Herr der Ringe Zeichentrick Film (Filmkritik)

Am Ende des 2. Zeitalters schließen sich die Menschen und Elben zusammen, um in einer letzen Schlacht Sauron, der mit seinem Meisterring die Herrschaft über Mittelerde erlangen will, zurückzutreiben. Isildur gelingt es, dem Tyrannen den Finger abzutrennen und gelangt in den Besitz des Ringes.

Aber anstatt ihn zu zerstören, behält er den Ring und kehrt in seine Heimat zurück. Auf dem Heimweg wird Isildur überfallen und getötet. Der Ring fällt in den Anduin Fluss, wo er viele Jahre liegen wird.

Zwei Freunde finden den Ring beim Angeln. Da der Hobbit Smeagol den Ring für sich alleine haben will, bringt er seinen Freund um und flüchtet ins Nebelgebirge. Dort verlässt ihn aber der Ring und wird von Bilbo Beutlin aus dem Auenland gefunden, der mit einigen Zwergen zufällig durchs Gebirge streift.

An Bilbos 111ten Geburtstag beschließt er, das Auenland zu verlassen, und nach Bruchtal zu ziehen. Der Zauberer Gandalf stattet dem Hobbit noch einen Besuch ab, und nimmt ihm den Ring ab, den er Bilbos Neffen Frodo gibt.

17 Jahre vergehen, bis Gandalf erneut im Auenland auftaucht. Er weiß nun, dass es sich bei dem Ring, um den Einen Ring handelt. Und so schickt er Frodo mit seinem Freund Sam auf die Reise nach Bruchtal. Gandalf hingegen reitet zu seinem Ordensvorstand Saruman. Dieser ist allerdings durch Sauron geblendet und will den Ring für sich und seinen Herren haben. Da Gandalf ihm nicht verraten will, wo er den Ring versteckt hält, sperrt Saruman den Zauberer auf dem Turm.

Frodo und seine Freunde, auch Merry und Pippin haben sich angeschlossen, gehen inzwischen nach Bree, wo sie im Gasthaus auf Gandalf warten wollen. Dort treffen sie auf Streicher, der sich als Aragorn, Isildurs Erbe entpuppt. Er beschützt die Hobbits vor den Ringgeistern und führt sich nach Bruchtal.

Bei Elronds Rat beschließen die Elben, Menschen und Zwerge, dass der Ring zerstört werden müsse. Bilbo würde diese Aufgabe gerne übernehmen, jedoch meint Gandalf, dass seine Reise bereits vorüber ist, und diese Bürde Frodo tragen muss. Und so machen sich neun Gefährten auf dem Weg nach Mordor.

Ihre Reise fürht sich durch die Mienen von Moria, wo Gandalf beim Kampf mit dem Balrog in die Tiefe stürzt. Alleine machen sich die Freunde nun auf dem Weg zu Sauron.

Bei einem Zwischenstopp bei Galadriel dürfen Frodo und Sam in den magischen Spiegel blicken.

Die Gemeinschaft zerbricht. Frodo und Sam machen sich nun alleine auf dem Weg nach Mordor. Boromir stirbt beim Versuch Merry und Pippin vor den Orks zu beschützen. Diese werden entführt und Aragorn, Legolas und Gimli verfolgen sie.

Die Orks werden aber von den Reitern Rohans aufgehalten, und die beiden Hobbits fliehen in den Fangorn Wald, wo sie von Baumbart gefunden werden. Die drei Verfolger treffen auf Gandalf, der mit ihnen nach Rohan reist, um König Theodem vor Sarumans Orks zu warnen.

Frodo und Sam hingegen fangen ihren Verfolger, Gollum ein, und zwingen ihn, sie nach Mordor zu führen. Dieser stimmt zu, hegt aber böse Hintergedanken. Und während die drei durch die Sümpfe wandern, machen sich die Menschen auf den Angriff bei Helms Klamm bereit …

Kritik:

Bereits 1978 erschien dieser Zeichentrickfilm. Da ein Realfilm als unmöglich galt, blieb dies auch bis vor wenigen Jahren die einzige Verfilmung des Stoffes. Der Film deckt die Geschichte von den Anfängen bis zur Schlacht bei Helms Klamm ab. Leider wurde nie eine brauchbare Fortsetzung gedreht, in der die Saga vollendet wird.

Da die ziemlich umfangreiche Handlung auf zwei Stunden zusammengestaucht wurde, werden einige Stationen im Schnelldurchlauf passiert. Ein Erzähler füllt die Lücken aus. Leider werden auch die Charaktere sehr wenig vorgestellt. Merry und Pippin spielen fast gar keine Rolle. Es ist einfach zu wenig Zeit da.

Die Animation verläuft durchgehend flüssig, und ist sehr detailreich. Es wurden mehrere Stile verwendet, die sich abwechseln, um bestimmte Ereignisse oder Charaktere hervorzuheben. So ist der Vorspann ein in Rot gehaltenes Schattenspiel. Die Gefährten erinnern vom Zeichenstil her an alte Disney Filme. Die Orks hingegen wurden viel kantiger, und mit dunkeln Farben gezeichnet.

Der Film ist stellenweise recht düster geraten, und bietet auch einiges an Spannung. Auch die Actionszenen sind gut umgesetzt, wo auch Blut fließen darf. Leider gibt’s ab und zu einen kleinen Tempoverlust. Darum ist das Werk nicht für Kinder geeignet.

Fazit:

Leider versucht der Film sehr viel Handlung auf zwei Stunden einzuschränken. Dennoch ist er recht interessant, vor allem, da manche Szenen anders als in Jacksons Trilogie sind. Die erwartete Fortsetzung, und somit das Ende des Werkes blieb leider aus. Die verschiedenen Zeichenstile verleihen dem Film einen eigenen Charme.

4/5

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