Pitch Perfect (Filmkritik)

Ihrem Vater zuliebe startet Beca an dem College, an welchem er Dozent ist. Doch eigentlich möchte sie lieber DJ in Los Angeles werden. Da ihr die Gruppierungen am College nicht zusagen, findet sie einen Platz beim Collegeradiosender. Was sollte sie denn auch bei den langweiligen A-cappella Gruppen, von denen es sogar vier verschiedene gibt, oder bei den tauben Juden, die wirklich taub sind? Auch von Cheerleadern, Gruftis und Hippies hält sie nicht viel. Ihre koreanische Zimmerkollegin hasst sie vom ersten Tag an, doch zum Glück gibt es zumindest einen interessanten Aspekt an der Uni. Ein junger Mann hat es ihr angetan.

Becas Vater schlägt ihr einen Deal vor: sie schließt sich einer Gruppe für ein Jahr an, und dann darf sie nach LA. Und so kommt es, dass Beca bei den Barden Bellas landet, einer reinen Frauen A-cappella Gruppe, die ihre besten Tage schon längst hinter sich gebracht hat. Die Gruppenleiterin, ein ehrgeiziges Kontrollfreak, möchte ihre Gruppe wieder nach vorne bringen, dazu müssen die Mädels aber mal die Männergruppe des Colleges schlagen. Und genau bei dieser Gruppe singt Becas Schwarm mit…

Kritik:

Die Handlung klingt bekannt? Mehr oder weniger ist sie das auch, handeln doch viele Filme vom gleichen Thema. Außenseiter kommt auf eine neue Schule, wird von irgendeiner Loosergruppe aufgenommen, und rettet schließlich den Tag. Natürlich kann der Hauptprotagonist gerade das am Besten, was die Loosergruppe braucht, sei es tanzen oder singen, oder was auch immer.

Die Internationalität der Gruppendurchmischung wurde auch hier umgesetzt, somit gibts in dem Punkt nichts auszusetzen. Doch im Vergleich zu so manch anderen Loosergruppenretterfilmen geht Pitch Perfect ein wenig auf seine Protagonisten ein und konzentriert sich nicht nur auf den Hauptdarsteller. Die Barden Bellas sind bunt durchgemischt, und auch die Charaktere an sich sind verschieden und nehmen Platz im Film ein, was dem Ganzen etwas Witz verleiht. So findet sich dort eine etwas korpulente Frau, die sich selbst Fat Amy nennt, eine schüchterne Asiatin, die man eigentlich nie versteht, wenn sie spricht, eine schwarze Lesbe, eine Sexsüchtige und natürlich die auf Erfolg versessene Anführerin.

Dass diese Konstellation früher oder später zu Spannungen führt ist von Anfang an offensichtlich, und so kann sich der Zuseher abwechselnd Zickenkrieg und hysterische kleine Mädchen gefallen lassen. Abgesehen davon hat der Film auch ein wenig Humor und Romantik zu bieten. Besonders witzig ist das Vorsingen der Anwärter. Leider wurde nicht auf Fäkalhumor verzichtet. Die „American Pie“ – Generation wird auf jeden Fall ihre Freude damit haben.

Wie auch schon bei den anderen Genrevertretern diverse Tanzeinlagen oder Ähnliches die Höhepunkte des Films sind, sind es hier die A-cappella Auftritte. Und diese bringen es fertig, den Zuseher zum Weiterschauen zu überreden. Hierbei kommt der Film so richtig in Fahrt, die Musik rockt und die Auftritte sind auch sehr gut choreographiert. Gut dass diese Einlagen schön über den Film verteilt sind.

Fazit:

Zum Schluss bleibt dann noch die klassische „Sei du selbst aber sei offen für Neues“ – Botschaft, wie auch in den restlichen Genrevertretern. Alles in Allem ist Pitch Perfect eine Spur witziger als gleichartige Filme und punktet mit den Musikeinlagen.

3/5

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