Escape Room (Filmkritik)

Sechs Menschen bekommen eine Einladung zu einem Room Escape Spiel, wo sie 10.000 Dollar gewinnen können. Die Spieler kennen sich nicht und scheinen offensichtlich auch nichts gemeinsam zu haben. Schnell merken sie, dass das Spiel bitterer Ernst ist und es ums nackte Überleben geht. Und vielleicht war es doch kein Zufall, dass gerade sie eine Einladung bekommen haben…

Kritik:

Viel mehr von der Handlung möcht ich jetzt hier nicht verraten. Ok viel mehr Handlung gibt es auch nicht. Das Konzept von Escape Room ist nicht neu, außerdem gibt es noch zwei Filme mit dem gleichen Titel. Anlehnung findet der Film sicherlich bei Genregrößen wie Saw oder Cube. Doch hier konzentriert man sich weniger auf blutige Gewalt. Mehr in den Fokus wurden die Charaktere gerückt, und natürlich die allseits beliebten Room Escape Spiele.

Bei denen es schlichtweg darum geht, Hinweise zu finden und knifflige Rätsel zu lösen um Türen zu öffnen. Dabei gibt es immer ein Thema und eine fiktive Geschichte. So erwarten unsere Protagonisten zu Beginn auch dass ihnen der Spielmeister die Hintergründe des Spiels erklärt in dem sie sich befinden. Doch dies ist hier schlicht nicht notwendig, denn schon der Warteraum stellt die Gruppe vor ihre erste lebensbedrohliche Aufgabe.

Die Räume sind sehr gut ausgearbeitet und die Aufgaben verlangen Einiges an Kreativität und Teamwork ab. Zweiteres finden der bunt zusammen gewürfelte Haufen eher spärlich, denn bevor sie den Ernst der Lage erkennen werfen sie sich schon die ein oder andere abwertende Meldung zu. Die Fallen sind gut umgesetzt und wirken auch richtig bedrohlich, was gut zur Atmosphäre beiträgt und auch die Spannung wird hoch gehalten. Wie gesagt wird mit blutigen Effekten gespart, was hier aber kein Nachteil ist.

Die Charaktere sind recht unterschiedlich und manche dürfen im Verlauf des Films auch über sich hinaus wachsen. Von den sechs Personen werden in der Eröffnung nur drei näher vorgestellt, was einem schon erahnen lässt, welche Personen mehr Chancen haben im Spiel weiter zu kommen, hier hätte man durchaus auch die anderen drei zeigen können, um Gleichheit zu schaffen.

So haben wir eine überaus intelligente aber recht introvertierte junge Frau, einen erfolgsgeilen Aktienbroker, einen LKW Fahrer, eine Irakveteranin, einen Nerd und einen Junkie. Jeder einzelne scheint Fähigkeiten zu haben, die dem Team von Nutzen sein können und so merken sie schnell, dass sie zusammenarbeiten müssen. Im weiteren Verlauf erfahren wir durch Rückblenden mehr aus ihrer Vergangenheit und auch warum gerade sie für das Spiel ausgewählt wurden. Die Darsteller machen ihre Sache dabei recht gut und überzeugen in ihren Rollen.

Fazit:

Escape Room ist ein gelungener Thriller, der viel Wert auf Spannung und seine Charaktere legt, was dem Film sichtlich gut tut. Es muss nicht immer in einer Blutorgie enden. Und eine Hintertür für eine Fortsetzung wird auch weit aufgehalten.

4/5

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