Halloween – Die Nacht des Grauens (Filmkritik)

Nachdem der kleine Michael seine Schwester in der Halloweennacht getötet hatte, wurde er in ein Sanatorium eingeliefert. 15 Jahre fristete er dort wortlos sein Dasein. Niemand konnte zu ihm durchdringen. Um so mehr besorgt ist sein behandelnder Arzt, als Michael verlegt werden soll. Es kommt, wie es kommen muss, Michael gelingt die Flucht. Und er kennt dabei nur ein Ziel: Haddonfield.

Dort laufen gerade die Vorbereitungen für Halloween. Kinder ziehen verkleidet durch die Straßen, Teenager feiern und die Eltern sind auf diverse Parties eingeladen. So passt Laurie als Babysitter auf zwei kleine Kinder auf, während im Nachbarhaus ihre Freundin sich mit einem Jungen vergnügt. Nicht wissend, dass ein irrer Killer durch die Straßen zieht…

Kritik:

Mit sehr geringem Budget schuf John Carpenter einen wegweisenden Kultklassiker des Horror Genres. Heute vermag er ein wenig angestaubt und träge wirken, und viele junge Zuschauer finden ihn eher langweilig. Doch schauen wir kurz in die 70er. Die Vorstädte waren sicher, Menschen verschlossen nie ihre Türen. Und genau diesen Nerv traf Carpenter, indem er seinen Killer in einer beschaulichen Kleinstadt ohne weiteres in Häuser reinspazieren lässt.

Langsam baut der Film seine Spannung auf. Die heile Welt wird mit Einfall der Nacht bedrohlicher. Ein wortloser Killer streift umher, tötet kaltblütig, und wir erfahren nicht, warum und wie er seine Opfer auswählt. Einzig sein Arzt gibt Hinweise auf Michaels Psyche und Beweggründe, doch die Polizei glaubt ihm erst als es zu spät ist. Gewalt ist eher nicht visueller Natur und Blut spritzt dabei auch keines. Der Fokus liegt auf der Spannung.

Die kleine, verträumte Stadt, sowie Carpenters eigens komponierte Musik tragen positiv zur bedrückenden Atmosphäre und Spannung bei. Obwohl die Musik für die anderen Filme wieder verwendet wurde, erreichte sie nie den gleichen Effekt wie beim Original. Schauspielerisch überzeugen Jamie Lee Curtis und Donald Pleasence in ihren Rollen als Babysitterin und Arzt.

Fazit:

Halloween läutete eine ganze Reihe an Slasherfilmen ein. Ohne Zweifel sollte man den Kultklassiker gesehen haben.

4,5/5

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3 Kommentare zu „Halloween – Die Nacht des Grauens (Filmkritik)

      1. Ja in einem späteren Teil wird das erwähnt. Aber die Nachfolger hatte Carpenter zur Zeit des ersten Teils noch nicht im Kopf.

        Das Mädchen am Anfang könnte auch Michaels (sein Nachname wird übrigens nie erwähnt – im Abspann wird er als „Young Michael“ und „The Shape“ geführt) Babysitterin sein. Der Film hätte nebenbei „The babysitter Murder“ heißen sollen

        Gefällt 1 Person

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