks deutlich. Hier wird auch aufgeklärt, wie die Mordopfer in den Plan passen. Leider wurde im Mittelteil sehr viel Potential verspielt.

Die Morde geschehen bis auf den ersten und den letzten allesamt recht unspektakulär. Es sind zwar ein paar nette Einfälle dabei, die aber nicht vom Hocker reißen. Darum verstehe ich auch die KJ Freigabe nicht.

Die Hauptdarstellerin, die koreanische Pop Sängerin Eom Jeong-Hwa, war die perfekte Wahl für die Rolle. Sie bietet ein breites Spektrum an Gefühlsregungen, und kann blitzschnell von fröhlich zu ernst wechseln, und bleibt dabei noch glaubhaft. Besonders ihre kühle und gewissenlose Darstellung während der Morde ist hervorragend gespielt. Und in der nächsten Szene zerbricht sie an ihrem Schmerz.

Den restlichen Darsteller wurde keine allzu große Rolle aufgetragen. Sie agieren durchschnittlich. Hervorzuheben sei noch Detektiv Ho, der auch mit Mimik und Gestik punkten kann. Besonders überzeugend ist vor allem die Musik, die perfekt zum Gezeigten passt. Einzig das Kinderlied nervt mit der Zeit.

Fazit:

Ein interessanter Krimi, der sich zu einem Rachethriller entwickelt, mit einigen guten Szenen und einer hervorragenden Hauptdarstellerin punkten kann, aber nach dem Vorspann versagt, und erst gegen Ende sein Potential nutzt.

3,5/5

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