Hatchet (Filmkritik)

Nachdem Ben von seiner Freundin verlassen wurde, versucht er seine Schmerzen mit ein paar Freunden beim Mardi Gras in New Orleans runterzuspülen. Da ihn die Stimmung aber nicht mitreißen kann, beschließt er eine Bootsfahrt auf den Sümpfen zu buchen. Sein bester Freund Marcus begleitet ihn widerwillig.

Mit einer bunt zusammen gewürfelten Reisegesellschaft geht es bereits einige Stunden später los. Während der Bootsfahrt berichtet der Reiseleiter von Victor Crowley, der einige Jahre zuvor gestorben sein soll, und angeblich als Geist sein Unwesen treibt.

Wie es der Zufall so will, strandet das Boot und droht zu sinken, so dass die Besatzung an Land flüchten muss. Dort merken sie allerdings ziemlich rasch, dass die Legende um Victor doch wahr ist. Aber da ist es bereits zu spät, denn der tut das, was er am besten kann…

Kritik:

Wieder mal ein Slasher der mit der Horrorwelle mitschwimmt. Diesmal sind allerdings einige bekannte Stars dabei. Das ließe doch etwas mehr erwarten. Robert Englund und Tony Todd haben aber leider nur einen recht kurzen Auftritt. Anders bei Kane Hodder, er schlüpft wieder mal in die Rolle des Killers, diesmal zwar ohne Hockeymaske, aber dafür genauso kreativ und um einiges brutaler, als er es noch in den Freitag Filmen sein durfte. Anstatt der Maske wurde er so derartig verunstaltet, dass es fast denselben Effekt hat.

Da wären wir schon beim Höhepunkt des Films. Die Effekte sind wirklich gut und vor allem sehr blutig in Szene gesetzt. Victor geht dabei auf Alles los, was sich bewegt. Spannung kommt dabei eher wenig auf, hier steht der Splatter im Vordergrund. Nach einer halbstündigen Durststrecke nach dem Eröffnungsmord kann man sich gespannt zurücklehnen, und die Show genießen.

In dieser halben Stunde werden die Protagonisten vorgestellt, wo natürlich genretypisch wieder fast alles vertreten ist. Neben den Quotenrandgruppen gesellen sich auch einige hübsche, aber strohdumme Mädels dazu, die mit ihrem Pornoregisseur unterwegs sind, und ständig ihre Titten zur Schau stellen. Jeder der Charaktere hat ein kleines, oft lächerliches Geheimnis, das eigentlich nicht viel zum Film beiträgt.

Nichtsdestotrotz beginnen die Protagonisten bald zu nerven, und teilweise wundert man sich extrem über deren drehbuchbedingte Blödheit. Das zerstört natürlich auch gleich die Atmosphäre, die durch den Schauplatz aufgebaut werden konnte. Nachdem die Geheimnisse um die Opfer gelüftet, und sie auch schon ordentlich dezimiert wurden, gehts temporeich in Richtung Showdown. Und sogar da wird der Film durch die besagte Dummheit der Rollen etwas lächerlich.

Fazit:

“Hatchet“ ist vom Prinzip her ein Standardslasher, den man mit genügend Alkoholkonsum recht witzig finden kann. Dennoch ragt er etwas über die anderen Genrevertreter hinaus. Nicht ganz unschuldig sind dabei die hervorragenden Effekte.

3,5/5

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