Pixels (Filmkritik)

1982 nehmen die Freunde Brenner und Cooper an der Weltmeisterschaft der Arcardespiele teil. Dort lernen sie das „Wunderkind“ Ludlow und den Ungustl Eddie kennen, der Brenner auch noch bei Donky Kong schlägt. Die Veranstalter filmen das Ganze und schicken das Video mit Hilfe der NASA ins Weltall.

Jahre später hat die Realität die Spieler eingeholt. Brenner arbeitet bei einer Elektronikfirma, ist geschieden, und sonst läuft auch nix in geregelten Bahnen. Cooper ist, jetzt wirds a bissl unrealistisch, der Präsident der USA, jedoch wird er beim Volk immer unbeliebter. Lodlow gibt sich ganz seinen Verschwörungstheorien hin und wohnt noch bei Oma. Und Eddie sitzt im Knast.

Es kommt, wies kommen muss, das Video wird, überaus schnell sogar, von Außerirdischen gefunden und als Kriegserklärung gedeutet. Die lassen das natürlich nicht auf sich sitzen und holen zum Gegenschlag aus Sie greifen die Erde mit Figuren aus Arcardespielen an. Nachdem das Militär nicht weiter weiß, hat die große Stunde der Nerds geschlagen…

Kritik:

Adam Sandler Filme sind im Grunde nicht schlecht, etwas vorhersehbar, haben auch ihre Längen. Bei Kevin James ist das Ganze etwas gemischter, manchmal gibt es gute, meist aber eher durchschnittliche Filme. Nun haben sich die Beiden zusammengetan und bringen uns eine Invasion an Kindheitserinnerungen in Form unserer Helden aus der Arcardespielzeit. Diese sind nun etwas moderner und greifen uns in 3D an.

Dabei liegt der Actionlevel und das Tempo recht hoch, was eigentlich eher ungewöhnlich für die beiden Herren ist, aber dem Film sichtlich sehr gut tut. Die Effekte sind ausschließlich CGI und fügen sich gut ins Geschehen ein. Zerstörung gibts dabei auch genug, und so zerbröselt die angegriffene Umgebung in Pixel, kleine bunte Würfel. Diese Szenen wurden sehr gut und hochwertig umgesetzt, sei es die Zerstörung des Taj Mahals durch Pong oder Pac Man, der durch die Straßen New Yorks rast.

Und da sich unsere Helden ja mehr mit Arcardespielen als mit dem Leben auskennen, sind sie genau die Richtigen um der Bedrohung Herr zu werden. Das machen sie auf ihre eigene, durchaus witzige Art und Weise. Manchmal übertreiben sies ein wenig, aber im Grunde passt der Humorlevel recht gut rein. Etwas Situationskomik und noch mehr Wortwitz und natürlich jede Menge Seitenhiebe auf Engländer, bekannte Spiele und Filme jener Epoche lockern den Film noch etwas auf.

Adam Sandler darf wieder mal eine unerreichbare Frau begehren, sich mir ihr verkrachen, ständig sticheln und sich schließlich doch verlieben. Kevin James spielt sich auch quasi selbst, eine Weiterentwicklung hab ich in seiner Karriere noch nicht feststellen können. Peter Dinklage als zu sehr von sich selbst überzeugter Rivale von Sandler kann durchwegs überzeugen, übertreibt aber ganz gern mal. Und Josh Gad als Obernerd, der in eine Computerfigur verknallt ist spielt seine Rolle recht gut und hat einige Lacher auf seiner Seite.

Doch die eigentlichen Stars des Films sind die computergenerierten Spieleklassikerfiguren, mit welchen einige von uns gefühlte Jahre ihres Lebens verbracht haben. Der Grundgedanke der Spiele wurde gut umgesetzt, Sandler erwähnt auch immer, dass die Spiele mit Logik und Mathematik lösbar waren und kann im Film mit modernen Spielen, die die jüngere Generation begeistern, nichts anfangen.

Fazit:

Pixels ist somit Popcornkino vom Feinsten, nicht mehr, nicht weniger. Er bietet flotte, actionreiche Unterhaltung, die immer mit der passenden Musik unterlegt wurde, sympathische Darsteller und jede Menge Humor, da sich der Film natürlich selbst nicht so ernst nimmt, und es gibt auch genug witzige Seitenhiebe und jede Menge alte Computerspiele, die uns in Erinnerungen schwelgen lassen.

3,5/5

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