Nachts im Museum (Filmkritik)

Larry Daley (Ben Stiller) ist freiberuflicher Erfinder. Leider läuft es in seinem Job nicht wirklich gut. Auch privat hat er einige Probleme. Er ist geschieden, und sein 10jähriger Sohn droht schon in dem Ziehvater ein besseres Vorbild zu finden. Seine Ex- Frau stellt Larry ein Ultimatum. Sollte er nicht schleunigst einen Job finden, entzieht sie ihm das Besuchsrecht.

Um seinem Sohn zu beweisen, dass er ein guter Vater und verantwortungsbewusster Mensch ist, und ihn auch nicht zu verlieren, nimmt Larry den Job als Nachtwächter im Naturhistorischen Museum an. Doch da fangen seine Probleme erst an.

Vor 50 Jahren hat das Museum eine goldene Tafel aus einer ägyptischen Ausgrabung gekauft, die mit einem Fluch belastet ist. So werden Nacht für Nacht die Ausstellungsstücke lebendig. Und so sieht sich Larry plötzlich von wilden Hunnen umzingelt, macht Bekanntschaft mit den Katapulten der römischen Armee, oder ist auf der Flucht vor dem verspielten Tyrannosaurus Skelett. Etwas Unterstützung erhält Larry von Teddy Roosevelt (Robin Williams), der ihm mit hilfreichen Tipps zu Seite steht. Larrys Aufgabe besteht darin, dass in der Nacht keiner rein oder raus kann. Denn die Museumsstücke würden im Sonnenlicht zu Staub zerfallen. Außerdem nehmen die drei alten Nachtwächter ihre Kündigung nicht so einfach hin…

Kritik:

Diese Kinderbuchverfilmung besticht durch sympathische Charaktere, gute Effekte und jeder Menge Humor, und ist somit für die ganze Familie geeignet. Die Geschichte an sich überzeugt durch nette Ideen und Abwechslung. Das Tempo wird nach einer kurzen Einführung durchgehend hoch gehalten. Auch der Humor ist qualitativ hochwertig. Ben Stiller hält sich hier zum Glück etwas zurück.

Die Effekte sind tricktechnisch gelungen. Vor allem der Saurier überzeugt. Bei ihm bewegt sich jeder Knochen, wobei man eigentlich nicht merkt, dass er aus dem Computer stammt. Auch die Zusammenkunft zwischen den winzigen, zum Leben erwachten Figuren, und den normalen Charakteren ist gut in Szene gesetzt. Fast schon typisch für einen Stiller Film sind Tiere, und so sorgt auch hier ein kleiner Affe für diverse Lacher.

Ben Stiller überzeugt in seiner Rolle, als Vater, der seinem Sohn beweisen muss, dass er kein Loser ist voll und ganz. Der sonst als Tollpatsch bekannte Schauspieler scheint in diesem Film etwas erwachsen geworden zu sein. Es gibt durchaus auch ernste Momente, die er mimisch gut rüber bringt. Mal abgesehen von seinem Disput mit dem Affen vermag sein Humor in diesem Film zu gefallen. Noch dazu darf sich sein Charakter entwickeln. Er lernt, dass man nicht immer gleich alles hinschmeißen soll.

Robin Williams stellt mit seiner Darstellung als Teddy Roosevelt den Ruhepol im Chaos dar. Er geht Larry des Öfteren mit einem guten Rat zur Hand. Leider darf er dabei nichts von seinem Können zum Besten geben. Dennoch überzeugt er auch in ernsten Rollen. Owen Wilson sorgt als Cowboy oft für witzige Einlagen. Vor allem wenn er sich mit dem römischen Feldherren streitet. Dabei lässt er aber immer den Macho raushängen, was zu seiner Rolle passt. Dadurch vermag seine Darstellung durchaus zu gefallen.

Fazit:

Der Film eignet sich perfekt für einen unterhaltsamen Kino, bzw. Fernsehabend.

4/5

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Ein Kommentar zu „Nachts im Museum (Filmkritik)

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