Filmserie: Halloween

Der Produzent Irwin Yablans und Geldgeber Mustapha Akkad sahen auf dem Mailänder Filmfest 1976 John Carpenters Film “Assault“ und waren sofort von seiner Regiearbeit begeistert. Und so boten sie ihm an, einen Slasherfilm über einen Babysittermörder zu drehen. Und so arbeiteten Carpenter und Debra Hill ein Drehbuch aus.

Mit Donald Pleasence war auch ein bekannter Schauspieler mit an Bord. Die restlichen Darsteller waren allesamt unbekannt. “Halloween“ war Jamie Lee Curtis’ Sprungbrett zu ihrer Karriere. Sie wurde als “Scream-Queen“ bekannt.

Aufgrund des mageren Budgets sorgte Carpenter neben dem Drehbuch auch für die Filmmusik und die Regie selbst. Die hervorragende Musik fördert die Atmosphäre gewaltig. Auch die Requisiten und Kleidung wurden größtenteils selbst hergestellt, bzw. billig gekauft. John Carpenter wollte keine Gage haben, wurde aber am Gewinn beteiligt.

Nach dem Erfolg des Filmes wollte Akkad eine Fortsetzung. Carpenter und Hill arbeiteten wieder ein Drehbuch aus. Der Film sollte gleich direkt an den ersten Teil anknüpfen, und die Reihe mit dem Tod von Michael Myerss beenden. John Carpenter nutzte auch die Gelegenheit, um ein paar Szenen für seinen ersten Teil nachzudrehen, und damit genügend Material für ein 2stündiges Fernsehvergnügen zu haben

Nachdem aber die Fortsetzung nicht so erfolgreich, wie geplant, war, drehte man den dritten Teil mit einer komplett anderen Handlung. Carpenter und Hill arbeiteten erneut am Drehbuch und der Musik. Erst während der Dreharbeiten beschloss man, die Gewalt zu erhöhen. Die Folgen waren fatal – Der Film floppte total.

Nachdem das Experiment gescheitert war, besann man sich 1988 wieder zu den Wurzeln und drehte eine Fortsetzung mit Michael Myerss. John Carpenter wollte mit dieser Fortsetzung nichts mehr zu tun haben, und distanzierte sich öffentlich davon. Da aber die Rechte an der Musik nicht bei ihm lagen, wurde er dennoch in den Credits genannt.

Ein Jahr später wurde gleich Teil 5 angehängt. Die Handlung knüpft direkt an den Vorgänger an. Hier dementierte Carpenter abermals, nichts mit dem Film zu tun haben wollen. Jedoch wurde er, aufgrund des Vertrages von Teil 1, als Drehbuchautor genannt. Der Film führt erstmals Mysteryelemente ein.

Nachdem der Vorgänger im Kino floppte, versuchte man abermals eine neue Richtung einzuschlagen. Dieses Mal nutze man den Anflug von Mystery des Vorgängers und entwickelte den Teil 6 in diese Richtung.

Nach Donald Pleacenses Tod entschied man sich abermals die Richtung zu wechseln. Und so knüpfte man die Handlung an die beiden ersten Teile an, ohne die anderen drei Teile zu berücksichtigen. Um diesen Schritt zu verdeutlichen wurde der Film nicht “Halloween 7“ sondern “Halloween H20“ genannt. Jamie Lee Curtis war wieder mit dabei. Sie sollte die Filmreihe endgültig beenden.

Mustapha Akkad wollte jedoch eine weitere Fortsetzung. Und so wurde das Ende von Teil 7 im 8. verwendet, und uminterpretiert. Die weitere Handlung konzentriert sich auf Myerss. Es werden komplett neue Charaktere eingeführt. Dieser Teil lässt wieder eine Hintertür für eine Fortsetzung offen.

Rob Zombie wagte sich schließlich an ein Remake des Klassikers. Er übernahm Carpenters Drehbuch, legte aber die Handlung verstärkt auf Michael Myerss selbst. Produziert wurde der Film von Mustapha Akkads Sohn Malek. Zombie brachte auch eine Fortsetzung seiner Interpretation, welche hier aber leider nur stark gekürzt erhältlich ist.

2018 setzte man alles wieder auf Anfang. Alle Fortsetzungen wurden ignoriert und Michael darf erneut an Lauries Haustür klopfen. Doch diese ist diesmal vorbereitet.

Halloween – Die Nacht des Grauens

Nachdem der kleine Michael seine Schwester in der Halloweennacht getötet hatte, wurde er in ein Sanatorium eingeliefert. 30 Jahre fristete er dort wortlos sein Dasein. Niemand konnte zu ihm durchdringen. Um so mehr besorgt ist sein behandelnder Arzt, als Michael verlegt werden soll. Es kommt, wie es kommen muss, Michael gelingt die Flucht. Und er kennt dabei nur ein Ziel: Haddonfield.

Dort laufen gerade die Vorbereitungen für Halloween. Kinder ziehen verkleidet durch die Straßen, Teenager feiern und die Eltern sind auf diverse Parties eingeladen. So passt Laurie als Babysitter auf zwei kleine Kinder auf, während im Nachbarhaus ihre Freundin sich mit einem Jungen vergnügt. Nicht wissend, dass ein irrer Killer durch die Straßen zieht…

Kritik:

Mit sehr geringem Budget schuf John Carpenter einen wegweisenden Kultklassiker des Horror Genres. Heute vermag er ein wenig angestaubt und träge wirken, und viele junge Zuschauer finden ihn eher langweilig. Doch schauen wir kurz in die 70er. Die Vorstädte waren sicher, Menschen verschlossen nie ihre Türen. Und genau diesen Nerv traf Carpenter, indem er seinen Killer in einer beschaulichen Kleinstadt ohne weiteres in Häuser reinspazieren lässt.

Langsam baut der Film seine Spannung auf. Die heile Welt wird mit Einfall der Nacht bedrohlicher. Ein wortloser Killer streift umher, tötet kaltblütig, und wir erfahren nicht, warum und wie er seine Opfer auswählt. Einzig sein Arzt gibt Hinweise auf Michaels Psyche und Beweggründe, doch die Polizei glaubt ihm erst als es zu spät ist. Gewalt ist eher nicht visueller Natur und Blut spritzt dabei auch keines. Der Fokus liegt auf der Spannung.

Die kleine, verträumte Stadt, sowie Carpenters eigens komponierte Musik tragen positiv zur bedrückenden Atmosphäre und Spannung bei. Obwohl die Musik für die anderen Filme wieder verwendet wurde, erreichte sie nie den gleichen Effekt wie beim Original. Schauspielerisch überzeugen Jamie Lee Curtis und Donald Pleasence in ihren Rollen als Babysitterin und Arzt.

Fazit:

Halloween läutete eine ganze Reihe an Slasherfilmen ein. Ohne Zweifel sollte man den Kultklassiker gesehen haben.

4,5/5

Halloween 2 – Das Grauen kehrt zurück

Für die junge Laurie Strode ist die Nacht des Grauens noch lange nicht überstanden. Während sie auf dem Weg ins Krankenhaus ist, macht sich Dr. Loomis weiterhin auf de Suche nach Michael Meyers, der die Schüsse, sowie den Sturz überlebt hat. Mittlerweile hat sich auch der Rundfunk eingeschaltet und berichtet vor Ort.

Während sich Laurie im Spital erholt zieht Michael eine Spur der Verwüstung durch die kleine Stadt. Dr. Loomis ist ihm dicht auf den Fersen. Gemeinsam mit der Polizei geht er jeder, noch so kleinen, Spur nach. Leider wandern zu Halloween auch andere Gestalten durch die Dunkelheit.

Meyers streift indes unermüdlich durch Haddonfield. Immer auf der Suche nach Laurie. Nichts und niemand kann ihn von seinem Plan abbringen, sie zu töten…

Kritik:

Drei Jahre nach dem Erfolg von “Halloween“ wurde John Carpenter vom Verleih genötigt, in kurzer Zeit eine Fortsetzung zu drehen. Dazu gab er die Regie an Rick Rosenthal ab. Carpenter konzentrierte sich abermals auf die Musik.

Als geschickter Schachzug stellte sich heraus, dass der Film direkt an den Vorgänger anschließt, und die Handlung noch in derselben Nacht weitererzählt. Somit setzt der Film dort ein, wo beim Vorgänger die Spannung am Höchsten war. Meyers stürzt angeschossen zu Boden. Plötzlich ist er weg. Und so beginnt eine Jagd durch die ganze Stadt und endet schließlich im Krankenhaus.

Die Krankenhauskorridore sorgen für dichte Atmosphäre. Aber auch die Kleinstadt als Schauplatz trägt ihren Teil dazu bei. Die Spannung unterliegt leider einigen Längen, kann aber im richtigen Moment beweisen, dass sie es fast mit dem Vorgänger aufnehmen kann. Das Ganze wird dann noch von Carpenters stimmiger Musik untermalt.

Eine ordentliche Steigerung erfährt der Film allerdings im Härtegrad, was vor einigen Jahren noch zu einer Beschlagnahmung in unserem Nachbarland führte. Michael ist bei den Morden recht kreativ, und stellenweise fließt auch etwas Blut.

Die Handlung bietet leider nicht viel Neues. Michael sucht Laurie und findet sie schließlich im Krankenhaus. Das wars im Großen und Ganzen auch schon. Es gibt noch den ein oder anderen Nebenstrang, welcher verschiedene Charaktere betrifft, und einen kleinen Einblick in das Leben, bzw. die Vergangenheit des jeweiligen erlaubt. Die Darsteller können dabei größtenteils überzeugen. Allen voran spielt natürlich wieder Jamie Lee Curtis gewohnt routiniert in ihrer Paraderolle. Auch Donald Pleasence überzeugt in seiner Rolle.

Fazit:

Den Film direkt anschließen zu lassen war die richtige Entscheidung. Er kommt zwar nicht ganz an den Vorgänger ran, kann aber mit Spannung, Atmosphäre und etwas härteren Morden punkten.

4/5

Halloween 3 – Season of the Witch

Ein Mann wird verfolgt. Er kann sich bei einer Tankstelle verstecken, sackt dort aber zu Boden. Der Tankwart führt ihn ins Spital. Kurz darauf wird er von einem Unbekannten ermordet. Dieser zündet sich in seinem Auto am Parkplatz an.

Dies wirft einige Fragen bei seinem behandelnden Arzt und der Tochter des Opfers auf. Gemeinsam beschließen sie der Sache auf dem Grund zu gehen. Ihre Nachforschungen führen sie in eine kleine Stadt zu einer Spielzeugfabrik, die Halloweenmasken herstellt.

Zu spät merken sie, dass sie sich in höchster Gefahr befinden. Denn der Firmenleiter möchte mit seinen Masken ein Blutbad zu Halloween anrichten. Nun liegt es an den Beiden, das Massaker zu verhindern …

Kritik:

“Halloween 3“ ist das Paradebeispiel des Etikettenschwindels. Um auf der Erfolgswelle der beiden Vorgänger mitzuschwimmen, wurde hier einfach ein 08/15 Horrorfilm als Fortsetzung angepriesen. Warum Carpenter das Ganze auch noch produziert hat wird wohl nur sein Therapeut wissen.

Nach einem brutalen Mord und darauf folgendem Suizid artet das Ganze in einer Detektivgeschichte aus. Der geschiedene, und unter der Fuchtel seiner Ex-Frau leidende Arzt fährt mit der gar nicht mal so lange trauernden Tochter des Opfers ins Kaff, wo die Spielzeugfabrik die Halloweenmasken herstellt. Die Darsteller wirken allesamt blass und mit ihren Rollen überfordert.

Hin und wieder stirbt auch jemand, wobei die Morde nicht wirklich überragend sind. Zwei halbwegs gute Szenen sind dabei. Aber das wars auch schon. Atmosphäre und Spannung kommen auch nicht wirklich auf. Und nach ca. 80 Minuten ist auch der letzte Zuseher überzeugt, das Michael Meyers hier doch nicht mehr auftauchen wird.

Viel mehr quält man sich hingegen damit ab, dem unlogischen Polt zu folgen, und muss sich immer wieder von der nervenden Werbespotmusik berieseln lassen, was nach einiger Zeit schon an Grausamkeit grenzt. Als nettes Detail flimmert kurz ein Halloween 1 Trailer über einem Bildschirm im Film.

Fazit:

Als Sammlungskomplettierer wird man schwer drum rum kommen, den erschwindelten dritten Teil der Halloween Reihe aufzunehmen. Eigenständig betrachtet bleibt ein langweiliger, unlogischer Film übrig.

0,5/5

Halloween 4 – Michael Meyers kehrt zurück

Vor zehn Jahren erlebte die junge Laurie Strode eine Nacht des Grauens. Ein wahnsinniger Killer verfolgte sie unnachgiebig. Er kannte nur ein Ziel. Er wollte beenden, was er 15 Jahre vor jener Nacht begonnen hatte: die Auslöschung seiner Familie. Im letzten Moment wurde er von Dr. Loomis mit einer Gasexplosion im Krankenhaus aufgehalten. Doch Meyers hat die Flammenhölle schwer verletzt überlebt.

Nach zehn Jahren erinnern sich nur noch die Wenigsten an jene Nacht in Haddonfield. Das Leben in der Stadt hat sich normalisiert, und die Kinder ziehen wieder von Haus zu Haus. Mit dabei ist auch die kleine Jamie, Laurie Strodes Tochter. Nach dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei einer Ersatzfamilie.

Als sich Halloween nähert soll Michael Meyers in ein anderes Gefängnis überstellt werden. Beim Transport erfährt er zufällig von seiner Nichte. Er nutzt die Gunst der Stunde und entkommt während des Transportes. Unaufhaltsam macht er sich auf den Weg nach Haddonfield. Nichts und niemand kann ihn aufhalten. Doch der schwer gezeichnete Dr. Loomis heftet sich Michael wieder auf die Fersen…

Kritik:

Nachdem der Vorgänger ohne Michel auskommen musste, und John Carpenter die Rechte verkauft hatte, ließ man den tot geglaubten Killer wieder aufleben. Zu Beginn wird versucht, zu erklären, warum Meyers noch am Leben ist. Man hat ihm und Dr. Loomis auch ein paar Brandnarben verschafft, um das Ganze etwas glaubwürdiger aussehen zu lassen. Der Horrorfan stößt sich schon längst nicht mehr am sonderbaren Wiederaufleben der Endlosserienkiller. Und so ist man bei Halloween sogar froh, dass Meyers wieder mitspielen darf.

Nachdem die Situation geklärt ist, geht Michael wieder, in gewohnter stoischer Ruhe, seiner Arbeit nach. Die Morde sind gut über den Film verteilt, so dass keine Längen entstehen. Der Härtegrad kommt zwar nicht an Meyers Genrekollegen ran, ist aber dennoch annehmbar. Viel mehr baut der Film auf Atmosphäre, die allerdings nicht mehr so dicht wie bei Teil 1 ist. Trotzdem vermag doch etwas an Spannung aufzukommen. Nicht ganz unbeteiligt ist dabei die klassische Halloweenmusik.

Mit der kleinen Jamie wurde ein weiters Familienmitglied von Michael vorgestellt. Da Jamie Lee Curtis nicht mehr mitwirkt, wurde sie im Film, ohne weitere Angaben, für tot erklärt. Und so jagt der schwarze Mann nun einer 7jährigen hinterher, die auf die Hilfe Anderer angewiesen ist. An vorderster Front natürlich wieder Donald Pleasence als Dr. Loomis, dessen Schauspiel gewohnt routiniert abläuft. Leider bleibt ihm nicht viel Raum, um sein Talent zu entfalten.

Fazit:

Dass Michael genauso wenig totzukriegen ist wie sein Kollege Jason, hat er schon im ersten Teil bewiesen. In Halloween 4 kehrt er nach einer kurzen Abstinenz zurück, und macht, was er am besten kann. Dabei bleibt das Tempo konstant. Leider kommt die Atmosphäre nicht mehr an die ersten beiden Teile ran.

3,5/5

Halloween 5 – Die Rache des Michael Meyers

Als Michael Meyers an Halloween von Kugeln durchlöchert in den Brunnen stürzte, waren die Leute in Haddonfield beruhigt. Das normale Leben konnte wieder seinen Lauf nehmen. Aber nicht für alle. Die kleine Jamie erlitt in jener Nacht einen Schock. Sie hat aufgehört zu sprechen, und wird von Alpträumen geplagt. Sie steht in der Kinderklinik unter regelmäßiger Behandlung. Halt findet sei bei ihrer Halbschwester Rachel und ihrer Freundin Tina.

Doch Jamie ist seelisch auch an Michael Meyers gebunden. Und so weiß sie als Einzige, dass er noch am Leben ist. Er wird nicht eher ruhen, bis die Kleine tot ist. Und Dr. Loomis wird nicht ruhen, bis Michael in die Hölle gefahren ist. So bleibt er ständig in Jamies Nähe.

Als sich Halloween nähert werden Jamies Alpträume schlimmer. Nicht unbegründet, denn Michael ist auf dem Weg nach Haddonfield. Und während sich Rachel und Tina auf eine Halloweenparty vorbereiten muss Jamie um ihr Leben fürchten. Denn Michael lässt sich abermals durch nichts aufhalten…

Kritik:

Wie schon Teil 2, schließt auch dieser Film direkt an den Vorgänger an. Jedoch gewährt Teil 5 der Handlung dann eine längere Pause, und setzt erst wieder ein Jahr nach den Geschehnissen ein. Die Vorfälle während dieses Jahres kann man nur erraten. Weiterhin dreht sich alles um die kleine Jamie, Michaels Nichte. Nach dem traumatischen Erlebnis wird sie im Krankenhaus überwacht. Anscheinend hat sie eine enge Bindung zu Michael aufgebaut.

Ihre Visionen lebt sie in diversen Anfällen aus. Die Tatsache, dass sie nicht mehr spricht bringt dem Film einen interessanten Aspekt und Donald Pleasence kann sich auch hier etwas mehr ausleben, als im Vorgänger. So droht er in der ersten Hälfte dem Wahnsinn zu verfallen, was er sehr gut spielt Die übrigen Darsteller wirken bemüht, können aber dennoch nicht überzeugen. Auch die Kleine spielt noch recht gut am Anfang. Später beginnt sie, wie auch die Teenies extrem zu nerven.

Diese beherrschen allerdings auch die zweite Hälfte des Filmes, und reißen ihn somit runter. Durch das sinnlose Gekreische schwindet auch die letzte Atmosphäre. Spannung vermag auch keine mehr aufzukommen. Denn einerseits arbeitet Michael nun auch am Tag, und andererseits kann ein Killer der einem kleinen Mädchen in einem Auto durch den Wald hinterher jagt nicht mehr überzeugen. Auch die Morde sind recht zurückhaltend. Sie geschehen einfach, ohne dass die Spannung bis dahin ansteigt.

Der Film versucht auch ein wenig in Richtung Mystery zu gleiten. So trägt Michael plötzlich eine rätselhafte Tätowierung am Handgelenk. Das Hauptaugenmerk wird auf die Bindung zu Jamie gelegt. Außerdem wird ein neuer Charakter eingeführt, von dem man allerdings nichts erfährt. Gegen Ende spielt er aber eine wichtige Rolle.

Fazit:

Teil 5 kann leider die Vorzüge des Vorgängers nicht ausbauen. Stattdessen entwickelt er sich zu einem stupiden Teenieslasher mit unpassenden Mysteryanspielungen.

2/5

Halloween 6 – Der Fluch des Michael Meyers

Sechs Jahre ist es her, seit Michael Meyers ein Massaker bei einer Halloweenparty in Haddonfield anrichtete. Seit dem gelten er, sowie seine Nichte Jamie als tot. In Haddonfield ist die Situation weiterhin angespannt. Niemand traut sich seit dem an Halloween auf die Straße. Daher plant Tim Strode mit seiner Freundin Halloween zurück nach Haddonfield zu bringen. Dazu veranstalten sie ein großes Fest und laden den hiesigen Radiomoderator ein.

Währenddessen gebiert, die seit über 6 Jahren von einer Teufelssekte festgehaltene, Jamie ihr erstes Kind, das sie ihr sogleich wegnehmen wollen. Doch ihr gelingt die Flucht. Dicht gefolgt von Michael Meyers fährt sie Richtung Haddonfield. Dort wartet Tommy Doyle seit Ewigkeiten auf einen Hinweis, dass Michael noch am Leben ist. Jamie schafft es jedoch nicht in die Stadt. Sie kann aber ihr Baby verstecken, das dann von Tommy gefunden wird.

Er weiß, dass der Kleine in Gefahr ist, und fährt mit ihm ins Krankenhaus. Dort trifft er auf den pensionierten Dr. Loomis, der ihm natürlich, ohne zu zögern, dabei helfen will, Meyers zur Strecke zu bringen…

Kritik:

Teil 6 spinnt die Geschehnisse des Vorgängers geschickt weiter. Ein Erzähler berichtet von den Vorfällen der letzten Jahre, und liefert so einige Erklärungen zu den, gleich zu Beginn gezeigten Szenen. Außerdem wird hier geklärt, was es mit dem Symbol und dem zwielichtigen Typen aus Teil 5 auf sich hat. Und so versucht man, einen spannenden Slasher zu kreieren. Leider ruiniert der Handlungsstrang um die Sekte die Atmosphäre.

Der Slasherteil kann sich jedoch ungeniert ansehen lassen. Nach dem laschen Vorgänger wird hier wieder mehr an der Spannungsschraube gedreht. Die Atmosphäre verdichtet sich, und als Draufgabe gibts einige sehr gut gemachte, und vor allem blutige, Morde. Michael ist bei der Wahl seines Werkzeuges wieder sehr kreativ. Die Musik erinnert leider nicht mehr an Carpenters Original.

Der Sektenteil zerstört dann den Mythos Michael Meyers, denn hier steckt man ihn in eine Schublade, und tischt eine banale Erklärung seiner Handlungen auf. Außerdem will man den Sohn von Kara Strode, Danny, ebenfalls in diese Richtung lenken, was anfangs recht gut umgesetzt ist. Im weiteren Verlauf wechselt man hier aber vom Mythos in die, zum Ende passende, Realität. Einerseits bringt der Handlungsverlauf frischen Wind in die Sache, andererseits geht das Mysterium um Michael verloren.

Erfreulich ist hier allerdings, dass sich der Film nicht auf kreischende Teenies konzentriert, sondern auch Erwachsene den Horror erleben lässt. Diese spielen überraschenderweise recht solide. Keiner fällt negativ auf. Aufgrund Donald Pleasence’s vorzeitigen Tod, verkommt Dr. Loomis hier leider zur Nebenrolle.

Fazit:

Teil 6 zählt zweifellos noch zu den besseren Fortsetzungen der Reihe. Nicht zuletzt aufgrund der wieder dichteren Atmosphäre und Spannung, sowie der Effekte.

3,5

Halloween H20

20 Jahre nachdem Laurie Strode an Halloween eine Nacht des Grauens durchmachen musste, hat sie eine andere Identität angenommen und leitet eine noble Privatschule in Kalifornien. Jedoch lebt sie noch immer mit der Angst, dass Michael Meyers eines Tages zurückkommen kann, und dann sie und ihren Sohn, John, töten wird.

Dieser ist die Paranoia seiner Mutter schön langsam leid. Da sie ihm nun auch verboten hat am Schulcampingausflug teilzunehmen, wendet er sich noch mehr von ihr ab. Als Gegenveranstaltung plant er mit seiner Freundin und einem anderen Paar, eine kleine Halloweenparty im Schulkeller zu veranstalten.

Und während Laurie die Nacht mit dem Schulpsychologen verbringen will, gesellt sich ein weiterer, ungebetener Gast zur Party. Michael Meyers hat sie gefunden. Er will beenden, was ihm vor 20 Jahren nicht gelungen ist. Dr. Loomis kann Laurie nicht mehr zur Hilfe kommen. So muss sie sich ihren Dämonen stellen, denn diesmal steht auch das Leben ihres Sohnes auf dem Spiel…

Kritik:

Nachdem die Serie immer mehr in Richtung Sektenmysteryslasher abgeglitten ist, hat man sich 1998 eines Besseren besonnen, und ist somit zu den Wurzeln zurückgekehrt. “Halloween H20“ schließt an Teil 2 an und ignoriert somit die weiteren Fortsetzungen komplett.

Gleich zu Beginn erfährt man, dass Dr. Loomis bereits verstorben ist. Er erzählt noch mal seine Erlebnisse mit Michael Meyers. Nachdem Michael herausgefunden hat, wo sich Laurie Strode aufhält, erwacht sie schreiend aus einem Alptraum. Nicht umsonst gilt Jamie Lee Curtis, die hier zum Glück wieder mitwirkt, als Screamqueen. Sie wertet mit ihrer hervorragenden Darbietung den Film gehörig auf. Neben ihren Ängsten hat sie auch mit ihrem pubertierenden Sohn, der von Josh Hartnett verkörpert wird, zu kämpfen. Als sie feststellen muss, dass ihre Ängste durchaus wahr werden können, muss sie sich ihnen stellen.

Neben Jamies Darstellung lebt der Film vor allem von der Atmosphäre, die mit Teil 2 problemlos mithalten kann. An das Original kommt sie nicht ran. Auch die Musik trägt ihren Teil dazu bei, und das ein oder andere Lied kommt einem sicher bekannt vor. Der Spannungslevel wird recht hoch gehalten und manchmal von Schreckmomenten gegipfelt. Der Gewaltgrad ist hier recht zurückhaltend. Einige Morde geschehen im Off, andere werden zwar gezeigt, gehen aber nicht ins Detail wie bei den Vorgängern.

Die ersten 45 Minuten fehlt es dem Film allerdings an Tempo. Hier wird die Zeit genutzt um einige Charaktere vorzustellen. Die Darsteller können alle überzeugen, niemand fällt negativ auf. Außerdem baut sich hier langsam die Spannung auf, die dann beim Showdown ihren Höhepunkt erreicht.

Fazit:

Mit dem Ignorieren der Vorgänger traf man hier die richtige Entscheidung, und hat somit wieder einen soliden Horrorthriller ohne Myteryelemente geschaffen. Eine besondere Bereicherung stellt Jamie Lee Curtis dar.

4/5

Halloween Resurrection

Nachdem Laurie Strode vor einigen Jahren dachte, ihren Bruder endgültig getötet zu haben, musste sie feststellen, dass sie den Falschen erwischt hatte. Michael Meyers konnte sich mit einem Trick davonschleichen. Seit dem fristet sie ihre Tage im Hochsicherheitstrakt einer Irrenanstalt. Sie weiß, dass Michael sie kriegen wird.

Und während er seiner Schwester nachjagt, plant ein Showmaster eine Internetlifeshow aus Meyers Haus zu veranstalten. Dazu montieren seine Leute überall Kameras und verteilen Requisiten. Per Internet haben sich auch Freiwillige gemeldet. Und so lässt er 6 Studenten die Halloweennacht im Haus verbringen.

Das passt Michael aber überhaupt nicht, und so zeigt er den Kids schnell, wer Herr im Haus ist. Während sich die Leute zuhause am Computer wundern, wie die die Show so realitätsnahe hinbekommen haben, müssen Sarah und ihre Freunde um ihr Leben fürchten…

Kritik:

Nachdem Michael Meyers im Vorgänger nun endlich der Gar ausgemacht wurde, juckte es die Produzenten wieder in den Fingern (oder der Geldbörse) und sie entschieden, eine Fortsetzung zu drehen. Zu dem wurde nun versucht, eine Möglichkeit zu finden, um Michael wieder aufstehen zu lassen. Zum Glück wurde eine realitätsnahe Variante gewählt, und so hat Laurie einfach den Falschen getötet.

So sollte die Handlung auch von Laurie und ihrer Familie weg gehen, und eine komplett andere Richtung einschlagen. Mit Jamie Lee Curtis scheidet, sehr früh, die beste Darstellerin des Films aus. In diesem Moment macht auch der Film eine 180 Grad Kehrtwende. Die Spannung und Atmosphäre ist dahin, stattdessen dominieren nervende Teens das Bild.

Auch Haddonfield ist anscheinend gewachsen. So besitzt das ehemalige Kaff nun eine eigene, riesige Uni. Darüber hinaus halten auch einige Gegenstände der Moderne Einzug in Haddonfield. Jedoch tragen Handys und Webcams nicht wirklich was zur Atmosphäre bei. Im Gegenteil, die ständigen Webcameinblendungen der Headsets der Studenten nerven recht bald. Andererseits gibts hier auch etwas Sozialkritik, denn die Jugendlichen hängen lieber im Internet rum, als zu einer Party zu gehen.

Nach ca. 40 ereignislosen Minuten, die zur Charaktereinführung und dem Handlungsaufbau genutzt werden, darf dann Michael endlich seiner Arbeit nachgehen und die Zuseher von den nervenden Protagonisten erlösen. Es kommt nur bedingt Spannung und Atmosphäre dabei auf. Nichtsdestotrotz biete die zweite Filmhälfte einige blutige Morde, die den Film wieder kurzweiliger machen. Leider wird die Stimmung von den Darstellern zu Nichte gemacht.

Fazit:

Der Versuch Michael Meyer von dem klassischen Slasher wegzubringen scheitert kläglich an der Umsetzung. Überzeugen können lediglich der Anfang und die Morde.

2/5

Halloween

40 Jahre sind vergangen seit Michael Meyers ein Blutbad in Haddonfield angerichtet hatte. Seit dem sitzt er in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Nun soll er in eine andere Anstalt überstellt werden. Sein Arzt ist natürlich nicht sehr begeistert. Und da sind dann auch noch 2 Reporter die unbedingt ein Interview mit Michael haben wollen. Doch der hat seit 40 Jahren nicht gesprochen.

Es kommt natürlich wieder mal wies kommen muss, Michael entkommt bei der Überstellung und zieht eine blutige Spur der Verwüstung auf der Suche nach Laurie Strode. Diese lebt seit 40 Jahren in Angst und Schrecken. Wissend, dass Michael irgendwann wieder kommt hat sie sich jahrelang darauf vorbereitet. Sehr zum Missfallen ihrer Tochter. Doch als Michael näher kommt, stellt sich Laurie ihren Ängsten um ihre Familie zu beschützen….

Kritik:

Wieder zurück auf Anfang. Naja fast. Als hätte es nach dem Original keine Halloweenfilme gegeben, schließt dieser direkt an das Original an. Michael wird weg gesperrt und Laurie baut sich selbst eine Festung, falls er jemals wieder kommt und ihr nach dem Leben trachtet. Schwer traumatisiert haben die Vorfälle in Haddonfield ihr Leben geprägt. Sie wollte auch ihre Tochter auf die Begegnung mit Michael vorbereiten, doch diese entfremdete sich zusehends.

Und Michael kommt, er kommt brutal und gewalttätig, nichts kann ihn aufhalten. Er zieht eine blutige Spur um Laurie gegenüber zu treten. Der Hauptfokus des Films liegt hier zweifellos an der Gewaltdarstellung. Spannung kommt selten auf, dafür spritzt nur so das Blut und Michael metzelt munter drauf los. Dabei werden nacheinander sämtliche Nebencharaktere verheizt. Manche Morde dienen eigentlich gar nicht der Handlung, man wollte wohl so viel Gewalt wie möglich einbauen.

Darstellerisch überzeugt Jamie Lee Curtis erneut. Sie ist reifer geworden und überzeugt als von Angst gequälte Laurie Strode, dic sich im rechten Moment ihren Dämonen stellt. Auch ihre Tochter und Enkelin wissen zu überzeugen. Der Rest ist austauschbar. Eigentlich dienen die Protagonisten eh nur als Kanonenfutter.

Fazit:

Michael Meyers ist zurück und bringt uns eine Gewaltorgie, bei der leider die Spannung etwas auf der Strecke bleibt. Die Tatsache, dass alle vorherigen Fortsetzungen ignoriert wurden war die richtige Entscheidung. Die Serie hatte sich in zu viele Richtungen verfahren. Angeblich ist eine weitere Fortsetzung geplant.

3,5/5

Rob Zombies Halloween

folgt….

Rob Zombies Halloween II

folgt…

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