Halloween 4 – Michael Meyers kehrt zurück (Filmkritik)

Vor zehn Jahren erlebte die junge Laurie Strode eine Nacht des Grauens. Ein wahnsinniger Killer verfolgte sie unnachgiebig. Er kannte nur ein Ziel. Er wollte beenden, was er 15 Jahre vor jener Nacht begonnen hatte: die Auslöschung seiner Familie. Im letzten Moment wurde er von Dr. Loomis mit einer Gasexplosion im Krankenhaus aufgehalten. Doch Meyers hat die Flammenhölle schwer verletzt überlebt.

Nach zehn Jahren erinnern sich nur noch die Wenigsten an jene Nacht in Haddonfield. Das Leben in der Stadt hat sich normalisiert, und die Kinder ziehen wieder von Haus zu Haus. Mit dabei ist auch die kleine Jamie, Laurie Strodes Tochter. Nach dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei einer Ersatzfamilie.

Als sich Halloween nähert soll Michael Meyers in ein anderes Gefängnis überstellt werden. Beim Transport erfährt er zufällig von seiner Nichte. Er nutzt die Gunst der Stunde und entkommt während des Transportes. Unaufhaltsam macht er sich auf den Weg nach Haddonfield. Nichts und niemand kann ihn aufhalten. Doch der schwer gezeichnete Dr. Loomis heftet sich Michael wieder auf die Fersen…

Kritik:

Nachdem der Vorgänger ohne Michel auskommen musste, und John Carpenter die Rechte verkauft hatte, ließ man den tot geglaubten Killer wieder aufleben. Zu Beginn wird versucht, zu erklären, warum Meyers noch am Leben ist. Man hat ihm und Dr. Loomis auch ein paar Brandnarben verschafft, um das Ganze etwas glaubwürdiger aussehen zu lassen. Der Horrorfan stößt sich schon längst nicht mehr am sonderbaren Wiederaufleben der Endlosserienkiller. Und so ist man bei Halloween sogar froh, dass Meyers wieder mitspielen darf.

Nachdem die Situation geklärt ist, geht Michael wieder, in gewohnter stoischer Ruhe, seiner Arbeit nach. Die Morde sind gut über den Film verteilt, so dass keine Längen entstehen. Der Härtegrad kommt zwar nicht an Meyers Genrekollegen ran, ist aber dennoch annehmbar. Viel mehr baut der Film auf Atmosphäre, die allerdings nicht mehr so dicht wie bei Teil 1 ist. Trotzdem vermag doch etwas an Spannung aufzukommen. Nicht ganz unbeteiligt ist dabei die klassische Halloweenmusik.

Mit der kleinen Jamie wurde ein weiters Familienmitglied von Michael vorgestellt. Da Jamie Lee Curtis nicht mehr mitwirkt, wurde sie im Film, ohne weitere Angaben, für tot erklärt. Und so jagt der schwarze Mann nun einer 7jährigen hinterher, die auf die Hilfe Anderer angewiesen ist. An vorderster Front natürlich wieder Donald Pleasence als Dr. Loomis, dessen Schauspiel gewohnt routiniert abläuft. Leider bleibt ihm nicht viel Raum, um sein Talent zu entfalten.

Fazit:

Dass Michael genauso wenig totzukriegen ist wie sein Kollege Jason, hat er schon im ersten Teil bewiesen. In Halloween 4 kehrt er nach einer kurzen Abstinenz zurück, und macht, was er am besten kann. Dabei bleibt das Tempo konstant. Leider kommt die Atmosphäre nicht mehr an die ersten beiden Teile ran.

3,5/5

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s