Planet Terror (Filmkritik)

Irgendwann, irgendwo an der mexikanischen Grenze. Das Leben zieht seine geordneten Bahnen. Das Ärzteehepaar Block bereitet sich auf einen ruhigen Nachtdienst vor. Die Stripperin Cherry kündigt ihren Job und trifft in J.T.s Restaurant ihren Ex-Freund Wray wieder. Der Bar B Q Koch J.T. sucht noch immer nach dem perfekten Saucenrezept, und hofft, dass es sein Bruder nie in die Finger kriegt.

Bei der nahe gelegenen Militärbasis plant ein korrupter Wissenschaftler die Übergabe einer chemischen Waffe an eine Soldateneliteeinheit. Doch einige Schusswechsel und abgeschnittene Eier später merken sie, dass sie nicht einig werden. Und so lässt der Wissenschaftler das Gas in die Umwelt entweichen. Was sich als schwerer Fehler herausstellen wird…

Kritik:

Robert Rodriguez liefert hiermit den zweiten Film des Grindhouse-Doublefeatures ab. Nach dem Trailer zu “Machete“ gehts auch schon los. Und das deutlich schneller als beim Vorfilm (Death Proof). Rodriguez sorgt dafür, dass die Zuseher keine Durststrecken erleiden. Noch dazu vermögen die Einzelschicksale der Charaktere zu interessieren.

Die ersten, die realisieren, was eigentlich los ist, sind die beiden, doch nicht so glücklich verheirateten, Ärzte. Ständig bekommen sie Verletzte und Tote in die Notaufnahme. Manchen wachsen seltsame Geschwüre am ganzen Körper. Unter den Eingelieferten ist auch die Stripperin Cherry, die, während sie mit Mray von J.T.s Lokal weggefahren ist, von den Zombies attackiert wurde, und ein Bein verloren hatte.

Und die Tatsache, dass sie dann auf ihren Stumpf ein Maschinengewehr geschnallt bekommt, beweist Rodriguez’ Kreativität. Nach und nach finden sich die Überlebenden in J.T.s Lokal ein, um sich vor den Zombies zu verteidigen. Alle bewaffnen sich, bis auf Wray. Dem erlaubt es der Sheriff nicht.

Dann plötzlich ein Filmriss, der sich perfekt zu den anderen für Grindhouseproduktionen üblichen Fehlern, die über den ganzen Film verteilt sind, gesellt. Somit wirken die beiden Filme weitaus älter und das Schmuddelkinoflair kommt wieder auf. Durch diesen Filmriss fehlt etwas an Handlung, was aber nicht weiter schlimm ist, denn der Film setzt wieder mit voller Action ein.

Und bei der Action sowie den Effekten zeigt Rodriguez was er kann. Blut und andere Körperflüssigkeiten gibts massenhaft. Nicht nur die Zombies werden nach der Reihe erschossen, auch die dürfen den ein oder anderen ausweiden. Dabei kommt aber der Humor auf keinen Fall zu kurz. Jeder Charakter ist für den ein oder andern Lacher gut.

Die Charaktere wurden allesamt sehr gut ausgearbeitet und sorgen für Abwechslung. Schnell baut man eine Sympathie für einen oder mehrere auf. Die Schauspieler wurden gut gewählt und verkörpern routiniert ihre Rollen. Außerdem ist es eine Freude, Darsteller wie Tom Savini wieder mal in Aktion zu sehn.

Fazit:

Im direkten Vergleich zum Erstfilm des Specials schneidet “Planet Terror“ deutlich besser ab, da er einfach mehr Unterhaltungswert bietet. Hier wird nicht unnötig lang geredet, es geht gleich zur Sache.

4,5/5

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