Hellraiser (Filmkritik)

Der Draufgänger Frank Cotton ersteht im Nahen Osten einen magischen Würfel, der ihm ungeahnte sexuelle Gelüste verspricht. Wieder zuhause testet Frank den Würfel, und öffnet mit diesem das Tor in eine andere Dimension, und macht somit die Zenobiten auf ihn aufmerksam. Diese erscheinen in Form von Dämonen, und demonstrieren Frank ihre Empfindung von Lust. Dabei reißen sie Frank in Stücke und führen ihn in ihre Welt, in welcher er fortan gefangen ist.

Einige Monate später zieht sein Bruder Larry ins gemeinsame Elternhaus, in welchem Frank zuletzt wohnte. Bei den Umzugarbeiten verletzt sich Larry. Durch das Blut seines Bruders gelingt es Frank, den Zenobiten zu entkommen. Jedoch ist er nicht vollständig zurückgekehrt. Er braucht mehr Blut, um seinen Körper zu vervollständigen.

Larrys Frau, Julia, verfällt Frank abermals und lockt ahnungslose Männer auf den Dachboden des Hauses. Nachdem Julia sie getötet hat, saugt Frank die Opfer aus, um sich zu regenerieren. Als ihre Stieftochter Kirsty, hinter das dunkle Geheimnis kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Kirsty nimmt den Würfel an sich und ruft somit wieder die Zenobiten auf den Plan, die Franks Flucht nicht dulden können…

Kritik:

Nachdem Clive Barker mit den ersten beiden Verfilmungen seiner Werke “Underworld“ und “Raw Head Rex“ nicht zufrieden war, entschloss er sich, selbst Regie zu führen und adaptierte, seine kurz zuvor entstandene Novelle, “The Hellbound Heart“. Barker schuf ein Meisterwerk des Horrorgenres, welches mehrere Fortsetzungen nach sich zog, und die Hauptfigur, Pinhead, zur Ikone des Genres machte.

Mit einem recht geringen Budget gelang es Barker, eine sehr dichte Atmosphäre zu schaffen. Der Großteil des Geschehens spielt sich am dunklen Dachboden des Hauses ab. Dabei gelingt ihm ein perfekter Einsatz von Licht, Musik und Spannung. Die Zenobiten treten aus dem Schatten hervor und wirken sehr bedrohlich. Die Kulisse wurde mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet, und trägt mit dem Einsatz von einfachen, aber sehr wirkungsvollen Effekten, viel zur Atmosphäre bei.

Sehr viel Wert legte Barker allerdings auch auf den Gewaltpegel, welcher ihm des Öfteren Probleme mit diversen Zensurbehörden bescherte. So erschien “Hellraiser“ in manchen Ländern nur stark gekürzt, oder wurde gleich beschlagnahmt. Den Effekten merkt man das geringe Budget allerdings nicht an. Die Masken wurden solide gestaltet und mit ausreichend Blut unterlegt, was jedoch nie übertrieben wirkt. Einzig die Computereffekte wirken heute leicht überholt.

Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet und gut besetzt. Pinhead wurde schon bald zur Ikone, wobei sich seine Filmpräsenz, bis auf wenige Ausnahmen, nur auf ein paar Minuten beschränkt. Er bleibt jedoch die einzige Konstante bei den Zenobiten. Sein Gefolge wechselt ab Teil 3, was wieder für Abwechslung sorgt.

Teil eins konzentriert sich, neben Frank, auf die beiden Hauptdarstellerinnen. Julia, die ein dunkles Geheimnis mit Frank verbindet, verfällt ihm abermals und begeht für ihn sogar einige Morde. Wobei sie zwar zögert, aber nicht die Kraft besitzt, dagegen anzukämpfen. Kirsty steht ihr als Antiheldin und Pendant gegenüber. Sie entwickelt in der Not die nötige Stärke, um gegen die Zenobiten zu bestehen.

Fazit:

Clive Barker trug mit seinem Meisterwerk bedeutend zum Horrorgenre bei. Atmosphäre, Spannung, Kameraführung und Musik passen hier perfekt zusammen. Großen Wert legte er auf die Effekte und die Ausarbeitung der Charaktere. Somit beweist er, dass man auch mit einem kleinen Budget ein A-Movie abliefern kann.

5/5

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