House (Filmkritik)

Der Schriftsteller Roger Cobb erbt ein altes Haus, nachdem sich seine Tante darin erhängt hatte. Anstatt das Haus zu verkaufen, zieht er dort ein, um in Ruhe an seinem neuen Buch zu arbeiten. Er will seine Erlebnisse aus dem Vietnamkrieg niederschreiben. Aber es gibt noch einen anderen Grund für Roger, dort zu bleiben: Vor Jahren verschwand sein kleiner Sohn aus dem Garten des Hauses. Die Tante war davon überzeugt, dass das Haus ihn geholt hat.

Und so beginnt Roger mit seiner Arbeit, leidet aber unter der Präsenz seiner Nachbarn. Der neugierige Typ von Nebenan steht ständig vor Rogers Haustür, und seine andere Nachbarin lässt Roger kurzerhand ihr Kind zum Aufpassen da. Wäre das nicht schon genug Ablenkung, hört Roger auch seltsame Geräusche im Haus.

Und sobald die Uhr zu Mitternacht schlägt, erwachen die Geister im Haus. Roger sieht sich mit Monstern und umher fliegenden Gartenwerkzeugen konfrontiert. Das Haus öffnet ihm die Pforte ins Jenseits. Roger muss sich nun auch mit seiner Vergangenheit auseinander setzen…

Kritik:

Spukhäuser gibt es viele in der Filmgeschichte. Dieses hier nimmt sich selber nicht ganz ernst, und erwischt so eine ausgewogene Mischung aus Mysterygrusel und Komödie. Und während Roger auf der einen Seite mit seinen nervenden Nachbarn zu kämpfen hat, wirds bei seinen Soloszenen zunehmend spannender.

Mit dem Voranschritt seines Romans spitzt sich auch die Lage im Haus immer mehr zu. Als alter Kriegsveteran lässt sich Roger natürlich nicht so leicht unterkriegen und rüstet zum Widerstand. Die Atmosphäre ist im Spukhaus sehr dicht, wird aber gelegentlich von den Nachbarn oder Romanszenen zerstört. Diese bremsen auch den Film extrem.

Gegen Ende erhöht sich das Tempo allerdings wieder, die Spannung nimmt zu, und die Monster bestimmen das Geschehen. Die Effekte sind sehr solide in Szene gesetzt, jedoch sollte man sich keine Splattereffekte erwarten. Das Hauptaugenmerk des Films liegt auf stimmungsvollen Grusel, und der weiß zu überzeugen, würde er nicht immer wieder unterbrochen werden.

Die Ausstattung des Sets ist hervorragend, und trägt positiv zur Atmosphäre bei. Besonderer Wert wurde auf die Einrichtung der Räume gelegt. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und gut besetzt. Sie werden ausreichend vorgestellt und manche dürfen sich auch entwickeln. William Katt kann in seiner Rolle als Roger vollends überzeugen.

Fazit:

“House“ überzeugt mit stimmigen Grusel, der leider immer wieder unterbrochen wird. Dennoch kommt gelegentlich Spannung auf, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz.

3,5/5

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