In 3 Tagen bist du tot (Filmkritik)

A Madl tamet bluatvaschmiat auf ana Laundstroßn. Sie fliagt nida, a Auto kumt, da Fohra steigt aus und geht zu ihr hi. Vui fertig sogts zu eam: “Höfts da Nina.“ – Schnitt –

4 Tog vuaher: A poa Habara gfrein si, weis eana Matura gschofft hom. Um eanan Sieg z’feian mochn sa si aus, auf d’Nocht in die Dorftschumsn z’geh. A poa Stund vuaher kriangs olle a SMS mitn Inhoit, dass in drei Tog obangln wern, des olladings olle ignoriern. Und so foans in de Disko. Noch ana Wäu muaß da Martin moi schiffn. Und wei ra net zruck kumt, mocht si di Nina Surgn, und geht eam suachn. Oba aum Heisl finds nur sei Handy. Beim durchlesn va seine Nochrichtn kummts drauf, dass a is söbe SMS kriagt hot, wia olle aundan a. So trummets ihre Freind zaum, und foat mit eana zur Kiwarei. Oba wia imma, muaß hoit amoi ana okrotzn, bevor die Kiwara wos tan.

Aum nächstn Tog beschliaßt di Nina mit ihre Freind zum See z’foan, um auf aundare Gedaunkn z’kuman. Und wias so üban Martin sei Vaschwindn redn, siacht di Nina im Wossa di Leich vom Martin schwimman.

Woa de SMS do ka bleda Schmä??? Wea wü denn di Freind umbringan??? Und voa oim, Warum???

Ok, hier nochmal für alle verständlich:

Ein Mädchen taumelt blutverschmiert auf einer Landstraße. Sie fällt zu Boden, ein Auto hält, der Fahrer steigt aus und geht zu ihr hin. Völlig verstört sagt sie: “Höfts da Nina.“ – Schnitt –

4 Tage zuvor: Eine Clique freut sich, endlich die Matura bestanden zu haben. Um ihren Triumph gebührend zu feiern, verabreden sie sich in der örtlichen Diskothek. Einige Stunden vorher bekommen alle fünf eine SMS mit dem Inhalt “In drei Tagen bist du tot“, die sie allesamt ignorieren. So machen sie sich also auf dem Weg in die Disko. Nach einiger Zeit des Feierns muss Martin mal auf die Toilette. Als er nicht zurückkehrt macht sich Nina Sorgen und sucht ihren Freund. Aber bei besagtem Ort findet sie nur sein Handy. Und beim durchstöbern seiner Kurznachrichten stößt sie auf die gleiche SMS, die sie alle bekommen haben. Nina trommelt ihre Freunde zusammen, um zur Polizei zu fahren. Aber dort werden sie schnell abgewimmelt, da, wie es halt so üblich ist, vorher einer sterben muss, damit in diesem Land die Polizei zur Tat schreitet.

Am nächsten Tag beschließt Nina mit ihren Freunden zum See zu fahren, um auf andere Gedanken zu kommen. Als sie über Martins Verschwinden reden, bemerkt Nina im Wasser seine Leiche treiben.

War die SMS etwa doch kein böser Scherz??? Wer könnte den Freunden nach dem Leben trachten??? Und vor allem, Warum???

Kritik:

Ich hätte nicht gedacht, dass es die Österreicher zustande bringen, einen anständigen Horrorfilm zu drehen. Ich wurde eines Besseren belehrt. Abgesehen davon, dass er in meiner Muttersprache ist, ist er wirklich gut umgesetzt. Der Film ist durchwegs spannend, und bietet einige teils vorhersehbare, aber dennoch gute Schreckmomente.

Die Morde sind nichts Neues, aber trotzdem gut umgesetzt, und teilweise blutig. Zum Glück aber nicht so übertrieben wie in manchen Amateurproduktionen. Hier wird das Blut in der richtigen Menge eingesetzt. Bis zum Ende des Films weiß man nicht wer der Mörder ist. Man sieht ihn nur in einem schwarzen Kapuzenmantel, und die Kapuze bis zur Nasenspitze nach unten gezogen. Auch die anfänglich Verdächtigen, fallen nach einiger Zeit aus.

Bei der Umsetzung merkt man schon auch, dass die Vorbilder des Films eindeutig „TCM“, „Freitag der 13. Teil 1“, und ein wenig „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“, waren. Was dem Film aber nicht schadet. Das Einzige, das man weglassen hätte können, ist die Überhandlung mit der SMS. Das ist ziemlich banal, denn woher hat der Mörder die Nummern. Aber die Drehbuchautoren brauchten doch einen Aufhänger.

Die Musik im Film wird sehr gut eingesetzt. Sie passt zu den gezeigten Szenen. Besonders gelungen sind die Szenen, wo das Opfer gefunden wird, die Polizei und Rettung kommen, die anderen Kids verhören, usw. Dabei werden die Filmgeräusche, komplett weggelassen, man hört auch keinen reden, nur eine träge und drückende Musik ist vernehmbar. Das macht die Dramaturgie der Szene, und die Gefühle der Betroffenen Charaktere deutlicher.

Die jungen Schauspieler geben sich allesamt wirklich Mühe. Sie sind nicht perfekt, aber keiner ist mir irgendwie negativ aufgefallen.

Fazit:

In 3 Tagen bist du tot ist ein überraschend guter österreichischer Beitrag zum Slasher-Genre.

4/5

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