Halloween 6 – Der Fluch des Michael Meyers (Filmkritik)

Sechs Jahre ist es her, seit Michael Meyers ein Massaker bei einer Halloweenparty in Haddonfield anrichtete. Seit dem gelten er, sowie seine Nichte Jamie als tot. In Haddonfield ist die Situation weiterhin angespannt. Niemand traut sich seit dem an Halloween auf die Straße. Daher plant Tim Strode mit seiner Freundin Halloween zurück nach Haddonfield zu bringen. Dazu veranstalten sie ein großes Fest und laden den hiesigen Radiomoderator ein.

Währenddessen gebiert, die seit über 6 Jahren von einer Teufelssekte festgehaltene, Jamie ihr erstes Kind, das sie ihr sogleich wegnehmen wollen. Doch ihr gelingt die Flucht. Dicht gefolgt von Michael Meyers fährt sie Richtung Haddonfield. Dort wartet Tommy Doyle seit Ewigkeiten auf einen Hinweis, dass Michael noch am Leben ist. Jamie schafft es jedoch nicht in die Stadt. Sie kann aber ihr Baby verstecken, das dann von Tommy gefunden wird.

Er weiß, dass der Kleine in Gefahr ist, und fährt mit ihm ins Krankenhaus. Dort trifft er auf den pensionierten Dr. Loomis, der ihm natürlich, ohne zu zögern, dabei helfen will, Meyers zur Strecke zu bringen…

Kritik:

Teil 6 spinnt die Geschehnisse des Vorgängers geschickt weiter. Ein Erzähler berichtet von den Vorfällen der letzten Jahre, und liefert so einige Erklärungen zu den, gleich zu Beginn gezeigten Szenen. Außerdem wird hier geklärt, was es mit dem Symbol und dem zwielichtigen Typen aus Teil 5 auf sich hat. Und so versucht man, einen spannenden Slasher zu kreieren. Leider ruiniert der Handlungsstrang um die Sekte die Atmosphäre.

Der Slasherteil kann sich jedoch ungeniert ansehen lassen. Nach dem laschen Vorgänger wird hier wieder mehr an der Spannungsschraube gedreht. Die Atmosphäre verdichtet sich, und als Draufgabe gibts einige sehr gut gemachte, und vor allem blutige, Morde. Michael ist bei der Wahl seines Werkzeuges wieder sehr kreativ. Die Musik erinnert leider nicht mehr an Carpenters Original.

Der Sektenteil zerstört dann den Mythos Michael Meyers, denn hier steckt man ihn in eine Schublade, und tischt eine banale Erklärung seiner Handlungen auf. Außerdem will man den Sohn von Kara Strode, Danny, ebenfalls in diese Richtung lenken, was anfangs recht gut umgesetzt ist. Im weiteren Verlauf wechselt man hier aber vom Mythos in die, zum Ende passende, Realität. Einerseits bringt der Handlungsverlauf frischen Wind in die Sache, andererseits geht das Mysterium um Michael verloren.

Erfreulich ist hier allerdings, dass sich der Film nicht auf kreischende Teenies konzentriert, sondern auch Erwachsene den Horror erleben lässt. Diese spielen überraschenderweise recht solide. Keiner fällt negativ auf. Aufgrund Donald Pleasence’s vorzeitigen Tod, verkommt Dr. Loomis hier leider zur Nebenrolle.

Fazit:

Teil 6 zählt zweifellos noch zu den besseren Fortsetzungen der Reihe. Nicht zuletzt aufgrund der wieder dichteren Atmosphäre und Spannung, sowie der Effekte.

3,5

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