Hellraiser 3 – Hell on Earth (Filmkritik)

Als die Reporterin Joey Summerskill nach einer erfolglosen Reportage im Krankenhaus gerade ihre Zelte abbauen will, wird ein schwer verletzter Mann eingeliefert. Ketten stecken in seiner Haut und zerreißen ihn förmlich. Joeys Neugierde wurde geweckt und sie versucht Kontakt zu der jungen Frau aufzunehmen, die den Mann ins Krankenhaus brachte.

Von ihr erfährt sie von einem Würfel, den der Mann aus einem Obelisken gestohlen hatte, der sich in Besitz des Diskobetreibers J.P. Monroe befindet. Als dessen Blut auf den Obelisken gelangt, erwacht der darin gefangene Pinhead zu neuem Leben, und fordert von Monroe weitere Blutopfer.

Nachdem Monros selbst Pinhead zu Opfer fällt, kann sich dieser aus dem Obelisken befreien, und lässt die Hölle auf Erden losbrechen. Er schafft sich ein Gefolge von Zenobiten und richtet sogleich in der Disko ein Blutbad an. Nur eine kann ihn jetzt noch stoppen. Joey ist im Besitz des Würfels. Unerwartete Hilfe bekommt sie durch Eliot Spencer, Pinheads Geist, der ihr in ihren Träumen erscheint…

Kritik:

Nach dem Erfolg der beiden Vorgänger nahm man sich in den USA des Stoffes an, und konstruierte eine Fortsetzung. Die Handlung der ersten beiden Filme wurde dabei nicht außer Acht gelassen, und so fand man einen Weg, die Story nach New York zu verlegen, um die Fortsetzung nicht aus dem Zusammenhang zu reißen. Dennoch geht Regisseur Hickox einen ganz anderen Weg als seine britischen Kollegen.

Teil 3 konzentriert sich nunmehr komplett auf Pinhead, so hat er hier die längste Onscreen Zeit der Reihe. Er hat sich vom tragischen, doch menschlichen Antihelden, zu einer Ausgeburt des Bösen gewandelt. Seine menschliche Seite ist komplett separiert und wird von Spencer in Joeys Träumen dargestellt, was den mystischen Aspekt des Filmes darstellt.

Dennoch kann dieses Werk nicht mit der Atmosphäre seiner Vorgänger mithalten. Die stimmungsvolle Kulisse wurde durch eine Großstadt getauscht, wobei sich hier die Handlung allerdings nur auf drei Schauplätze konzentriert. Weder diese, noch die Traumszenen beim Vietnamkrieg können überzeugen, und Stimmung vermitteln. Hickox stellt klar die Action und die Splattereffekte in den Vordergrund.

Diese sind handwerklich gut gemacht, auch die Masken der Zenobiten wissen zu überzeugen. Ihre Wirkung erreichen sie aufgrund der fehlenden Atmosphäre und Spannung jedoch nicht. Daher kommt der Film trotz des höheren Blutgehaltes bei weitem nicht so brutal wie sein Vorgänger daher. Aber die Ketten fliegen dennoch.

Die Darsteller fallen nicht weiter auf. Mit der Geschichte der Hauptdarstellerin versucht Hickox zwar, etwas Tragik in das Ganze zu bringen, doch scheitert es an ihrer Glaubwürdigkeit. Die anderen Schauspieler sind genau so austauschbar, einzig Doug Bradley hält den Film als Pinhead am Leben.

Fazit:

Die komplette Zuwendung zur Action war hier sicherlich der falsche Weg. Gorehounds könnten ihre Freude dran haben, aber Hellraiser Fans werden hier sicher etwas enttäuscht sein.

2/5

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