Halloween H20 (Filmkritik)

20 Jahre nachdem Laurie Strode an Halloween eine Nacht des Grauens durchmachen musste, hat sie eine andere Identität angenommen und leitet eine noble Privatschule in Kalifornien. Jedoch lebt sie noch immer mit der Angst, dass Michael Meyers eines Tages zurückkommen kann, und dann sie und ihren Sohn, John, töten wird.

Dieser ist die Paranoia seiner Mutter schön langsam leid. Da sie ihm nun auch verboten hat am Schulcampingausflug teilzunehmen, wendet er sich noch mehr von ihr ab. Als Gegenveranstaltung plant er mit seiner Freundin und einem anderen Paar, eine kleine Halloweenparty im Schulkeller zu veranstalten.

Und während Laurie die Nacht mit dem Schulpsychologen verbringen will, gesellt sich ein weiterer, ungebetener Gast zur Party. Michael Meyers hat sie gefunden. Er will beenden, was ihm vor 20 Jahren nicht gelungen ist. Dr. Loomis kann Laurie nicht mehr zur Hilfe kommen. So muss sie sich ihren Dämonen stellen, denn diesmal steht auch das Leben ihres Sohnes auf dem Spiel…

Kritik:

Nachdem die Serie immer mehr in Richtung Sektenmysteryslasher abgeglitten ist, hat man sich 1998 eines Besseren besonnen, und ist somit zu den Wurzeln zurückgekehrt. “Halloween H20“ schließt an Teil 2 an und ignoriert somit die weiteren Fortsetzungen komplett.

Gleich zu Beginn erfährt man, dass Dr. Loomis bereits verstorben ist. Er erzählt noch mal seine Erlebnisse mit Michael Meyers. Nachdem Michael herausgefunden hat, wo sich Laurie Strode aufhält, erwacht sie schreiend aus einem Alptraum. Nicht umsonst gilt Jamie Lee Curtis, die hier zum Glück wieder mitwirkt, als Screamqueen. Sie wertet mit ihrer hervorragenden Darbietung den Film gehörig auf. Neben ihren Ängsten hat sie auch mit ihrem pubertierenden Sohn, der von Josh Hartnett verkörpert wird, zu kämpfen. Als sie feststellen muss, dass ihre Ängste durchaus wahr werden können, muss sie sich ihnen stellen.

Neben Jamies Darstellung lebt der Film vor allem von der Atmosphäre, die mit Teil 2 problemlos mithalten kann. An das Original kommt sie nicht ran. Auch die Musik trägt ihren Teil dazu bei, und das ein oder andere Lied kommt einem sicher bekannt vor. Der Spannungslevel wird recht hoch gehalten und manchmal von Schreckmomenten gegipfelt. Der Gewaltgrad ist hier recht zurückhaltend. Einige Morde geschehen im Off, andere werden zwar gezeigt, gehen aber nicht ins Detail wie bei den Vorgängern.

Die ersten 45 Minuten fehlt es dem Film allerdings an Tempo. Hier wird die Zeit genutzt um einige Charaktere vorzustellen. Die Darsteller können alle überzeugen, niemand fällt negativ auf. Außerdem baut sich hier langsam die Spannung auf, die dann beim Showdown ihren Höhepunkt erreicht.

Fazit:

Mit dem Ignorieren der Vorgänger traf man hier die richtige Entscheidung, und hat somit wieder einen soliden Horrorthriller ohne Myteryelemente geschaffen. Eine besondere Bereicherung stellt Jamie Lee Curtis dar.

4/5

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