Number 23 (Filmkritik)

Der Hundefänger Walter Sparrow bekommt von seiner Frau ein Buch zu seinem 32. Geburtstag geschenkt. Walter beginnt alsbald das Buch mit dem Titel “The Number 23“ zu lesen. Die Kriminalgeschichte zieht ihn sofort in seinen Bann. Zu seinem Entsetzen stellt Walter viele Ähnlichkeiten der Romanfigur mit seinem eigenen Leben fest.

Im Roman wird als Ursache allen Übels die Zahl 23 genannt. Wie der Hauptdarsteller des Buches, beginnt auch Walter alles in seinem Leben auf die Zahl 23 zurückzuführen. Er entwickelt eine Paranoia, das Buch und die besagte Zahl beherrschen Walters Geist. Als das Buch abrupt im 22. Kapitel endet ist nicht nur sein, sondern auch das Leben seiner Familie bedroht…

Kritik:

Der Zahl 23 wurden ja schon des Öfteren diverse Bedeutungen zugesprochen. Dieser Film interpretiert nichts in diese Mystik hinein, auch biblische Versionen werden zum Glück außen vor gelassen. Was bleibt, ist eine einfache Zahl, die man mit jeder anderen ersetzen hätte können. Es werden diverse Rechnungen aufgestellt, Farben, Daten und Namen mit der Zahl assoziiert, dadurch kommt etwas Mysteryflair auf.

Die Atmosphäre ist von Anfang an sehr dicht, und wechselt im Mittelteil zur Spannung, um gegen Ende zu versiegen. Walter erzählt von seiner Misere, und wie es dazu kam, dass er das Buch geschenkt bekam. Als er das Buch liest, wird das Gelesene im modernen Filmnoirstil gezeigt. Mit dem abrupten Ende des Buches schlägt der Film eine andere Richtung ein. Walter ist von der Zahl 23 besessen, will aber das, ihm aufgedrängte, Rätsel um den Autor, der das Buch unter einem Pseudonym veröffentlicht hat, und dem beschriebenen Mord aufklären.

Unterstützung findet Walter in seiner überdurchschnittlich vorbildlichen Familie, die immer zu ihm hält, wie sehr er auch dem Wahnsinn verfällt. Und diesen Wahnsinn vermag Jim Carrey hervorragend zu spielen. Und dabei spielt er ernst, wobei er meiner Meinung nach auch bleiben sollte. Durch seine überdrehten Rollen konnte man ihn bis dato nicht ernst nehmen, nun beweist er aber, dass er es durchaus auch anders kann.

Und so zeigt Carrey auch in diesem Film, dass er zwei komplett verschiedene Charaktere glaubwürdig darstellen kann. Sowohl die Romanfigur, als auch Walter steuern unaufhaltsam einer Aufklärung der Misere zu. Deren Lösung kann der Zuseher jedoch bereits im Mittelteil erahnen. Und als wäre ein würdiges Ende des Films schon fast perfekt, schiebt Schumacher noch eine Komplettlösung hintendran, gefolgt von einem “glückliche Familie mit Vorbildwirkung“ Ende, worunter der Film enorm leidet. Somit wird dem Film auch noch die letzte Atmosphäre genommen und der Zuschauer seiner Phantasie beraubt.

Fazit:

“The Number 23“ bietet einen hervorragenden Jim Carrey und eine phantastische Atmosphäre in der ersten Hälfte. Gegen Ende wird der Film leider schwächer, und die detaillierte Erklärung ist fast schon zu viel.

3/5

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s