Fluch der Karibik 3 – Am Ende der Welt (Filmkritik)

Die Welt ist im Wandel. Captain Jack Sparrow wurde vom Kraken in die Tiefe des Ozeans gerissen, und fristet nun sein Dasein im Reich der Toten. Und seit dem Cutler Beckett im Besitz von Davy Jones Herzens ist, hat er das Kommando über die Flying Dutchman. Somit werden alle Piraten und Piratensympathisanten erbarmungslos gejagt, und hingerichtet.

Um dem Einhalt zu gebieten, müssen die Freibeuter nun handeln. Sie rufen den Hohen Rat der Piratenfürsten ein. Doch um beschlussfähig zu sein müssen alle 9 Fürsten anwesend sein, und Jack ist einer davon. Er hatte es verabsäumt sein Erbe vor seinem Ableben weiterzugeben.

Will Turner und Elizabeth Swann machen sich mit Hilfe des von den Toten auferstandenen Captain Barbossa auf die Suche nach Jack. Ihre Reise führt sie nach Singapur, wo sie den dort herrschenden Piratenfürsten Sao Feng um Herausgabe der Karte bitten müssen. Mit dieser Karte ist es ihnen möglich, das Totenreich zu finden.

Aber auch die West India Trading Company hat von der Reise nach Singapur Wind bekommen, und ist der Crew der Black Pearl gefolgt. Nach einem kurzen Gefecht und etwas Diplomatie gelangen die Piraten doch an die Karte, können eine Crew anheuern und bekommen gar ein Schiff von Sao Feng.

Schließlich finden sie auch den von Halluzinationen und seiner eigenen lebendigen Fantasie geplagten Capain Jack Sparrow im Totenreich, und machen sich auf dem Weg zum Treffpunkt.

Doch jeder verfolgt auch ein eigenes Ziel. Will Turner möchte seinen Vater aus den Fängen von Davy Jones befreien. Doch wenn er diesen tötet, muss er seinen Platz einnehmen, somit wäre Stiefelriemen Bill frei, aber Will würde Elizabeth verlieren. Barbossa möchte wieder das Kommando über die Black Pearl haben, und damit die 7 Weltmeere unsicher machen. Und Jack, tja der hätte am liebsten seine Ruhe und Freiheit. Doch die Freiheit ist in Gefahr, denn Jones fordert noch immer Blutzoll.

Als sie am Treffpunkt, mit einigen Schwierigkeiten, ankommen, wird der Rat einberufen. Die Fürsten sollen die Vorgehensweise beschließen. Sollen sie fliehen, oder um ihre Freiheit kämpfen? Oder gar Barbossas Plan folgen und die Göttin der Weltmeere aus ihrem menschlichen Körper befreien.Aber die Zeit drängt, denn am Horizont erscheint die Armada der West India Trading Company mit der Flying Dutchman an der Spitze. Die Freiheit aller Piraten steht auf dem Spiel…

Kritik:

Jack is back! – Klar soweit?

“Fluch der Karibik 3 – Am Ende der Welt“ schließt direkt an den Vorgänger an, und zeigt zu Beginn die Auswirkungen des Paktes zwischen Cutler Beckett und Davy Jones. Nach dieser beeindruckenden, sowie recht düsteren Eröffnungsszene, geht es auch gleich im selben Stil weiter.

Der Film ist noch eine Spur düsterer als die Vorgänger. Noch dazu wird’s hier erst so richtig mystisch. Nebst den bekannten Crewmitgliedern des Fliegenden Holländers wird auch das Totenreich visuell dargestellt, und das Schicksal der Menschheit in die Hände einer Göttin gelegt. Jacks Wahnvorstellungen wurden leider nicht so gut getroffen, bleiben aber zumindest teilweise Witzig.

Der Humor kommt auch beim Finale der Trilogie nicht zu kurz. Neben Johnny Depps One-Man-Show gibt es eine Menge Situationskomik. Auch die gewohnten Charakterepaare haben einige Lacher auf ihrer Seite. Auch der Streit um den Captainsposten der Black Pearl ist genial. Im Großen und Ganzen bleibt der Film aber doch relativ ernst. Vor allem in Bezug auf Atmosphäre und Action.

Die Atmosphäre ist aufgrund der düsteren und mystischen Grundstimmung hervorragend. Die Bildkompositionen sowie die Musik tragen ihren Teil dazu bei. Die Action konzentriert sich eigentlich nur auf den Anfang, und dann auf das fulminante Finale. Und dieses kann sich wirklich sehen lassen. Die beiden Schiffe fahren in den Strudel, wo sie sich bekämpfen, und gegenseitig entern. Das Tempo ist hier am Höchststand. Während des Filmes flacht das Tempo leider im Mittelteil etwas ab, wobei sich die drei Stunden auch bemerkbar machen.

Der Film nimmt sich aber auch für Charakterentwicklung und deren Beziehungen Zeit. Außerdem werden einige offenen Fragen aus dem Vorgänger geklärt. Neben den bekannten Charakteren erscheinen zusätzlich einige interessante auf der Wasseroberfläche. Einer davon ist ohne Zweifel der Piratenfürst Sao Feng (Chow Yun-Fat), dessen Rolle leider etwas zu kurz geraten ist. Dennoch wird sein Abgang genutzt, um die Handlung voranzutreiben. Die Hauptrollen verfolgen allesamt ihre eigenen Ziele, schmieden Pläne und schließen Pakte, um sich gegenseitig zu verraten. Sie müssen aber bald erkennen, dass sie nur gemeinsam zum Ziel kommen.

Die Darsteller überzeugen, wie auch schon in den beiden Vorgängern, voll und ganz in ihren Rollen. Orlando Bloom und Keira Knightley geben sich wieder ihrer hoffnungslosen Liebe hin, haben aber beide etwas vor dem anderen zu verbergen. Was ihre Beziehung auf eine harte Probe stellt. Geoffrey Rush ist in Teil 3 wieder von Anfang an dabei, und hat auch nichts von seiner Genialität aus dem ersten Teil eingebüßt. Chow Yun-Fat vermag ebenfalls als gefährlicher Piratenfürst zu überzeugen. Positiv überrascht hat außerdem Keith Richards in seiner Rolle als Jacks Vater. Er hat zwar nur einen kurzen Auftritt, meistert diesen aber mit Bravur. Aber sie alle werden von Johnny Depp unter den Tisch gespielt. Ihm ist der Captain Sparrow förmlich auf den Leib geschneidert. Schon bei seinem ersten Auftreten im Film ist klar, Jack is back.

Fazit:

Somit bildet “Fluch der Karibik 3 – Am Ende der Welt“ den grandiosen Abschluss der Trilogie, lässt aber auch eine kleine Hintertür für eine Fortsetzung offen.

4,5/5

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5 Kommentare zu „Fluch der Karibik 3 – Am Ende der Welt (Filmkritik)

      1. Das Remake wird sowas von floppen. Depp ist Sparrow. Die Rolle ist ihm auf den Leib geschrieben worden. Da kommt keiner ran.
        Also der 5. Film ist wieder gelungen.

        Liken

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