Harry Potter und der Orden des Phönix (Filmkritk)

Ein ruhiger Spielplatz irgendwo in England. Harry sitzt auf einer Schaukel. Da taucht eine Schar Teenager auf. Ihr Rädelsführer, Harrys Cousin Dudley beginnt den jungen Zauberer zu ärgern. Zorn erstarkt in Harrys Gemüt, doch bevor er Dudley was antun kann ziehen dunkel Wolken auf. Es wird kalt und beginnt zu regnen. Harry ahnt, was auf ihn zukommt, und flüchtet mit seinem Cousin in einen Tunnel. Plötzlich werden sie von Dementoren angegriffen, die beiden das Leben aussaugen wollen. Harry rettet Doudley mit einem Patronus-Zauber das Leben.

Und gerade deshalb wird er von Hogwarts suspendiert. Noch in derselben Nacht statten “Mad-Eye“ Moody und sein Gefolge Harry einen Besuch ab. Sie bringen ihn zum geheimen Hauptquartier von Dumbledores “Orden des Phönix“, die den Kampf gegen Lord Voldemort aufnehmen wollen. Dort erfährt Harry, dass er nicht suspendiert wurde, sich aber vor dem Ministerium verantworten muss.

Zauberminister Fudge weigert sich strikt, die Rückkehr Voldemorts anzuerkennen. So liegt er im ständigen Clinch mit Dumbledore. Um Hogwarts besser kontrollieren zu können, stellt er seine Sekretärin, Dolores Umbridge, als Lehrerin in der Schule ein. Sie soll dort für Ordnung, und Wahrung der alten Werte sorgen. Da sie ihren Job sehr genau nimmt, wird sie alsbald vom Ministerium ermächtigt, absolute Macht auszuüben. Somit kann sie auch andere Lehrer feuern.

Harry und seinen Freunden ist bewusst, dass Lord Voldemort auf dem Vormarsch ist, so gründen sie im Geheimen den Bund “Dumbledores Armee“ und trainieren diverse Zaubersprüche. Harry wird ständig von Albträumen geplagt, wo er seine Freunde leiden sieht. Voldemort versucht in seinem Geist vorzudringen. Gelingt es ihm, ist alles verloren. Und so rüsten sich die jungen Zauberer für den letzten Kampf. Als dann noch Gefangene aus Askaban fliehen, und sich dem dunklen Lord anschließen, müssen sie handeln. Doch Voldemort ist mächtiger als erwartet…

Kritik:

Harry wird erwachsen. Seine Gefühle scheinen verrückt zu spielen, er muss lernen sie zu kontrollieren, um nicht dem Bösen zu verfallen. So wird er öfter Zornig, hat Angst, aber lernt auch die Liebe kennen. Wie ein normaler Teenager halt. Dabei liegen seine größten Schwächen, aber auch seine Stärke, wie sich noch herausstellen wird.

Und wie Harry entwickelt sich auch die Geschichte immer mehr ins Dramatische. Die verspielten Details der ersten Teile sind gewichen, um Platz für die düstere Bedrohung zu schaffen. Hier gibt es keine Geister, die durch Hogwarts wandeln, und auch keine Sportveranstaltungen mehr. Es wird Ernst für die Zauberlehrlinge. Im Geheimen müssen sie lernen, da das Ministerium ihnen das Zaubern verboten hatte. Und die neue Professorin ihre Augen überall hat.

Denn früher oder später wird Voldemort mit seinem Gefolge auftauchen. Und bevor die letzte Hoffung der Freunde schwindet, müssen sie sich vorbereiten. Harry entpuppt sich als hervorragender Lehrer, aber er vermag nicht zu ahnen, wie stark sein Kontrahent wirklich ist. Und schon bald sollen sich die beiden Fraktionen gegenüberstehen.

Vermag die Handlung auch etwas dünn erscheinen, wurde bei den Effekten hingegen nicht gespart. Es wurde hervorragende CGI Arbeit geliefert, und die Gefechte wirken optisch berauschend. Endlich wird hier auch mehr gezaubert, wobei viele Charaktere ihre Künste zur Schau stellen dürfen.

Leider ist die erste Hälfte des Films, bis auf den Anfang, recht unspektakulär. Dennoch gibt es im Vergleich zum Vorgänger eine Steigerung. Harrys Albträume gestalten sich interessant und tragen auch zur Spannung bei. Der dunkle Lord und seine Schergen kommen zwar auch erst am Ende zum Einsatz, aber diesmal mit mehr Action.

Die meisten Charaktere kennt man bereits aus den Vorgängern, daher bedarf es keiner Einführung mehr. Dennoch dürfen sich manche von ihnen entwickeln. Die neuen Charaktere, allen voran Umbridge, erfahren einer kurzen Vorstellung. Prof. Umbridge entwickelt sich in der ersten Hälfte zu Harrys größter Widersacherin. Einige Charaktere sorgen wieder für ein paar Lacher, um die Stimmung aufzulockern. So haben der Hausmeister, Severus Snape und Harrys Cousin ihre glänzenden Momente.

Auch bei den jungen Darstellern merkt man, dass sie mit jedem Teil etwas mehr dazulernen, und sich schön langsam zu annehmbaren Schauspielern entwickeln. Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint interagieren hervorragend miteinander. Jedoch sei Radcliffes Leistung besonders hervorzuheben, da er es versteht, die Charakterzüge und Gefühle glaubhaft rüber zu bringen. Aber auch die routinierteren Schauspieler agieren ihrer Rolle gerecht routiniert, wobei sie aber nie direkt ins Rampenlicht gerückt werden.

Fazit:

Im Großen und Ganzen überzeugte mich “Der Orden des Phönix“ um einiges mehr, als sein Vorgänger “Der Feuerkelch“. Einige Mankos sind die dünne Handlung, die eher unspektakuläre erste Hälfte und das abrupte Ende des Films. Dennoch wird die Story nie uninteressant, und beim Showdown wird man mit einem Effektfeuerwerk belohnt.

4/5

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