Hellraiser 7 – Deader (Filmkritik)

Als die Reporterin Amy Klein ein Videoband mit einem Film von einem okkulten Ritual zugeschickt bekommt, wittert sie eine gute Story. Sie reist nach Bukarest, um der Sache auf den Grund zu gehen. Ihre erste Spur führt Amy zur Wohnung der Absenderin, Marla.

Doch diese sitzt tot im Badezimmer. Amy findet ein Kuvert und einen seltsamen Würfel neben der Leiche. Marla hat ihr eine Kassette überlassen, die ihre Nachforschungen vorantreiben soll. Doch die Warnung, den Würfel nicht zu öffnen, ignoriert Amy, und ruft somit Pinhead auf den Plan.

Scheinbar aus einem Albtraum erwacht, sucht Amy die Sekte, die auf dem Video zu sehen war, auf. Deren Anführer fordert ihre Seele, um den Würfel öffnen zu können. Fortan gerät Amy immer tiefer in den Strudel von Angst und Gewalt…

Kritik:

Rick Bota lernte aus seinen Fehlern bei Teil 6 und liefert mit der Fortsetzung einen strukturell ähnlichen Film ab. Jedoch springt dieser Versucht nicht konfus im Kreis, so dass ein roter Faden erkennbar, und die Handlung interessant bleibt.

Diese führt den Zuseher nach Rumänien, wo seltsamerweise alle von Haus aus englisch sprechen, so dass Amy keine Sprachprobleme bekommt. Nebenbei gibts noch einige Seitenhiebe auf den Dreck und die Kriminalität des Landes. Die Schauplätze sind allesamt dunkel gehalten und tragen viel zur Atmosphäre bei, die zwar besser als beim direkten Vorgänger ist, aber bei weitem nicht an die ersten beiden Teile ran kommt.

Nach ihrer Begegnung mit Pinhead beginnt Amy an ihrem Verstand zu zweifeln. Sie verliert ihr Ziel aber nicht aus den Augen, und trotzt diversen Halluzinationen. Dabei kann auch der Zuseher wieder dem Geschehen folgen. Hierbei erfährt man auch von Amys traumatischer Vergangenheit, die sie bis jetzt nicht verarbeiten konnte. Diese Szenen wurden eher farblos gehalten, um ihr Unterbewusstsein zu visualisieren.

Bei ihrer Suche trifft Amy auf die verschiedensten Menschen, leider aber nicht auf Zenobiten. Diese bleiben dezent im Hintergrund und tauchen auch nicht als Halluzination auf. Pinhead selbst hat nur zwei kurze Auftritte, bei denen er allerdings etwas blass wirkt. Doug Bradley schlägt natürlich wieder den Rest der Darstellerriege um Längen, darf sich aber durch seine kurze Anwesenheit nur beschränkt ausleben.

Zur Freude der Fans bietet dieser Teil der Reihe wieder etwas mehr Blut als sein Vorgänger. Einige Szenen ziehen sich dabei leider selbst etwas ins Lächerliche. Ernster wird der Film erst am Ende, wo auch Pinheads Ketten wieder fliegen dürfen, und der Gorelevel ganz leicht ansteigt. Natürlich kommt der Film auch in diesem Punkt nicht an Teil 1 bis 4 ran.

Fazit:

Hellraiser ist einfach nicht mehr, was er einmal war. Auch dieser Teil ist weit von den Originalen entfernt, kann aber im direkten Vergleich den abstrusen Vorgänger toppen.

2,5/5

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