Halloween 5 – Die Rache des Michael Meyers (Filmkritik)

Als Michael Meyers an Halloween von Kugeln durchlöchert in den Brunnen stürzte, waren die Leute in Haddonfield beruhigt. Das normale Leben konnte wieder seinen Lauf nehmen. Aber nicht für alle. Die kleine Jamie erlitt in jener Nacht einen Schock. Sie hat aufgehört zu sprechen, und wird von Alpträumen geplagt. Sie steht in der Kinderklinik unter regelmäßiger Behandlung. Halt findet sei bei ihrer Halbschwester Rachel und ihrer Freundin Tina.

Doch Jamie ist seelisch auch an Michael Meyers gebunden. Und so weiß sie als Einzige, dass er noch am Leben ist. Er wird nicht eher ruhen, bis die Kleine tot ist. Und Dr. Loomis wird nicht ruhen, bis Michael in die Hölle gefahren ist. So bleibt er ständig in Jamies Nähe.

Als sich Halloween nähert werden Jamies Alpträume schlimmer. Nicht unbegründet, denn Michael ist auf dem Weg nach Haddonfield. Und während sich Rachel und Tina auf eine Halloweenparty vorbereiten muss Jamie um ihr Leben fürchten. Denn Michael lässt sich abermals durch nichts aufhalten…

Kritik:

Wie schon Teil 2, schließt auch dieser Film direkt an den Vorgänger an. Jedoch gewährt Teil 5 der Handlung dann eine längere Pause, und setzt erst wieder ein Jahr nach den Geschehnissen ein. Die Vorfälle während dieses Jahres kann man nur erraten. Weiterhin dreht sich alles um die kleine Jamie, Michaels Nichte. Nach dem traumatischen Erlebnis wird sie im Krankenhaus überwacht. Anscheinend hat sie eine enge Bindung zu Michael aufgebaut.

Ihre Visionen lebt sie in diversen Anfällen aus. Die Tatsache, dass sie nicht mehr spricht bringt dem Film einen interessanten Aspekt und Donald Pleasence kann sich auch hier etwas mehr ausleben, als im Vorgänger. So droht er in der ersten Hälfte dem Wahnsinn zu verfallen, was er sehr gut spielt Die übrigen Darsteller wirken bemüht, können aber dennoch nicht überzeugen. Auch die Kleine spielt noch recht gut am Anfang. Später beginnt sie, wie auch die Teenies extrem zu nerven.

Diese beherrschen allerdings auch die zweite Hälfte des Filmes, und reißen ihn somit runter. Durch das sinnlose Gekreische schwindet auch die letzte Atmosphäre. Spannung vermag auch keine mehr aufzukommen. Denn einerseits arbeitet Michael nun auch am Tag, und andererseits kann ein Killer der einem kleinen Mädchen in einem Auto durch den Wald hinterher jagt nicht mehr überzeugen. Auch die Morde sind recht zurückhaltend. Sie geschehen einfach, ohne dass die Spannung bis dahin ansteigt.

Der Film versucht auch ein wenig in Richtung Mystery zu gleiten. So trägt Michael plötzlich eine rätselhafte Tätowierung am Handgelenk. Das Hauptaugenmerk wird auf die Bindung zu Jamie gelegt. Außerdem wird ein neuer Charakter eingeführt, von dem man allerdings nichts erfährt. Gegen Ende spielt er aber eine wichtige Rolle.

Fazit:

Teil 5 kann leider die Vorzüge des Vorgängers nicht ausbauen. Stattdessen entwickelt er sich zu einem stupiden Teenieslasher mit unpassenden Mysteryanspielungen.

2/5

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