Hellraiser 5 – Inferno (Filmkritik)

Joseph wird mit seinem Partner zu einem Tatort gerufen, wo ein Mann in Stücke gerissen wurde. Bei der Spurensuche findet er einen Würfel, den er an sich nimmt. Außerdem entdeckt Joseph den Finger eines Kindes am Ort des Geschehens. Da er selbst Vater einer kleinen Tochter ist, geht er dem Fall nach, denn er vermutet, dass das Kind noch am Leben ist.

Obwohl er eine, ihn liebende, Frau hat, vergnügt sich Joseph noch in derselben Nacht mit einer Nutte. Und da kommt ihm dann auch wieder der Würfel in den Sinn. Also betätigt er ihn, und öffnet somit den Zenobiten die Pforte zur Hölle. Von Visionen geplagt, schlittert Joseph immer tiefer in die Angelegenheit.

Es geschehen weitere Morde, mit denen er in Verbindung gebracht werden kann. Und an jedem Tatort findet Joseph einen weiteren Finger. Daher setzt er nun alles daran, den Fall aufzuklären. Seine Nachforschungen führen ihn auf die Spur eines gewissen Ingenieurs. Doch je weiter Joseph kommt, desto präsenter werden seine Halluzinationen…

Kritik:

Nachdem die Produzenten in Teil 4 das Hauptaugenmerk auf Pinhead lenkten, beschritten sie bei der Fortsetzung einen komplett anderen Weg. Die Aneinanderreihung von Splatterszenen wich einem atmosphärischen Polizeithriller, was bei manchen Fans allerdings zu Empörung führte. Pinheads Anwesenheit wurde auf ein Minimum beschränkt, der klassische Hellraisermythos ist beim vierten Aufguss nun wieder deutlicher erkennbar.

Der Zuseher begleitet den rücksichtslosen Cop Joseph auf seinem Weg in den Wahnsinn. Dieser schreckt nicht mal davor zurück, seinen Partner zu belasten, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Mit der Aktivierung des Würfels werden ihm seine Fehler schmerzhaft vor Augen geführt.

Dabei ist “Inferno“ allerdings sehr zurückhaltend im Vergleich zu den Vorgängern. Vieles geschieht im Off, der Zuseher bekommt, wie auch Joe, nur die Resultate zu sehen. Mit dem Auftauchen der ersten Zenobiten beginnt Joe an seinem Verstand zu zweifeln. Der pinheadverwöhnte Zuseher wartet jedoch vergeblich bis zum Ende des Films, was Fans des ersten Teils wiederum freut.

Denn Pinhead ruft hier nicht zum Krieg Hölle gegen Menschheit auf, sondern wird wieder als rätselhafter Dämon dargestellt, der Joseph nach Betätigung des Würfels in die Hölle reißen will. Dabei geht der Film auf die Psyche des Hauptdarstellers ein. Seine Leiden werden dargestellt, und er verliert den Verstand, wobei sich nach einiger Zeit auch der Zuseher fragt, was sich nun in Joes Phantasie abgespielt hat, und was nicht. In Form von Monologen erzählt dieser von seinem Charakter, und seinem Umfeld.

Die Darsteller wirken zwar alle motiviert, jedoch kann keiner so recht überzeugen. Dem Hauptdarsteller fehlt ein wenig das Talent zur Charakterdarstellung. Die Zenobiten wurden gut gestaltet, können jedoch mit den Vorgängern nicht mithalten. Deutlich zulegen konnte der Film wieder bei der Atmosphäre. Dunkle Räume mitsamt Josephs Hirngespinsten, begleitet von ruhiger Musik verleihen dem Werk wieder den vermissten Flair.

Fazit:

Teil 5 der Reihe kann zwar wieder mit Atmosphäre punkten, vernachlässigt allerdings die Darsteller und Splattereffekte, die man nach den Vorgängern erwartet.

2,5/5

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